Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Simulator für chemische Reaktionen

24.09.2003


Unter der Bezeichnung Profiler wurde jetzt ein innovatives Software-Tool für die Simulation katalytisch reaktiver und konventioneller Trennprozesse entwickelt. Der Simulator beinhaltet eine Datenbank mit den Eigenschaften chemischer Elemente und arbeitet nach dem Prinzip der ratenbasierten Modellierung.



Das Studium der Reaktion eines chemischen Elements mit anderen chemischen Elementen ist in aller Regel eine schwierige Angelegenheit, die nicht nur Zeit und Geld kostet, sondern manchmal auch gefährliche Endprodukte hervorbringt. Noch komplizierter wird es, wenn zu berücksichtigen ist, dass Faktoren wie etwa die Temperatur, der Druck und die Konzentration der Elemente Veränderungen am Endprodukt und am Verhalten des Systems bewirken. Glücklicherweise lassen sich die leistungsstarken Computer- und Softwaresysteme von heute, die in einer Sekunde Millionen von Berechnungen durchführen können, in Kombination mit Simulationsmodellen für chemische Reaktionen nutzen, was die Forschungsarbeit vereinfacht und zu aussagefähigeren Ergebnissen führt.



Im Rahmen des Projekts INTINT wurde ein Software-Tool namens PROFILER entwickelt, das homogene und heterogene katalytisch reaktive Trennprozesse simuliert und dafür nicht nur die herkömmlichen Modelle für den Gleichgewichtszustand, sondern auch ratenbasierte Modelle nutzt. Im Vergleich zur traditionellen Gleichgewichtszustands-Simulation liefert die ratenbasierte Simulation höhere Genauigkeiten und eine bessere physikalische Relevanz, weil sie die tatsächlichen Raten des Massentransports, des Wärmetransports und der chemischen Reaktion berücksichtigt.

Mit dem neuen Simulator kann der Benutzer unterschiedliche Ergebnisse durch Verändern von Simulationsvariablen wie etwa der Bestandteilkonzentrationen, Temperaturen und Drücke sowie der Durchfluss- und Reaktionsraten studieren. Derartige Analysen lassen sich für den Entwurf, die Dimensionierung und die Optimierung von reaktiven Trennsäulen nutzen. Der Simulator beinhaltet und nutzt eine äußerst umfangreiche Datenbank mit chemisch-physikalischen Eigenschaften. Die Datenbank enthält Informationen über eine Vielzahl chemischer Elemente und Katalysatoren. Last not least verwendet der Simulator keine herkömmliche Schnittstelle, die sich an Reaktionsgleichungen orientiert, sondern er verfügt über eine grafische Benutzeroberfläche und damit über eine ausgesprochen bedienerfreundliche Betriebsumgebung.

PROFILER eignet sich für zahlreiche Anwendungen in Unternehmen der chemischen und pharmazeutischen Industrie, die bereit sind, sich bei der Entwicklung kundenspezifisch konfigurierter Trennsäulen eines innovativen Konzepts zu bedienen.

Kontakt:

Universität Dortmund
Dr. Eugen Kenig
44221 Dortmund
Tel: +49-23-17552357
Fax: +49-23-17553035
Email: e.kenig@ct.uni-dortmund.de

Dr. Eugen Kenig | ctm
Weitere Informationen:
http://www.uni-dortmund.de

Weitere Berichte zu: Simulation Simulator Software-Tool Trennprozesse Trennsäulen

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Neurobiologie - Die Chemie der Erinnerung
21.11.2017 | Ludwig-Maximilians-Universität München

nachricht Diabetes: Immunsystem kann Insulin regulieren
21.11.2017 | Universität Basel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Kleine Strukturen – große Wirkung

Innovative Schutzschicht für geringen Verbrauch künftiger Rolls-Royce Flugtriebwerke entwickelt

Gemeinsam mit Rolls-Royce Deutschland hat das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik IWS im Rahmen von zwei Vorhaben aus dem...

Im Focus: Nanoparticles help with malaria diagnosis – new rapid test in development

The WHO reports an estimated 429,000 malaria deaths each year. The disease mostly affects tropical and subtropical regions and in particular the African continent. The Fraunhofer Institute for Silicate Research ISC teamed up with the Fraunhofer Institute for Molecular Biology and Applied Ecology IME and the Institute of Tropical Medicine at the University of Tübingen for a new test method to detect malaria parasites in blood. The idea of the research project “NanoFRET” is to develop a highly sensitive and reliable rapid diagnostic test so that patient treatment can begin as early as possible.

Malaria is caused by parasites transmitted by mosquito bite. The most dangerous form of malaria is malaria tropica. Left untreated, it is fatal in most cases....

Im Focus: Transparente Beschichtung für Alltagsanwendungen

Sport- und Outdoorbekleidung, die Wasser und Schmutz abweist, oder Windschutzscheiben, an denen kein Wasser kondensiert – viele alltägliche Produkte können von stark wasserabweisenden Beschichtungen profitieren. Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben Forscher um Dr. Bastian E. Rapp einen Werkstoff für solche Beschichtungen entwickelt, der sowohl transparent als auch abriebfest ist: „Fluoropor“, einen fluorierten Polymerschaum mit durchgehender Nano-/Mikrostruktur. Sie stellen ihn in Nature Scientific Reports vor. (DOI: 10.1038/s41598-017-15287-8)

In der Natur ist das Phänomen vor allem bei Lotuspflanzen bekannt: Wassertropfen perlen von der Blattoberfläche einfach ab. Diesen Lotuseffekt ahmen...

Im Focus: Ultrakalte chemische Prozesse: Physikern gelingt beispiellose Vermessung auf Quantenniveau

Wissenschaftler um den Ulmer Physikprofessor Johannes Hecker Denschlag haben chemische Prozesse mit einer beispiellosen Auflösung auf Quantenniveau vermessen. Bei ihrer wissenschaftlichen Arbeit kombinierten die Forscher Theorie und Experiment und können so erstmals die Produktzustandsverteilung über alle Quantenzustände hinweg - unmittelbar nach der Molekülbildung - nachvollziehen. Die Forscher haben ihre Erkenntnisse in der renommierten Fachzeitschrift "Science" publiziert. Durch die Ergebnisse wird ein tieferes Verständnis zunehmend komplexer chemischer Reaktionen möglich, das zukünftig genutzt werden kann, um Reaktionsprozesse auf Quantenniveau zu steuern.

Einer deutsch-amerikanischen Forschergruppe ist es gelungen, chemische Prozesse mit einer nie dagewesenen Auflösung auf Quantenniveau zu vermessen. Dadurch...

Im Focus: Leoniden 2017: Sternschnuppen im Anflug?

Gemeinsame Pressemitteilung der Vereinigung der Sternfreunde und des Hauses der Astronomie in Heidelberg

Die Sternschnuppen der Leoniden sind in diesem Jahr gut zu beobachten, da kein Mondlicht stört. Experten sagen für die Nächte vom 16. auf den 17. und vom 17....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Tagung widmet sich dem Thema Autonomes Fahren

21.11.2017 | Veranstaltungen

Neues Elektro-Forschungsfahrzeug am Institut für Mikroelektronische Systeme

21.11.2017 | Veranstaltungen

Raumfahrtkolloquium: Technologien für die Raumfahrt von morgen

21.11.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Wasserkühlung für die Erdkruste - Meerwasser dringt deutlich tiefer ein

21.11.2017 | Geowissenschaften

Eine Nano-Uhr mit präzisen Zeigern

21.11.2017 | Physik Astronomie

Zentraler Schalter

21.11.2017 | Biowissenschaften Chemie