Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Computerwissenschaftler lokalisiert 1.019 neue Gene

05.02.2003


System reduziert Laborexperimente zum Gennachweis von 7.000 auf 1.500



Unter Zuhilfenahme des Genoms des Menschen und der Maus hat ein Computerspezialist der Washington University in St. Loius eine Methode zur Bestimmung neuer Gene in beiden Genomen entwickelt. Mit der Methode wurden bereits 1.019 neue Gene entdeckt. Michael R. Bent rechnet ebenso wie seine internationale Kollegenschaft aus Spanien, der Schweiz, Großbritannien und dem Pharmakonzern GlaxoSmithKline in Zukunft mit einer schnelleren Entdeckung von Genen in beiden Genomen. Bei Labors könnte das System aufgrund seiner Wirksamkeit und Kosteneffizienz auf offene Ohren stoßen.



"Bislang waren rund 7.000 Experimente nötig, um tausende Gene nachzuweisen. Mit der neuen Methode reduziert sich die Zahl auf etwa 1.500", erklärt Bent. Der Computerspezialist entwickelte TWINSCAN, eines der Programme, das zur Genbestimmung verwendet wird, indem er die Verbindung zwischen beiden Genomen und die statistischen Muster in den individuellen DNA-Sequenzen jedes Genoms untersuchte. Das entwickelte Computerprogramm basiert auf DNA-Sequenzen, die sich seit dem gemeinsamen Vorfahren von Mäusen und Menschen nicht verändert haben, um so die Genauigkeit der Genbestimmung zu erhöhen.

Unter den 1.019 neuen Genen vermutet das internationale Forscherteam auch einen nahen Verwandten des Dystrophin-Gens entdeckt zu haben. Das Dystrophin-Gen ist bei der Duchenne-Muskeldystrophie (DMD), einer neuromuskulären Erkrankung, mutiert. Bent geht davon aus, dass sich die neue Methode nicht nur zur Bestimmung von Genen bei Mäusen und Menschen eignet, sondern auch die Analyse der Genome von Affen, Hühnern und Ratten verbessern wird.

Sandra Standhartinger, | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.wustl.edu

Weitere Berichte zu: Computerwissenschaftler DNA-Sequenzen Dystrophin-Gen Gen Genom

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Ionen gegen Herzrhythmusstörungen – Nicht-invasive Alternative zu Katheter-Eingriff
20.01.2017 | GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH

nachricht Leibwächter im Darm mit chemischer Waffe
20.01.2017 | Max-Planck-Institut für chemische Ökologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise