Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Altersforschung: Internationales Experten-Forum im Web

03.09.2003


Deutsche Labors beteiligen sich an der Wissens-Plattform SAGE.KE



Von der Alzheimer-Krankheit über Verschleißerscheinungen und schwindende Immunkräfte im Alter bis hin zu den genetischen Grundlagen der Langlebigkeit: Zu unterschiedlichen Fragen der Altersforschung werden Wissenschaftler aus zehn medizinischen und biowissenschaftlichen Labors in Deutschland von jetzt an systematisch Erkenntnisse und Hintergrundinformationen sammeln und sie für die Fachwelt aufbereiten. Das Projekt ist Teil des internationalen Forschungsprogramms SAGE.KE. Der deutsche Beitrag dazu wird vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft finanziert und von der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) koordiniert.



SAGE.KE ("Science of Aging/Knowledge Environment") ist der Name eines Wissensmanagement-Portals im Internet, das Forschern in aller Welt umfangreiches Informationsmaterial zum Thema Altern zur Verfügung stellen soll. Initiiert wurde diese virtuelle Recherche- und Diskussionsplattform von der amerikanischen Fachzeitschrift Science. Betreut von einem amerikanischen Koordinatoren-Team, ging SAGE.KE bereits im Oktober 2001 ans Netz. Jetzt soll das Altersforschungs-Netzwerk auf England, Schweden, Italien, Singapur, Japan, China und Deutschland ausgeweitet werden. Für die deutsche Teilnahme gab jetzt die Genehmigung der nötigen Fördermittel durch den Stifterverband den Startschuss.

Als Koordinatorin der deutschen SAGE-Labors ist die GBF-Mitarbeiterin und promovierte Biologin Dr. Evi Wollscheid-Lengeling mit der redaktionellen Bearbeitung der wissenschaftlichen Beiträge betraut. Sie wird die Inhalte mit den Betreibern der Plattform in den USA abstimmen. Die wissenschaftliche Gesamtbetreuung des Projektes in Deutschland liegt bei Dr. Klaus Schughart und Dr. Rolf-Joachim Müller, die ebenfalls beide bei der GBF tätig sind.

"Die Lebenserwartung in den Industriestaaten steigt kontinuierlich, die Altersstruktur der Bevölkerung verschiebt sich", erklärt der wissenschaftliche Geschäftsführer der GBF, Prof. Dr. Rudi Balling, "die biologischen Prozesse des Alterns rücken daher immer mehr in den Blickpunkt des allgemeinen Interesses. Ich freue mich, dass wir jetzt ein derart zukunftsweisendes Forschungsprogramm betreuen. Wir wollen SAGE.KE zu einem schnellen, weltumspannenden Instrument der Kommunikation zwischen hoch qualifizierten wissenschaftlichen Arbeitsgruppen ausbauen."


Das Web-Portal des internationalen SAGE.KE-Projekts kann unter http://sageke.sciencemag.org aufgerufen werden. Das Login ist allerdings kostenpflichtig.

Eine frei zugängliche Internet-Seite zum deutschen SAGE-Beitrag ist vor kurzem unter www.gbf.de/sage online gegangen.

Thomas Gazlig | idw
Weitere Informationen:
http://sageke.sciencemag.org
http://www.gbf.de/sage
http://www.stifterverband.de

Weitere Berichte zu: Altern Altersforschung Experten-Forum SAGE Stifterverband

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Wie Reize auf dem Weg ins Bewusstsein versickern
22.09.2017 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Lebendiges Gewebe aus dem Drucker
22.09.2017 | Universitätsklinikum Freiburg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: The pyrenoid is a carbon-fixing liquid droplet

Plants and algae use the enzyme Rubisco to fix carbon dioxide, removing it from the atmosphere and converting it into biomass. Algae have figured out a way to increase the efficiency of carbon fixation. They gather most of their Rubisco into a ball-shaped microcompartment called the pyrenoid, which they flood with a high local concentration of carbon dioxide. A team of scientists at Princeton University, the Carnegie Institution for Science, Stanford University and the Max Plank Institute of Biochemistry have unravelled the mysteries of how the pyrenoid is assembled. These insights can help to engineer crops that remove more carbon dioxide from the atmosphere while producing more food.

A warming planet

Im Focus: Hochpräzise Verschaltung in der Hirnrinde

Es ist noch immer weitgehend unbekannt, wie die komplexen neuronalen Netzwerke im Gehirn aufgebaut sind. Insbesondere in der Hirnrinde der Säugetiere, wo Sehen, Denken und Orientierung berechnet werden, sind die Regeln, nach denen die Nervenzellen miteinander verschaltet sind, nur unzureichend erforscht. Wissenschaftler um Moritz Helmstaedter vom Max-Planck-Institut für Hirnforschung in Frankfurt am Main und Helene Schmidt vom Bernstein-Zentrum der Humboldt-Universität in Berlin haben nun in dem Teil der Großhirnrinde, der für die räumliche Orientierung zuständig ist, ein überraschend präzises Verschaltungsmuster der Nervenzellen entdeckt.

Wie die Forscher in Nature berichten (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005), haben die...

Im Focus: Highly precise wiring in the Cerebral Cortex

Our brains house extremely complex neuronal circuits, whose detailed structures are still largely unknown. This is especially true for the so-called cerebral cortex of mammals, where among other things vision, thoughts or spatial orientation are being computed. Here the rules by which nerve cells are connected to each other are only partly understood. A team of scientists around Moritz Helmstaedter at the Frankfiurt Max Planck Institute for Brain Research and Helene Schmidt (Humboldt University in Berlin) have now discovered a surprisingly precise nerve cell connectivity pattern in the part of the cerebral cortex that is responsible for orienting the individual animal or human in space.

The researchers report online in Nature (Schmidt et al., 2017. Axonal synapse sorting in medial entorhinal cortex, DOI: 10.1038/nature24005) that synapses in...

Im Focus: Tiny lasers from a gallery of whispers

New technique promises tunable laser devices

Whispering gallery mode (WGM) resonators are used to make tiny micro-lasers, sensors, switches, routers and other devices. These tiny structures rely on a...

Im Focus: Wundermaterial Graphen: Gewölbt wie das Polster eines Chesterfield-Sofas

Graphen besitzt extreme Eigenschaften und ist vielseitig verwendbar. Mit einem Trick lassen sich sogar die Spins im Graphen kontrollieren. Dies gelang einem HZB-Team schon vor einiger Zeit: Die Physiker haben dafür eine Lage Graphen auf einem Nickelsubstrat aufgebracht und Goldatome dazwischen eingeschleust. Im Fachblatt 2D Materials zeigen sie nun, warum dies sich derartig stark auf die Spins auswirkt. Graphen kommt so auch als Material für künftige Informationstechnologien infrage, die auf der Verarbeitung von Spins als Informationseinheiten basieren.

Graphen ist wohl die exotischste Form von Kohlenstoff: Alle Atome sind untereinander nur in der Ebene verbunden und bilden ein Netz mit sechseckigen Maschen,...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungen

Internationale Konferenz zum Biomining ab Sonntag in Freiberg

22.09.2017 | Veranstaltungen

Die Erde und ihre Bestandteile im Fokus

21.09.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

11. BusinessForum21-Kongress „Aktives Schadenmanagement"

22.09.2017 | Veranstaltungsnachrichten

DFG bewilligt drei neue Forschergruppen und eine neue Klinische Forschergruppe

22.09.2017 | Förderungen Preise

Lebendiges Gewebe aus dem Drucker

22.09.2017 | Biowissenschaften Chemie