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Genveränderte Bakterien sollen "Malarialarven" killen

06.05.2003


Thailändische Forscher wollen von Insekten übertragene Krankheiten ausrotten



Mit Hilfe von genetisch veränderten Bakterien wollen thailändische Forscher die Larven der gefährlichen Anophelesmücken wirksam töten, berichtet die Bangkok Post heute, Dienstag. Die genveränderten Bakterien sind nach Ansicht der Wissenschaftler effektiver als die natürlichen.

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Das Team des Molekularbiologen Boonhiang Promdonkoy vom National Center for Genetic Engineering and Biotechnology (Biotec) hat festgestellt, dass zwei Killerbakterien, das Bacillus thuringiensis (Bt) und das Bacillus sphaericus (Bs), offensichtlich nicht mehr gegen die Larven der Mücken ankommen. "Die Insektenlarven haben Resistenzen gegen das Bs-Toxin entwickelt", erklärt der Forscher. Bs galt lange Zeit als effektiver Insektenlarvenkiller. Das Bakterium konnte erfolgreich gegen Larven, die Malaria und Elephantiasis verbreiten, eingesetzt werden. Nach Angaben von Promdonkoy gebe es zwar keine nachgewiesene Resistenz der Mückenlarven gegen Bs, aber dieses Bakterium sei nicht so effektiv, da es nahe an der Oberfläche bleibe. Promdonkoy hat in einem ersten Versuch die Gene der beiden Bakterien kombiniert und neue Stämme gezüchtet, die dann in ein anderes Bakterium gepflanzt wurden.

In ersten Versuchen konnte das neue Killerbakterium länger im Wasser beweglich bleiben und damit das für die Insektenlarven tödliche Protein abgeben. Das Toxin sei nach Angaben der Wissenschaftler aber schwächer als das der beiden ursprünglichen Bakterien. Die Forscher sind der Meinung, dass weitere Studien notwendig seien, um die Effektivität zu testen. Derzeit ist in Thailand die Freisetzung gentechnologisch veränderter Lebewesen, sowohl von Pflanzen als auch Tieren, verboten. Für die Forscher bedeutet dies, dass es nicht möglich ist, zu untersuchen, ob die Bakterien in freier Wildbahn überhaupt überleben können. Eine ausdrückliche Erlaubnis den Versuch zumindest in Wassercontainern durchzuführen, konnten die Forscher vom Gesundheitsminister erwirken.

Im vergangenen Jahr sind in Thailand mehr als 100.000 Fälle von Dengue-Fieber aufgetreten. Auch diese Erkrankung ist auf Insekten zurückzuführen. Umgekehrt sei die Zahl der Malaria- und Elephantiasisfälle in den vergangenen Jahren zurückgegangen, berichtet das Gesundheitsministerium.

pressetext.austria | Wolfgang Weitlaner
Weitere Informationen:
http://www.bangkokpost.co.th

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