Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Humangenom-Projekt zweiter Akt

30.10.2002


HapMap unterstützt Verständnis über den Einfluss der Gene auf Krankheiten



Ein internationales Konsortium hat das 100 Mio. Dollar umfassende HapMap-Projekt gestartet, um die nächste Generation des Humangenoms abzubilden. Ziel des Projekts ist es, die Entdeckung von Genen, die für weit verbreitete Erkrankungen wie Asthma, Krebs und Diabetes eine Rolle spielen, voranzutreiben. Im Konsortium sind die USA, Japan, China, Kanada und Großbritannien vertreten, teilte das National Human Genome Research Insitute (NHGRI) mit.



In drei Jahren soll HapMap abgeschlossen und genetische Variationen innerhalb des menschlichen Genoms aufgezeichnet sein. Durch den Vergleich genetischer Unterschiede zwischen Individuen, so erhofft es sich das Konsortium, wird Forschern ein Werkzeug in die Hand gegeben, den Einfluss der Gene auf viele Erkrankungen zu erkennen. Während das Humangenom-Projekt die Basis für genetische Entdeckungen lieferte, soll HapMap der Beginn dafür sein, die Ergebnisse der Genomforschung in die Praxis überzuführen.

Die DNA für HapMap stammt aus Blutproben, die von Forschern aus Nigeria, Japan, China und den USA gesammelt wurden. Zu Beginn werden die Forscher mit Blutproben von 200 bis 400 Menschen arbeiten. Die Ergebnisse der Analyse sollen im Internet frei zur Verfügung stehen. Nach Fertigstellung von HapMap stehen die Daten Wissenschaftlern weltweit zur Verfügung, um die genetischen Risikofaktoren für eine große Bandbreite an Erkrankungen zu untersuchen. "Im Wesentlichen ist HapMap eine gewaltige Abkürzung in dem Sinn, dass es eine enorme Einsparung von Studien an komplexen Erkrankungen mit sich bringt", sagte David Bentley vom Wellcome Trust Sanger Institute in Großbritannien.

Gleichzeitig betonen die Forscher, dass es nicht das Ziel des HapMap-Projekts ist, den Einfluss von Umweltfaktoren auf die Krankheitsentwicklung zu minimieren. "Die Untersuchung genetischer Faktoren kann aber die Wahrscheinlichkeit, das Verständnis über den Beitrag der Umwelt zur Krankheitsentwicklung zu verbessern, deutlich erhöhen. Oftmals gibt es eine Wechselwirkung zwischen den Einflüssen ", erklärte Thomas Hudson, Leiter der HapMap-Gruppe an der McGill University in Kanada.

Sandra Standhartinger | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.genome.gov
http://www.sanger.ac.uk

Weitere Berichte zu: Gen HapMap Humangenom-Projekt Konsortium

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Ionen gegen Herzrhythmusstörungen – Nicht-invasive Alternative zu Katheter-Eingriff
20.01.2017 | GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung GmbH

nachricht Leibwächter im Darm mit chemischer Waffe
20.01.2017 | Max-Planck-Institut für chemische Ökologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovatives Hochleistungsmaterial: Biofasern aus Florfliegenseide

Neuartige Biofasern aus einem Seidenprotein der Florfliege werden am Fraunhofer-Institut für Angewandte Polymerforschung IAP gemeinsam mit der Firma AMSilk GmbH entwickelt. Die Forscher arbeiten daran, das Protein in großen Mengen biotechnologisch herzustellen. Als hochgradig biegesteife Faser soll das Material künftig zum Beispiel in Leichtbaukunststoffen für die Verkehrstechnik eingesetzt werden. Im Bereich Medizintechnik sind beispielsweise biokompatible Seidenbeschichtungen von Implantaten denkbar. Ein erstes Materialmuster präsentiert das Fraunhofer IAP auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin vom 20.1. bis 29.1.2017 in Halle 4.2 am Stand 212.

Zum Schutz des Nachwuchses vor bodennahen Fressfeinden lagern Florfliegen ihre Eier auf der Unterseite von Blättern ab – auf der Spitze von stabilen seidenen...

Im Focus: Verkehrsstau im Nichts

Konstanzer Physiker verbuchen neue Erfolge bei der Vermessung des Quanten-Vakuums

An der Universität Konstanz ist ein weiterer bedeutender Schritt hin zu einem völlig neuen experimentellen Zugang zur Quantenphysik gelungen. Das Team um Prof....

Im Focus: Traffic jam in empty space

New success for Konstanz physicists in studying the quantum vacuum

An important step towards a completely new experimental access to quantum physics has been made at University of Konstanz. The team of scientists headed by...

Im Focus: Textiler Hochwasserschutz erhöht Sicherheit

Wissenschaftler der TU Chemnitz präsentieren im Februar und März 2017 ein neues temporäres System zum Schutz gegen Hochwasser auf Baumessen in Chemnitz und Dresden

Auch die jüngsten Hochwasserereignisse zeigen, dass vielerorts das natürliche Rückhaltepotential von Uferbereichen schnell erschöpft ist und angrenzende...

Im Focus: Wie Darmbakterien krank machen

HZI-Forscher entschlüsseln Infektionsmechanismen von Yersinien und Immunantworten des Wirts

Yersinien verursachen schwere Darminfektionen. Um ihre Infektionsmechanismen besser zu verstehen, werden Studien mit dem Modellorganismus Yersinia...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Mittelstand 4.0 – Mehrwerte durch Digitalisierung: Hintergründe, Beispiele, Lösungen

20.01.2017 | Veranstaltungen

Nachhaltige Wassernutzung in der Landwirtschaft Osteuropas und Zentralasiens

19.01.2017 | Veranstaltungen

Künftige Rohstoffexperten aus aller Welt in Freiberg zur Winterschule

18.01.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

21.500 Euro für eine grüne Zukunft – Unserer Umwelt zuliebe

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

innovations-report im Interview mit Rolf-Dieter Lafrenz, Gründer und Geschäftsführer der Hamburger Start ups Cargonexx

20.01.2017 | Unternehmensmeldung

Niederlande: Intelligente Lösungen für Bahn und Stahlindustrie werden gefördert

20.01.2017 | Förderungen Preise