Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

FDA-Zulassung für ersten automatisierten Liquor-Test

20.11.2002


Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat den automatisierten Liquor-Test für das ADVIA® 120 Hämatologie-System von Bayer HealthCare Diagnostics, Tarrytown, N.Y./USA, zugelassen.


Die Untersuchung der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit kann Ärzten helfen, neurologische Erkrankungen, Meningitis, Enzephalitis, Gehirnblutungen und einige Leukämie-Formen zu diagnostizieren. Der CSF-Assay (Cerebrospinal Fluid) ist der erste automatisierte Test für Liquoruntersuchungen mit einem Hämatologiesystem, der von der FDA zugelassen wurde.

"Bisher hing die Liquordiagnostik von verschiedenen manuellen Verfahren ab und war einer der aufwendigsten Labortests", sagte Timothy Flaming, Leiter des St. Mary’s Medical Center, Long Beach, CA. "Mit dem automatisierten Test sind die Ergebnisse schneller verfügbar und präziser. Dadurch können wichtige Therapieentscheidungen eher getroffen werden."


Die konventionelle Liquordiagnostik dauert etwa 30 bis 45 Minuten. Die Ergebnisse variieren je nach Labormethode und sind durch manuelle Verfahren eventuellen Fehlern unterworfen. Mit dem automatisierten Test werden die Resultate in weniger als fünf Minuten ausgestellt, die Bearbeitung der Liquorproben durch das Laborpersonal ist nicht mehr nötig.

Mit dem jetzt zugelassenen In-vitro-Test können quantitativ die Blutzellen im Liquor bestimmt werden. Zusätzlich werden mit der ADVIA® 120 CFS-Methode Leukozyten und Erythrozyten gezählt und das Differentialblutbild bestimmt.

"Bayer HealthCare Diagnostics entwickelt Technologien, die den Nutzen der Labortests erhöhen und bei Therapieentscheidungen zum Wohle der Patienten helfen", betonte Dr. Hans Hiller, Leiter des Bereichs Labortests bei Bayer HealthCare Diagnostics. "Die FDA-Zulassung ist eine gute Nachricht für die Labors und die Ärzte, denn die behandelnden Ärzte erhalten durch den automatisierten Test zuverlässigere Ergebnisse und können schneller Entscheidungen zum Krankheitsmanagement treffen."

Das weltweit etablierte ADVIA® 120 Hämatologie-System wurde entwickelt, um z. B die Blutbilder von Patienten mit Anämie- und Leukämieverdacht zu bestimmen und den Therapieerfolg bei onkologischen und bei Dialyse-Patienten zu überwachen. Das Laborsystem nach dem neuesten Stand der Technik bietet routinemäßige Bluttests, eine komplette Blutzellzählung, die Differenzierung der weißen Blutkörperchen und eine Analyse der Retikulozyten.

Zukunftsgerichtete Aussagen

Diese Presseinformation enthält bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die wir in Berichten an die Frankfurter Wertpapierbörse sowie die amerikanische Wertpapieraufsichtsbehörde (inkl. Form 20-F) beschrieben haben. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.

| BayNews
Weitere Informationen:
http://www.bayer.de

Weitere Berichte zu: ADVIA® Diagnostics FDA-Zulassung Labortests Liquor-Test

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen
23.05.2017 | CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften

nachricht Mikro-Lieferservice für Dünger
23.05.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Im Focus: Neuer Ionisationsweg in molekularem Wasserstoff identifiziert

„Wackelndes“ Molekül schüttelt Elektron ab

Wie reagiert molekularer Wasserstoff auf Beschuss mit intensiven ultrakurzen Laserpulsen? Forscher am Heidelberger MPI für Kernphysik haben neben bekannten...

Im Focus: Wafer-thin Magnetic Materials Developed for Future Quantum Technologies

Two-dimensional magnetic structures are regarded as a promising material for new types of data storage, since the magnetic properties of individual molecular building blocks can be investigated and modified. For the first time, researchers have now produced a wafer-thin ferrimagnet, in which molecules with different magnetic centers arrange themselves on a gold surface to form a checkerboard pattern. Scientists at the Swiss Nanoscience Institute at the University of Basel and the Paul Scherrer Institute published their findings in the journal Nature Communications.

Ferrimagnets are composed of two centers which are magnetized at different strengths and point in opposing directions. Two-dimensional, quasi-flat ferrimagnets...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungen

Aachener Werkzeugmaschinen-Kolloquium 2017: Internet of Production für agile Unternehmen

23.05.2017 | Veranstaltungen

14. Dortmunder MST-Konferenz zeigt individualisierte Gesundheitslösungen mit Mikro- und Nanotechnik

22.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Medikamente aus der CLOUD: Neuer Standard für die Suche nach Wirkstoffkombinationen

23.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Diabetes Kongress 2017:„Closed Loop“-Systeme als künstliche Bauchspeicheldrüse ab 2018 Realität

23.05.2017 | Veranstaltungsnachrichten

CAST-Projekt setzt Dunkler Materie neue Grenzen

23.05.2017 | Physik Astronomie