Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Steuerung der Löslichkeit von Cyclodextrinkomplexen

20.05.2003


Cyclodextrin ist eine chemische Verbindung, für die es eine Vielzahl von Anwendungsmöglichkeiten gibt. Das Spektrum reicht von wasserlöslichen Pharmazeutika und Kosmetika bis zu Herbiziden und Pestiziden. Zur Verbesserung der Löslichkeitseigenschaften von Chemikalien auf Cyclodextrinbasis entwickelte eine Forschungsgruppe ein neues Verfahren für deren Synthese.



Cyclodextrine bestehen aus Glucoseeinheiten, die aufgrund ihrer dreidimensionalen Anordnung Einschlusskomplexe mit verschiedenen organischen Verbindungen bilden können. Darüber hinaus können sie komplexe kleine Moleküle bilden, die nicht leicht in Wasser absorbiert werden und zugleich löslich bleiben. In Abhängigkeit von der Anzahl der Glucoseeinheiten unterscheidet man zwischen Alpha-, Beta- und Gamma-Cyclodextrinen.



In einer ganz speziellen Reaktion wird von amylolytischen Enzymen, die aus Bakterien gewonnen werden, Stärke abgebaut. Mit Hilfe einer geeigneten organischen Lösung, die einen nicht löslichen Komplex mit dem Cyclodextrin bildet, wird daraus schließlich das Cyclodextrin isoliert. Bislang gab es zahlreiche Schwierigkeiten mit der selektiven chemischen Funktionalität von Cyclodextrinen an der primären Hydroxylgruppe. Diese wurden in einer kürzlich durchgeführten Forschungsarbeit erfolgreich behoben, indem ein sehr spezieller Prozess entwickelt wurde, bei dem ein bestimmtes Reagens zur Anwendung kommt.

Konkret handelt es sich dabei um einen einfachen, einstufigen Prozess, bei dem billige Vorstufensubstanzen (Precursor) verwendet werden, und der zu b-Cyclodextrin-Komplexen mit einer Ausbeute von bis zu 50% führen kann. Dabei kann ein Universal-Linker, der Wasser absorbieren kann und zum Pfropfen verschiedener organischer Derivate auf den Cyclodextrin-Core verwendet wird, die Funktionalität dieser Systeme verbessern. Als Konsequenz daraus könnte sich auch die Löslichkeit von Medikamenten auf Cyclodextrinbasis - z.B. der krebshemmenden Wirkstoffe aus der Femilie der Taxane - erheblich verbessern.

Die bessere Löslichkeit aller chemischen oder organischen Wirkstoffe wird als sehr wichtige Voraussetzung für die Entwicklung von Technologien für wirksame Arzneimittel angesehen. Daneben kann das patentierte Verfahren auch in der Entwicklung von Systemen zur gezielten Verabreichung von Medikamenten und von Hilfsmitteln zur Erforschung von Protein-Kohlehydrat-Wechselwirkungen zur Anwendung kommen.

Kontaktangaben
DALE, ROCHE


135 Boulevard Saint Michel
75005
Paris
FRANCE
Tel: +33-1-40510090
Fax: +33-1-40517858
E-Mmail: frinnov@fist.fr

| Cordis Technologie-Marktplatz
Weitere Informationen:
http://www.frinnov.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Auf der molekularen Streckbank
24.02.2017 | Technische Universität München

nachricht Sicherungskopie im Zentralhirn: Wie Fruchtfliegen ein Ortsgedächtnis bilden
24.02.2017 | Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: „Vernetzte Autonome Systeme“ von acatech und DFKI auf der CeBIT

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Kooperation mit der Deutschen Messe AG vernetzte Autonome Systeme. In Halle 12 am Stand B 63 erwarten die Besucherinnen und Besucher unter anderem Roboter, die Hand in Hand mit Menschen zusammenarbeiten oder die selbstständig gefährliche Umgebungen erkunden.

Auf der IT-Messe CeBIT vom 20. bis 24. März präsentieren acatech – Deutsche Akademie der Technikwissenschaften und das Deutsche Forschungszentrum für...

Im Focus: Kühler Zwerg und die sieben Planeten

Erdgroße Planeten mit gemäßigtem Klima in System mit ungewöhnlich vielen Planeten entdeckt

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden-...

Im Focus: Mehr Sicherheit für Flugzeuge

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem totalen Triebwerksausfall zum Einsatz kommt, um den Piloten ein sicheres Gleiten zu einem Notlandeplatz zu ermöglichen, und ein Assistenzsystem für Segelflieger, das ihnen das Erreichen größerer Höhen erleichtert. Präsentiert werden sie von Prof. Dr.-Ing. Wolfram Schiffmann auf der Internationalen Fachmesse für Allgemeine Luftfahrt AERO vom 5. bis 8. April in Friedrichshafen.

Zwei Entwicklungen am Lehrgebiet Rechnerarchitektur der FernUniversität in Hagen können das Fliegen sicherer machen: ein Flugassistenzsystem, das bei einem...

Im Focus: HIGH-TOOL unterstützt Verkehrsplanung in Europa

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt sich bewerten, wie verkehrspolitische Maßnahmen langfristig auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt wirken. HIGH-TOOL ist ein frei zugängliches Modell mit Modulen für Demografie, Wirtschaft und Ressourcen, Fahrzeugbestand, Nachfrage im Personen- und Güterverkehr sowie Umwelt und Sicherheit. An dem nun erfolgreich abgeschlossenen EU-Projekt unter der Koordination des KIT waren acht Partner aus fünf Ländern beteiligt.

Forschung am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) unterstützt die Europäische Kommission bei der Verkehrsplanung: Anhand des neuen Modells HIGH-TOOL lässt...

Im Focus: Zinn in der Photodiode: nächster Schritt zur optischen On-Chip-Datenübertragung

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium allein – die stoffliche Basis der Chip-Produktion – sind als Lichtquelle kaum geeignet. Jülicher Physiker haben nun gemeinsam mit internationalen Partnern eine Diode vorgestellt, die neben Silizium und Germanium zusätzlich Zinn enthält, um die optischen Eigenschaften zu verbessern. Das Besondere daran: Da alle Elemente der vierten Hauptgruppe angehören, sind sie mit der bestehenden Silizium-Technologie voll kompatibel.

Schon lange suchen Wissenschaftler nach einer geeigneten Lösung, um optische Komponenten auf einem Computerchip zu integrieren. Doch Silizium und Germanium...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Aufbruch: Forschungsmethoden in einer personalisierten Medizin

24.02.2017 | Veranstaltungen

Österreich erzeugt erstmals Erdgas aus Sonnen- und Windenergie

24.02.2017 | Veranstaltungen

Big Data Centrum Ostbayern-Südböhmen startet Veranstaltungsreihe

23.02.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Fraunhofer HHI auf dem Mobile World Congress mit VR- und 5G-Technologien

24.02.2017 | Messenachrichten

MWC 2017: 5G-Hauptstadt Berlin

24.02.2017 | Messenachrichten

Auf der molekularen Streckbank

24.02.2017 | Biowissenschaften Chemie