Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Reformiertes Chemiestudium im zweiten Jahr

07.11.2000


Rostocker Fachbereich begrüßt mehr Studienanfänger

Es hat sich jetzt offenbar auch unter den Abiturienten herumgesprochen, dass die Rostocker Universität ein attraktives Chemiestudium bietet: Knapp 40 Studienanfänger haben sich zum Beginn des Wintersemesters neu eingeschrieben. "Das sind mehr, als manch einer der großen Chemie-Fachbereiche in Deutschland vorweist", sagt Professor Hartmut Oehme, bis vor kurzem Sprecher des Fachbereichs.

Ein Grund für den erfreulichen Zuwachs können die zurzeit recht guten Berufsaussichten für die Studienanfänger sein: Für 2005 wird ein Mangel an Chemie-Absolventen vorausgesagt. Doch spielen für die Chemiestudenten bei der Wahl ihres Faches Arbeitsmarktgesichtspunkte in der Regel keine große Rolle. So sind die Ursachen für das gestiegene Interesse vielleicht am ehesten hausgemacht: Als einer der bundesweit ersten hat der Rostocker Fachbereich den Diplomstudiengang bereits im letzten Jahr grundlegend reformiert.

In einem sechssemestrigen Basisstudium erfolgt nun die theoretische Ausbildung in den chemischen Kernfächern sowie in Biochemie und Ökologischer Chemie und Nebenfächern wie Toxikologie und Rechtskunde. Damit verbindet sich das Erlernen der experimentellen Grund-Fertigkeiten für das Arbeiten im Labor. Es steht den Studierenden offen, nach den ersten drei Jahren das Studium am Fachbereich mit dem international anerkannten Abschluss "Bachelor of Science" abzuschließen und direkt in die Berufstätigkeit zu gehen oder an eine andere Universität im In- oder Ausland zu wechseln. An das Basisstudium knüpft das viersemestrige Schwerpunktstudium an, in dem sich die Studierenden auf eine von vorerst vier Vertiefungen - Organische, Anorganische, Physikalische Chemie oder Umweltchemie - spezialisieren.

Dass diese Reform, die auch die Einführung studienbegleitender Prüfungen und eines Leistungspunktesystems umfasst, so schnell kam, hängt zu einem guten Teil mit der Evaluation zusammen. Vor drei Jahren untersuchte der Fachbereich die Qualität von Studium und Lehre und ließ sie durch Gutachter aus anderen Universitäten bewerten. Neben viel Lob für das Lehramtsstudium im Fach Chemie und die Organisation der Laborpraktika erhielt der Fachbereich auch Unterstützung für seine Idee, den Diplom-Studiengang zu reformieren. In einer Zielvereinbarung mit der Universitätsleitung legte sich der Fachbereich - neben weiteren Maßnahmen, mit denen er Konsequenzen aus der Evaluation zog - auf die Neustrukturierung des Studiums fest und setzte sie in kurzer Zeit um.

Bei allen Änderungen hat der Fachbereich an einer bewährten Stärke festgehalten: die intensive Begleitung der Studierenden vom ersten Semester bis zur Diplomarbeit. Der gute Kontakt zwischen den Lehrenden und den Studierenden bleibt, da ist sich Prof. Oehme sicher, auch bei den nun wieder größeren Studierendenzahlen erhalten.

Philipp Busch
Dezernat Studium und Lehre
T: 0381 498 1243

Dr.-Ing. Karl-Heinz Kutz | idw

Weitere Berichte zu: Chemiestudium Studienanfänger

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Zirkuläre RNA wird in Proteine übersetzt
24.03.2017 | Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft

nachricht Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen
24.03.2017 | Universität Bayreuth

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Im Focus: Fliegende Intensivstationen: Ultraschallgeräte in Rettungshubschraubern können Leben retten

Etwa 21 Millionen Menschen treffen jährlich in deutschen Notaufnahmen ein. Im Kampf zwischen Leben und Tod zählt für diese Patienten jede Minute. Wenn sie schon kurz nach dem Unfall zielgerichtet behandelt werden können, verbessern sich ihre Überlebenschancen erheblich. Damit Notfallmediziner in solchen Fällen schnell die richtige Diagnose stellen können, kommen in den Rettungshubschraubern der DRF Luftrettung und zunehmend auch in Notarzteinsatzfahrzeugen mobile Ultraschallgeräte zum Einsatz. Experten der Deutschen Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V. (DEGUM) schulen die Notärzte und Rettungsassistenten.

Mit mobilen Ultraschallgeräten können Notärzte beispielsweise innere Blutungen direkt am Unfallort identifizieren und sie bei Bedarf auch für Untersuchungen im...

Im Focus: Gigantische Magnetfelder im Universum

Astronomen aus Bonn und Tautenburg in Thüringen beobachteten mit dem 100-m-Radioteleskop Effelsberg Galaxienhaufen, das sind Ansammlungen von Sternsystemen, heißem Gas und geladenen Teilchen. An den Rändern dieser Galaxienhaufen fanden sie außergewöhnlich geordnete Magnetfelder, die sich über viele Millionen Lichtjahre erstrecken. Sie stellen die größten bekannten Magnetfelder im Universum dar.

Die Ergebnisse werden am 22. März in der Fachzeitschrift „Astronomy & Astrophysics“ veröffentlicht.

Galaxienhaufen sind die größten gravitativ gebundenen Strukturen im Universum, mit einer Ausdehnung von etwa zehn Millionen Lichtjahren. Im Vergleich dazu ist...

Im Focus: Giant Magnetic Fields in the Universe

Astronomers from Bonn and Tautenburg in Thuringia (Germany) used the 100-m radio telescope at Effelsberg to observe several galaxy clusters. At the edges of these large accumulations of dark matter, stellar systems (galaxies), hot gas, and charged particles, they found magnetic fields that are exceptionally ordered over distances of many million light years. This makes them the most extended magnetic fields in the universe known so far.

The results will be published on March 22 in the journal „Astronomy & Astrophysics“.

Galaxy clusters are the largest gravitationally bound structures in the universe. With a typical extent of about 10 million light years, i.e. 100 times the...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungen

Lebenswichtige Lebensmittelchemie

23.03.2017 | Veranstaltungen

Die „Panama Papers“ aus Programmierersicht

22.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rund 500 Fachleute aus Wissenschaft und Wirtschaft diskutierten über technologische Zukunftsthemen

24.03.2017 | Veranstaltungsnachrichten

Förderung des Instituts für Lasertechnik und Messtechnik in Ulm mit rund 1,63 Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise

TU-Bauingenieure koordinieren EU-Projekt zu Recycling-Beton von über sieben Millionen Euro

24.03.2017 | Förderungen Preise