Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Nukleinsäure-Interaktionen unter der Lupe

07.08.2003



Eine markierungsfeie und direkte Methode zur Analyse einer erfolgreichen und stabilen Hybridisierung / Wechselwirkung von Nukleinsäuren ist mit dem Prinzip der Oberflächenplasmonresonanz (SPR: surface plasmon resonance) möglich.


Bei Hybridisierungsexperimenten mit Nukleinsäuren sind folgende Parameter von grossem Interesse:

  • Länge und Sequenz der zu hybridisierenden Nukleinsäuren

  • der Einfluss von Basenaustauschen bzw. Punktmutationen
  • die Zusammensetzung des Hybridisierungspuffers
  • und die Hybridisierungstemperatur.

Das BIA-Detektionssystem (BIA: biomolecular interaction analysis) besteht aus einem Sensor-Chip, der mit einer biospezifischen Oberfläche versehen ist, einem optischen System für die Erzeugung und Detektion des SPR-Signals und einem integrierten Mikrofluss-System, dass den Transport der Proben über die Sensoroberfläche kontrolliert. Über einen Autosampler können die Proben automatisch in das Fluss-System injiziert werden, so dass Reihenanalysen möglich sind. Eine mit einem Ankermolekül versehene, einzelsträngige DNA oder RNA kann in einem einfachen Schritt hochreproduzierbar über ein Fängermolekül auf den Sensorchip-Oberflächen immobilisiert werden.

Mit diesen Nukleinsäurechips können nicht nur Hybridisierungsexperimente mit komplementären natürlichen Nukleinsäuren, sondern auch mit Oligonukeotiden aus modifizierten, künstlichen Nukleinsäurederivaten (z.B. PNA - peptide nucleic acid) durchgeführt werden. Dadurch sind sehr schnelle Vergleiche der Bindungseigenschaften von natürlichen und synthetisch veränderten Nukleinsäuren möglich.

Ein spezifischer Nachweis einzelsträngiger Nukleinsäuren kann in komplexen Seren für therapeutische oder diagnostische Zwecke durchgeführt werden. Für die Detektion von Oligonukleotiden aus humanen Seren hat die Biaffin GmbH & Co KG eine Methode zur Quantifizierung unbekannter DNA-Mengen entwickelt.

Die BIA-Chiptechnologie mit Nukleinsäuren gestattet ein schnelles Screening von PCR-Proben auf Amplifikation gesuchter genomischer Sequenzen. Bindungsstudien bestimmter Nukleinsäurekomplexe bei HIV (auf DNA und RNA-Ebene) werden ermöglicht.

Ein weiteres Untersuchungsfeld sind Nukleinsäure-Protein-Wechselwirkungen. Die BIA-Technologie kann bei der Aufklärung von Bindungsmotiven von Nukleinsäure-bindenden Proteinen wie Transkriptionsfaktoren sowohl auf der Nukleinsäure- als auch auf der Proteinebene wertvolle Informationen liefern.

Mit der BIA-Technologie ist die Ermittlung der kinetischen Daten einer Interaktion (Assoziations- und Dissoziationsgeschwindigkeitskonstanten sowie Affinitäten) genauso wie eine hochempfindliche Konzentrationsbestimmung einzelner Komponenten unter geringem Probenverbrauch markierungsfrei möglich.

Kontakt:

Dr. Stephan Drewianka
Application specialist
BIAFFIN GmbH & Co KG
Biomolecular Interaction Analyses
Heinrich-Plett-Str. 40,D-34109 Kassel
Tel.+Fax: +49 (0) 7000 2423346
mailto: drewianka@biaffin.dedrewianka@biaffin.de

Dr. Stephan Drewianka | Biaffin
Weitere Informationen:
http://www.biaffin.de

Weitere Berichte zu: BIA-Technologie DNA Detektion Nukleinsäure Sequenz

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Diabetesforschung: Neuer Mechanismus zur Regulation des Insulin-Stoffwechsels gefunden
06.12.2016 | Universität Osnabrück

nachricht Was nach der Befruchtung im Zellkern passiert
06.12.2016 | Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Weiterbildung zu statistischen Methoden in der Versuchsplanung und -auswertung

06.12.2016 | Seminare Workshops

Bund fördert Entwicklung sicherer Schnellladetechnik für Hochleistungsbatterien mit 2,5 Millionen

06.12.2016 | Förderungen Preise

Innovationen für eine nachhaltige Forstwirtschaft

06.12.2016 | Agrar- Forstwissenschaften