Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Rezeptor des Dengue Virus identifiziert

21.07.2003


Jahrelang und weltweit haben Forscher nach einem entscheidenden Zellrezeptor des Dengue Virus gesucht. Zwei Forschergruppen des Pasteur Institutes ist es nun gelungen, diesen Rezeptor zu identifizieren.

... mehr zu:
»DC-SIGN »Dengue »Infektion »Rezeptor »Virus

Diese Entdeckung bedeutet einen wichtigen Fortschritt beim Verständnis dieser Erkrankung, an der jährlich 60 bis 100 Millionen Menschen leiden. Sie eröffnet auch einen neuen Weg für die Entwicklung spezifischer Behandlungen, die bis zum heutigen Tage nicht existierten.

Das Virus wird durch eine Mücke, die Aedes aegypti, übertragen. In der Haut eingenistet, interagiert es mit besonderen Zellen des Immunsystems, den sogenannten dendritischen Zellen, die als Zielzellen des Virus angesehen werden. Die Wissenschaftler haben die Membrane dieser Zielzellen erforscht und haben erklärt, dass die sogenannten DC-SIGN Moleküle als Rezeptor für das Dengue Virus wirken. Die dendritischen Zellen nehmen die Antigene mit Hilfe des DC-SIGN Rezeptors auf, setzen sie frei und verbreiten sie danach im gesamten Organismus. Das Dengue Virus wurde von der Trägermücke durch Glykolisierung (Zusatz von Kohlenhydraten) der Proteinhülle modifiziert. Das veränderte Virus tritt nun mit den dentritischen Zellen in Kontakt.


Die Forscher haben nachgewiesen, dass die Erkennung der glykolysierten Hülle durch den DC-SIGN Rezeptor für die Infektion erforderlich ist. Daraus wurde geschlußfolgert, dass monoklonale anti-DC-SIGN Antikörper oder eine wasserlösliche Form des Rezeptors die Infektionen um mehr als 90 Prozent senken können. Des Weiteren haben sie andere Zellarten, durch das Auftreten von DC-SIGN an ihren Oberflächen, gegenüber der Infektion zu permissiven Zellen gemacht.

Selbst wenn diese Ergebnisse erst noch in vivo bestätigt werden müssen, so bedeuten sie bereits jetzt einen wichtigen Fortschritt für das Verständnis dieser Erkrankung. Da der DC-SIGN Rezeptor ganz am Anfang der Infektion eingreift, stellt diese Entdeckung einen ersten Schritt zum Verständnis und zur eventuellen Blockierung dieser Infektion dar.

Kontakt:

Fernando Arenzana-Seisdedos, farenzan@pasteur.fr
Philippe Desprès, pdespres@pasteur.fr

Gabrielle Fréhaut | Wissenschaft-Frankreich
Weitere Informationen:
http://www.pasteur.fr

Weitere Berichte zu: DC-SIGN Dengue Infektion Rezeptor Virus

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Konventionelle Antibiotika-Therapie ergänzen
24.05.2018 | Goethe-Universität Frankfurt am Main

nachricht Bauchfett produziert Stoff, der Insulinresistenz und Entzündungen begünstigt
24.05.2018 | Deutsches Zentrum für Diabetesforschung

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Molecular switch will facilitate the development of pioneering electro-optical devices

A research team led by physicists at the Technical University of Munich (TUM) has developed molecular nanoswitches that can be toggled between two structurally different states using an applied voltage. They can serve as the basis for a pioneering class of devices that could replace silicon-based components with organic molecules.

The development of new electronic technologies drives the incessant reduction of functional component sizes. In the context of an international collaborative...

Im Focus: GRACE Follow-On erfolgreich gestartet: Das Satelliten-Tandem dokumentiert den globalen Wandel

Die Satellitenmission GRACE-FO ist gestartet. Am 22. Mai um 21.47 Uhr (MESZ) hoben die beiden Satelliten des GFZ und der NASA an Bord einer Falcon-9-Rakete von der Vandenberg Air Force Base (Kalifornien) ab und wurden in eine polare Umlaufbahn gebracht. Dort nehmen sie in den kommenden Monaten ihre endgültige Position ein. Die NASA meldete 30 Minuten später, dass der Kontakt zu den Satelliten in ihrem Zielorbit erfolgreich hergestellt wurde. GRACE Follow-On wird das Erdschwerefeld und dessen räumliche und zeitliche Variationen sehr genau vermessen. Sie ermöglicht damit präzise Aussagen zum globalen Wandel, insbesondere zu Änderungen im Wasserhaushalt, etwa dem Verlust von Eismassen.

Potsdam, 22. Mai 2018: Die deutsch-amerikanische Satellitenmission GRACE-FO (Gravity Recovery And Climate Experiment Follow On) ist erfolgreich gestartet. Am...

Im Focus: Faserlaser mit einstellbarer Wellenlänge

Faserlaser sind ein effizientes und robustes Werkzeug zum Schweißen und Schneiden von Metallen beispielsweise in der Automobilindustrie. Systeme bei denen die Wellenlänge des Laserlichts flexibel einstellbar ist, sind für spektroskopische Anwendungen und die Medizintechnik interessant. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Leibniz-Instituts für Photonische Technologien (Leibniz-IPHT) haben, im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekts „FlexTune“, ein neues Abstimmkonzept realisiert, das erstmals verschiedene Emissionswellenlängen voneinander unabhängig und zeitlich synchron erzeugt.

Faserlaser bieten im Vergleich zu herkömmlichen Lasern eine höhere Strahlqualität und Energieeffizienz. Integriert in einen vollständig faserbasierten...

Im Focus: LZH zeigt Lasermaterialbearbeitung von morgen auf der LASYS 2018

Auf der LASYS 2018 zeigt das Laser Zentrum Hannover e.V. (LZH) vom 5. bis zum 7. Juni Prozesse für die Lasermaterialbearbeitung von morgen in Halle 4 an Stand 4E75. Mit gesprengten Bombenhüllen präsentiert das LZH in Stuttgart zudem erste Ergebnisse aus einem Forschungsprojekt zur zivilen Sicherheit.

Auf der diesjährigen LASYS stellt das LZH lichtbasierte Prozesse wie Schneiden, Schweißen, Abtragen und Strukturieren sowie die additive Fertigung für Metalle,...

Im Focus: Achema 2018: Neues Kamerasystem überwacht Destillation und hilft beim Energiesparen

Um chemische Gemische in ihre Einzelbestandteile aufzutrennen, ist in der Industrie die energieaufwendige Destillation gängig, etwa bei der Raffinerie von Rohöl. Forscher der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK) entwickeln ein Kamerasystem, das diesen Prozess überwacht. Dabei misst es, ob es zu einer starken Tropfenbildung kommt, was sich negativ auf die Trennung der Komponenten auswirken kann. Die Technik könnte hier künftig automatisch gegensteuern, wenn sich Messwerte ändern. So ließe sich auch Energie einsparen. Auf der Prozesstechnik-Messe Achema in Frankfurt stellen sie die Technik vom 11. bis 15. Juni am Forschungsstand des Landes Rheinland-Pfalz (Halle 9.2, Stand A86a) vor.

Bei der Destillation werden Flüssigkeiten durch Verdampfen und darauffolgende Kondensation des Dampfes in ihre Bestandteile getrennt. Ein bekanntes Beispiel...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

Größter Astronomie-Kongress kommt nach Wien

24.05.2018 | Veranstaltungen

22. Business Forum Qualität: Vom Smart Device bis zum Digital Twin

22.05.2018 | Veranstaltungen

48V im Fokus!

21.05.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Neuer Ansatz im Kampf gegen Prostatakrebs entdeckt

24.05.2018 | Medizin Gesundheit

Konventionelle Antibiotika-Therapie ergänzen

24.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Vom Stroh zum Energieträger: Eintopf-Rezept für Wasserstoffgewinnung

24.05.2018 | Biowissenschaften Chemie

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics