Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Uni Göttingen stellt Fotos der historischen Forster-Pflanzensammlung ins Internet

20.01.2003


Originale der zweiten Weltreise Cooks - Pflanzenbelege weltweit von Botanikern nachgefragt


Foto eines von Georg Forster auf Neuseeland gesammelten Farns (Pteris comans), der im Herbarium der Georg-August-Universität Göttingen aufbewahrt wird



Über 1.000 Fotografien von einer der ältesten Sammlungen der Göttinger Universität, der Pflanzensammlung des Naturforschers Georg Forster (1754 bis 1794), sind für eine Internetpräsentation aufbereitet worden. Unter der Adresse http://www.gwdg.de/~sysbot/ können seit Januar 2003 die systematisch erfassten Pflanzenbelege (Herbarium) eingesehen werden. Das Forster-Herbarium als Teil des Göttinger Universitätsherbariums umfasst rund 350 getrocknete Originalpflanzen, die der Naturforscher von der zweiten Weltumsegelung des Kapitän James Cook 1772 bis 1775 mitbrachte. Mit Mitteln der Lindemann-Stiftung konnten die Sammlung überarbeitet und die Daten in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Wissenschaftliche Datenverarbeitung Göttingen (GWDG) online gestellt werden. "Herbarbelege sind einerseits als Archive für den Artenbestand wichtig, andererseits gewinnen sie als Ressource für molekulare Forschung zunehmend an Bedeutung", erläutert der Leiter des Universitätsherbariums im Albrecht-von-Haller-Institut für Pflanzenwissenschaften, Dr. Jochen Heinrichs.



Die Resonanz auf die Internetpräsenz des Forster-Pflanzensammlung ist gut: "Obwohl die Präsen-tation erst seit wenigen Tagen im Internet steht, wurden die Daten bereits von Wissenschaftlern aus Neuseeland, Nordamerika und England genutzt", so Dr. Heinrichs. Das Forster-Herbar werde immer wieder von Botanikern aus dem In- und Ausland eingesehen und in zahlreichen Fachveröffentlichungen berücksichtigt, weil es viele "Typen" neuer Arten enthalte, so der Botaniker. "So genannte Erstbeschreibungen von Pflanzen beruhen auf diesen Originalen." Georg Forster, der mit einer Tochter des Göttinger Bibliotheksdirektors Christian Gottlob Heyne verheiratet war und auch aufgrund seiner engen Verbundenheit mit dem Philosophen und Physiker Georg Christoph Lichtenberg häufig in Göttingen weilte, überreichte der Universität 1787/88 einen großen Teil seiner Pflanzensammlung.

Das Göttinger Universitätsherbarium umfasst fast eine Million getrockneter Pflanzen und zählt zu den bedeutendsten botanischen Sammlungen Deutschlands. In näherer Zukunft sollen weitere Teile der Samm-lung aufgearbeitet und für eine Internetpräsentation vorbereitet werden.

Kontaktadresse:
Dr. Jochen Heinrichs
Georg-August-Universität Göttingen
Biologische Fakultät
Albrecht-von-Haller-Institut für Pflanzenwissenschaften
Abteilung Systematische Botanik
Untere Karspüle 2, 37073 Göttingen
Tel. (0551) 39-2329, Fax (0551) 39-2220
e-mail: jheinri@gwdg.de

Marietta Fuhrmann-Koch | idw
Weitere Informationen:
http://www.gwdg.de/~sysbot/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Diabetesforschung: Neuer Mechanismus zur Regulation des Insulin-Stoffwechsels gefunden
06.12.2016 | Universität Osnabrück

nachricht Was nach der Befruchtung im Zellkern passiert
06.12.2016 | Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Im Focus: Shape matters when light meets atom

Mapping the interaction of a single atom with a single photon may inform design of quantum devices

Have you ever wondered how you see the world? Vision is about photons of light, which are packets of energy, interacting with the atoms or molecules in what...

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Innovationen für eine nachhaltige Forstwirtschaft

06.12.2016 | Agrar- Forstwissenschaften

Diabetesforschung: Neuer Mechanismus zur Regulation des Insulin-Stoffwechsels gefunden

06.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Was nach der Befruchtung im Zellkern passiert

06.12.2016 | Biowissenschaften Chemie