Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Neue ARC-Datenbank will Pflanzengene weltweit zugänglich machen

16.10.2002


DNA-Ressourcen für alle dank PICME Platform for Integrated Clone Management



Das weltweit vorhandene Wissen über die Funktion von Genen wächst rasant. Jetzt gilt es, das verstreute Wissen in einer Form aufzubereiten, die es für alle Forscher zugänglich macht. Das soll durch die "Platform for Integrated Clone Management (PICME)" der Austrian Research Centers passieren, eine Gen- und Datenbank, die für alle WissenschafterInnen weltweit offen sein wird. Pflanzengene und umfassendes Wissen über diese Gene bleiben damit transparent und die Forschung darüber wird beschleunigt.

... mehr zu:
»Clone »Gen »PICME »Pflanzengene


Ab 2003 beginnt der Aufbau einer umfassenden Pflanzen-Gen-Sammlung und Datenbank, auf die WissenschaftlerInnen aus aller Welt zugreifen können. DNA-Fragmente sowie Literatur und Sequenzinformation zu den jeweiligen Pflanzengenen werden in dieser Form erstmals unbürokratisch und von einer zentralen Stelle abrufbar sein. Dieser Dienst für die Forscher der Welt ist der prägende Gedanke des Projektes, das von Silvia Fluch, Biotechnologin im Geschäftsbereich Umwelt- und Lebenswissenschaften, gemeinsam mit einem umfangreichen Team aus Werkstoff- und Produktionstechnikern, Systemforschern und Informationstechnologieexperten im Rahmen eines fach- und bereichsübergreifenden Innovation-Labs entwickelt wurde. "Uns geht es mit dem Projekt darum, Wissen im Bereich Genetik, das international gesammelt wird, zentral in der Datenbank PICME zu verwalten, zu verknüpfen und allen Forschern in neuer Form zugänglich zu machen“, erklärt Fluch, die mit dem Business-Plan für das Projekt den jüngsten i2b-Businessplan-Wettbewerb gewann und zur Zeit intensiv an der Umsetzung arbeitet.

Vielfältiges Angebot

Das Angebot von PICME, das sich vornehmlich an die akademische Forschung aber auch an Saatgutzüchter und Industrie wendet, ist vielfältig. Neben der qualitätsgesicherten Produktion von DNA-Chips, das sind wenige Quadratzentimeter große Glasplättchen auf denen bis zu 10.000 verschiedene Genen haften, bietet PICME Datenanalysen und weitere bioinformatische Dienstleistungen online an. PICME bildet damit einen wesentlichen Informationsknoten für die Genomforschung und will letztlich alle frei verfügbaren Pflanzengene für die Forschung zugänglich machen. Die "Platform for Integrated Clone Management“, die über das Internet zugänglich sein wird, will die Forschung im Bereich funktionelle Genomik bei Pflanzen beschleunigen, Kosten durch gemeinsame Ressourcennutzung reduzieren und durch die Kombination von Genen neue Einsatzmöglichkeiten für DNA-Chips in Gebieten der Pflanzenforschung eröffnen.

Das Projekt, das sich nach vier Jahren finanziell selbst trägt, wird mit 2003 starten. Es ist daran gedacht, im zweiten Jahr PICME in ein eigenes Unternehmen unter Beteiligung des Landes Niederösterreich und anderer, auch privater Investoren auszugründen.

Für Rückfragen stehen Ihnen zur Verfügung:

Wolfgang Renner
Austrian Research Centers
Corporate Communications
E-mail: wolfgang.renner@arcs.ac.at

Silvia Fluch
ARC Seibersdorf research
E-mail: silvia.fluch@arcs.ac.at

Peter Menasse
communication matters
01/503 23 03
E-mail: menasse@comma.at

Wolfgang Renner | pressetext.austria

Weitere Berichte zu: Clone Gen PICME Pflanzengene

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Das Rezept für ein motorisches Neuron
09.12.2016 | Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin in der Helmholtz-Gemeinschaft

nachricht "Wächter des Genoms": Forscher aus Halle liefern neue Einblicke in die Struktur des Proteins p53
09.12.2016 | Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops