Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Hochviskose Polyamide für das Blasformen entwickelt

27.03.2001


Dank der hohen

Schmelzesteifigkeit kann Durethan® KU2-2140/15 H2.0 im

Extrusionsblasformverfahren verarbeitet werden. Die Dieburger ABC

Automobil-Formteile GmbH stellt aus dem Bayer-Polyamid das Ladeluftrohr des

neuen Ford Mondeo her.
Foto: Bayer

AG


Komplexe dreidimensionale Hohlkörper aus Kunststoff für denMotorraum:

Bayer hat verzweigte, glasfaserverstärkte Polyamid-Typen entwickelt, die dank ihrer hohen Schmelzesteifigkeit im Extrusionsblasformverfahren verarbeitet werden können. Sie eignen sich besonders zur wirtschaftlichen Produktion komplexer dreidimensionaler Hohlkörper und geben Konstrukteuren große Designfreiheiten. "Mit diesen Polyamid-Varianten zielen wir besonders auf Anwendungen im Pkw- und Lkw-Motorraum", erklärte Dr. Detlev Joachimi, Spezialist für teilkristalline Thermoplaste in der Forschung des Geschäftsbereichs Kunststoffe. Eine der neuen Einstellungen hat ihre "Feuertaufe" im Serieneinsatz bereits bestanden. So wird das Ladeluftrohr im neuen Ford Mondeo von der Dieburger ABC Automobil-Formteile GmbH aus Durethan® KU2-2140/15 H2.0 gefertigt.

Bei diesem Materialtyp handelt es sich um ein mit 15 Prozent Glasfasern verstärktes Polyamid 6, das speziell zur Produktion luftführender Teile im Motorraum konzipiert ist. Hierzu zählen etwa Luftführungen für Turbolader (kalte Seite) und Klimaanlagen sowie Resonatoren für Luftansaugsysteme in Lkw und Pkw.

Speziell für hoch belastete Bauteile des Kühlkreislaufes haben die Bayer-Experten Durethan® KU 2-2240/25 H2.0 maßgeschneidert. Das Polyamid 66 mit 25 Prozent Glasfaseranteil zeichnet sich durch eine bestmögliche Beständigkeit gegen Glykol-Wasser-Gemische aus und verliert bei thermischer Dauerbelastung kaum an Schlagzähigkeit, Festigkeit und Steifigkeit. Ein weiteres Plus: Die Schmelze erstarrt langsamer als bei herkömmlichen glasfaserverstärkten Polyamid 66-Typen. Das Material ist daher besonders zur Produktion komplizierter dreidimensionaler Formteile prädestiniert. Es lässt sich einfach durch herkömmliches Blasformen und durch 3D-Verfahren mit Schlauchmanipulation verarbeiten. Besonders eignet es sich für das neue Saugblasverfahren. Weiterhin bietet der Werkstoff ein Höchstmaß an Integrationspotential und ergibt gleichmäßige Oberflächen und gute Quetschnahtqualitäten.

Bayer geht davon aus, dass noch in diesem Jahr Kühlkreislaufrohre zum Serieneinsatz kommen, die durch Blasformen von Durethan KU 2-2240/25 H2.0 hergestellt sind. Sie werden weltweit die ersten Blasformteile aus Polyamid 66 in diesem Anwendungssegment sein. Vorausgegangen waren im Geschäftsbereich Kunststoffe umfangreiche Langzeittests (2 900 Stunden) mit verschiedenen Glykol-Wasser-Gemischen bei 130 °C. Dabei hatten Berstdruck- und Druckimpulsprüfungen die ausgezeichnete Dauerbelastbarkeit des neuen Polyamid-Typs bestätigt.

Beide neuen Polyamid-Varianten sind mit der Wärmestabilisierung H2.0 ausgerüstet und daher auch den erhöhten Temperaturanforderungen künftiger Motormodelle gewachsen. Über ihre mechanisch-physikalischen Eigenschaften und ihre Verarbeitung informieren die Anwendungstechnischen Informationen ATI 5307 "Neue Durethan-Typen für Extrusion und Extrusionsblasformen" und ATI 1139 "Komplexe Hohlkörper für den Motorraum", die in deutscher und englischer Fassung kostenlos unter der Faxnummer +49 0214 30-61277 bei Bayer erhältlich sind.


Hinweis:

Genannte Produktnamen sind überwiegend eingetragene Marken. Möglicherweise gelten in anderen Ländern andere Markennamen für die Produkte - sofern diese erhältlich sind.

|

Weitere Berichte zu: Blasformen Hohlkörper Kunststoff Polyamid

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht «Schwangere» Stubenfliegenmännchen zeigen Evolution der Geschlechtsbestimmung
23.05.2017 | Universität Zürich

nachricht Goldene Hilfe gegen Hautkrankheiten
23.05.2017 | Hochschule Ostwestfalen-Lippe

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Im Focus: XENON1T: Das empfindlichste „Auge“ für Dunkle Materie

Gemeinsame Meldung des MPI für Kernphysik Heidelberg, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg, der Johannes Gutenberg-Universität Mainz und der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster

„Das weltbeste Resultat zu Dunkler Materie – und wir stehen erst am Anfang!“ So freuen sich Wissenschaftler der XENON-Kollaboration über die ersten Ergebnisse...

Im Focus: World's thinnest hologram paves path to new 3-D world

Nano-hologram paves way for integration of 3-D holography into everyday electronics

An Australian-Chinese research team has created the world's thinnest hologram, paving the way towards the integration of 3D holography into everyday...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

Branchentreff für IT-Entscheider - Rittal Praxistage IT in Stuttgart und München

22.05.2017 | Veranstaltungen

Flugzeugreifen – Ähnlich wie PKW-/LKW-Reifen oder ganz verschieden?

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Myrte schaltet „Anstandsdame“ in Krebszellen aus

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

22.05.2017 | Physik Astronomie

Wie sich das Wasser in der Umgebung von gelösten Molekülen verhält

22.05.2017 | Biowissenschaften Chemie