Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Gefahr durch Umweltgifte wird an der Universität Lüneburg untersucht

25.09.2002


Ein Projekt der Umweltchemie an der Universität Lüneburg wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert: Fast 300.000 Euro wurden jetzt zur Unterstützung des Forschungsvorhabens "Identifizierung und Quantifizierung toxikologisch relevanter PAK-Metabolite und -Begleitstoffe, Hetero-PAK und substituierter PAK an Altlaststandorten und ihrem Verhalten im Aquifer" zur Verfügung gestellt.

... mehr zu:
»PAK »Umweltchemie »Umweltgifte

Polycylisch Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) entstehen generell bei Verbrennungen, so zum Beispiel auch beim Grillen von Würsten oder - in erheblichen Mengen - im Zigarrettenrauch. PAK sind für den Menschen gefährlich, weil giftig. Sie können unterschiedliche Wirkungen bis hin zur Erzeugung von Krebserkrankungen hervorrufen. Umso wichtiger ist es daher, genauere Informationen darüber zu bekommen, wie sich diese häufig vorkommenden Stoffe in der Umwelt verhalten.

Eine besondere Rolle spielen sie deshalb auch im Bereich der Altlastenuntersuchung, etwa auf Betriebsgeländen ehemaliger Kokereien, Gaswerke oder Raffinerien. Dort kann die Konzentration bis zu mehreren Gramm pro Kilogramm Boden betragen. Besonders beachtlich, weil in der Umwelt sehr mobil, sind die Umwandlungsprodukte aus den PAK. Für diese Stoffe steht bisher noch keine geeignete Untersuchungsmethode zur Verfügung; sie werden deshalb weder in der Trinkwasserüberwachung noch im Monitoring von Altlasten routinemäßig verfolgt.


Genau hier setzt das Forschungsprojekt der Lüneburger Umweltchemie an, denn es will das bisher nur wenig verstandene Umweltverhalten solcher Substanzen untersuchen. Da die Aufgabenstellung sehr umfangreich ist, wird das Vorhaben in Kooperation mit anderen Teilprojekten innerhalb eines Förderprogramms des Bundesministeriums für Bildung und Forschung durchgeführt. Kooperationspartner sind dabei ein Ingenieurbüro in Hamburg, die Firmen ARCADIS in Darmstadt und LEG in Dortmund sowie die Universitäten Dresden und Tübingen.

Als zentrales Ergebnis des Forschungsprojektes wird von der Arbeitsgruppe um Professor Ruck Klarheit darüber erwartet, inwieweit Abbauprodukte der PAK aufgrund ihrer Mobilität eine größere Gefahr darstellen, als bisher angenommen.

Weitere Informationen: Pressestelle der Universität Lüneburg, Scharnhorststr. 1, 21335 Lüneburg, Tel. 04131/78-1007, eMail:zuehlsdorff@uni-lueneburg.de

Henning Zuehlsdorff | idw

Weitere Berichte zu: PAK Umweltchemie Umweltgifte

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Zebras: Immer der Erinnerung nach
24.05.2017 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

nachricht Wichtiges Regulator-Gen für die Bildung der Herzklappen entdeckt
24.05.2017 | Universität Basel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten