Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Legasthenie ist Gendefekt

27.08.2003


Finnische Forscher auf der Spur der Leseschwäche



Legasthenie tritt in manchen Familien gehäuft auf. Finnische Forscher haben nun herausgefunden, dass die Ursache möglicherweise in den Genen liegt und damit vererblich ist. Das berichten die Forscher im Wissenschaftsmagazin Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS).

... mehr zu:
»Gen »Hirnhälfte »Legasthenie


Jeder zehnte ist nach Angaben der Forscher von Lese- und Schreibschwierigkeiten betroffen. Das Forscherteam um Juha Kere vom Karolinska Institut an der Universität von Helsinki gibt dem Gen DYXC1 die Schuld an der Legasthenie. Bei Untersuchungen von 20 finnischen Familien, in denen diese Störungen auftraten, war gehäuft ein Fehler in diesem Gen bemerkbar, berichtet BBC-Online. In einem Fall war das Gen unterbrochen, in einem anderen Fall enthielt es ein Stop-Signal an der falschen Stelle, so dass das Ablesen der genetischen Information vorzeitig abgebrochen wird. Die Wissenschaftler sind überzeugt davon, dass es aber noch weitere Gene gibt, die für die Lese- und Schreibschwäche verantwortlich sind. "Wir schließen aus unseren Untersuchungen, dass DYXC1 als Kadidaten-Gen für angeborene Legasthenie gesehen werden soll", erklärt Kere.

Kere zeigt sich zuversichtlich, dass die Entdeckungen auch zur Entwicklung neuer Methoden verwendet werden können. Ein Gentest könnte frühzeitig auf Legasthenie hinweisen und Medikamente könnten den genetischen Fehler ausgleichen. Bisher waren Forscher davon ausgegangen, dass Legasthenie auf einer "veränderten Informationsverarbeitung" im Gehirn basiert: Bei manchen Menschen werden die Informationen in anderen Hirnregionen verarbeitet. Andere Studien haben darauf hingewiesen, dass Legastheniker die rechte Hirnhälfte zum Lesen verwenden, während "normale Menschen" die linke Hirnhälfte verwenden. Hinweise auf eine genetische Komponente habe es schon seit längerem gegeben.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.cs.helsinki.fi
http://news.bbc.co.uk

Weitere Berichte zu: Gen Hirnhälfte Legasthenie

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen
23.05.2017 | CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

nachricht Mikro-Lieferservice für Dünger
23.05.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie