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Strichcodes kennzeichnen genmanipulierte Nahrungsmittel

13.02.2003


Auch Designer-Kleider könnten fälschungssicher gemacht werden



Genetisch veränderte Nahrungsmittel und Organismen könnten demnächst mit DNA-Barcodes versehen werden. Für Regulierungsstellen wäre es dann einfacher, kontaminierte Nahrung und Saatgüter zu erkennen. Entwickelt wurde das Barcode-System vom National Institute of Agricultural Botany (NIAB), einem unabhängigen Unternehmen in Cambridge/England. Ein Patent wurde bereits bewilligt. Eine weitere Anwendungsmöglichkeit könnte in mit Barcodes versehener Baumwolle liegen, um Designer-Kleider fälschungssicherer machen, berichtet New Scientist.



Die Idee dahinter ist, die selbe einzigartige Sequenz allen genmanipulierter Organismen hinzuzufügen, unabhängig davon, wie sie sonst manipuliert worden sind. Dies bedeutet, dass ein simpler DNA-Test jedes Produkt als genmanipuliert erkennen könnte, wenn es die intakte DNA besitzt. Da die verwendete Sequenz für kein Protein kodiert, wird es den Angaben zufolge die Pflanzen-Eigenschaften nicht beeinträchtigen. Zusätzlich könnten durch weitere hinzugefügte DNA-Sequenzen verschlüsselte Informationen über das Unternehmen geliefert werden.

Bis dato ist es schwierig, genmanipulierte Produkte zu erkennen. "Man muss wissen, wonach man sucht, wie z.B. nach der Sequenz des hinzugefügten Gens", erklärt Derek Matthews, Molekularbiologe am NIAB. Außerdem seien Biotech-Unternehmen nicht gerade willig, derartige Informationen bekanntzugeben. Konkurrenz-Unternehmen könnten die Technologie kopieren, so die Befürchtung. Gro-Ingunn Hemre vom National Institute of Nutrition and Seafood Research in Bergen/Norwegen versucht bereits seit drei Jahren, von Biotech-Unternehmen Informationen und Datenmaterial über ein Forschungsprojekt zu erhalten - erfolglos. Matthews glaubt, dass die meisten Unternehmen genetische Bar-Codes bevorzugen werden. Sie könnten ihre Produkte kennzeichnen, ohne ein "Geheimnis" preisgeben zu müssen.

Sandra Standhartinger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.niab.com
http://www.newscientist.com

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