Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

APAR bündelt Initiativen der Pflanzenforschung

09.09.2003


Wittgenstein-Preisträger Heribert Hirt unterstützt globales Projekt MASC



Fünf österreichische Forschungsgruppen an drei verschiedenen Instituten haben sich auf Initiative des Wittgenstein-Preisträgers 2001, Professor Heribert Hirt, zur Forschungsgemeinschaft APAR (Austrian Platform of Arabidopsis Research) zusammengeschlossen. APAR will einen bedeutenden Beitrag österreichischer Forscher zu einer globalen Offensive zur Erforschung molekularer Vorgänge bei Pflanzen leisten. Diese globalen Forschungen werden von MASC - The Multinational Arabidopsis Steering Committee - koordiniert, dem Prof. Hirt als einziges österreichisches Mitglied angehört.



"Arabidopsis, die Ackerschmalwand, dient als Modellorganismus für die Pflanzenforschung. Seit dem Jahr 2000 wissen wir, dass Arabidopsis 25.000 Gene hat - nicht viel weniger als der Mensch mit geschätzten 35.000. Die Funktionen, Wirkungsweisen und Interaktionen all dieser Gene zu erforschen, ist eine monumentale Aufgabe, die nur mit Hilfe der internationalen Koordination durch MASC gelöst werden kann. Durch die Abstimmung von Projekten unter APAR kann Österreich zu diesem Programm nun einen signifikanten Beitrag leisten, der weit über die Summe der einzelnen Projektergebnisse hinausgeht", so Hirt.

APAR befasst sich insbesondere mit den Funktionen von Genen, deren Rolle die Anpassung an geänderte Umweltbedingungen ist. So studiert das Team von Prof. Hirt am Institut für Mikrobiologie und Genetik der Universität Wien, wie das flüchtige Pflanzenhormon Ethylen in Reaktion auf Stress über bestimmte "molekulare Schalter" verschiedene Reaktionswege in Pflanzen aktiviert. Seine Instituts-Kollegin Dr. Claudia Jonak untersucht einen ganz bestimmten Stress - hohe Salzkonzentrationen des Bodens - und wie dieser über einen anderen Typ von "Schalter" Anpassungsreaktionen der Pflanze hervorruft.

Ergänzend zu diesen Projekten untersucht eine weitere Kollegin von Prof. Hirt, Dr. Irute Meskiene, die Rolle von potenziellen Gegenspielern der "molekularen Schalter". Diese sorgen dafür, dass die zunächst aktivierten Reaktionen nicht über das Ziel hinausschießen und so der Pflanze schaden. Denn bei diesen "molekularen Schaltern" handelt es sich um zentrale Moleküle, die wichtige Proteine des Zellstoffwechsels regulieren und somit eine kaskadenartige Reaktionskette provozieren können.

APAR umfasst zusätzlich Projekte an der Universität für Bodenkultur (Dr. Maria-Theres Hauser) - über die Zellteilung bei Pflanzen - und am Gregor-Mendel-Institut für Molekulare Pflanzenbiologie der Akademie der Wissenschaften (Dr. Karel Riha), das sich mit der Chromosomenstabilität in Pflanzen beschäftigt. Mit Fertigstellung des im Bau befindlichen Gregor-Mendel-Instituts am Campus Vienna Biocenter im Jahr 2005 wird auch eine Erweiterung von APAR angestrebt. Hirt hofft, dass APAR innerhalb der nächsten zwei Jahre zehn Gruppen umfassen wird.

Hubert Thurnhofer | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.fwf.ac.at/de/press/pflanzen.html

Weitere Berichte zu: APAR Gen Gregor-Mendel-Institut Pflanzenforschung Stress

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Krebsdiagnostik: Pinkeln statt Piksen?
25.05.2018 | Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

nachricht Kugelmühlen statt Lösungsmittel: Nanographene mit Mechanochemie
25.05.2018 | Technische Universität Dresden

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

Je mehr die Elektronik Autos lenkt, beschleunigt und bremst, desto wichtiger wird der Schutz vor Cyber-Angriffen. Deshalb erarbeiten 15 Partner aus Industrie und Wissenschaft in den kommenden drei Jahren neue Ansätze für die IT-Sicherheit im selbstfahrenden Auto. Das Verbundvorhaben unter dem Namen „Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 7,2 Millionen Euro gefördert. Infineon leitet das Projekt.

Bereits heute bieten Fahrzeuge vielfältige Kommunikationsschnittstellen und immer mehr automatisierte Fahrfunktionen, wie beispielsweise Abstands- und...

Im Focus: Powerful IT security for the car of the future – research alliance develops new approaches

The more electronics steer, accelerate and brake cars, the more important it is to protect them against cyber-attacks. That is why 15 partners from industry and academia will work together over the next three years on new approaches to IT security in self-driving cars. The joint project goes by the name Security For Connected, Autonomous Cars (SecForCARs) and has funding of €7.2 million from the German Federal Ministry of Education and Research. Infineon is leading the project.

Vehicles already offer diverse communication interfaces and more and more automated functions, such as distance and lane-keeping assist systems. At the same...

Im Focus: Mit Hilfe molekularer Schalter lassen sich künftig neuartige Bauelemente entwickeln

Einem Forscherteam unter Führung von Physikern der Technischen Universität München (TUM) ist es gelungen, spezielle Moleküle mit einer angelegten Spannung zwischen zwei strukturell unterschiedlichen Zuständen hin und her zu schalten. Derartige Nano-Schalter könnten Basis für neuartige Bauelemente sein, die auf Silizium basierende Komponenten durch organische Moleküle ersetzen.

Die Entwicklung neuer elektronischer Technologien fordert eine ständige Verkleinerung funktioneller Komponenten. Physikern der TU München ist es im Rahmen...

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Im Fokus: Klimaangepasste Pflanzen

25.05.2018 | Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Berufsausbildung mit Zukunft

25.05.2018 | Unternehmensmeldung

Untersuchung der Zellmembran: Forscher entwickeln Stoff, der wichtigen Membranbestandteil nachahmt

25.05.2018 | Interdisziplinäre Forschung

Starke IT-Sicherheit für das Auto der Zukunft – Forschungsverbund entwickelt neue Ansätze

25.05.2018 | Informationstechnologie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics