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Material ändert bei Hitze die Farbe

06.08.2002


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Einsatz bei Lebensmittelverpackungen, Kleidung und im Verkehr

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»Hitze »Kunststoff »Polymer

Chemiker und Chemie-Ingenieure der University of Rhode Island haben einen Kunststoff (Polymer) entwickelt, der bei einer Temperatur von über 82 Grad Celsius seine Farbe von rot auf gelb ändert. Ziel der Forscher ist die Herstellung hitzeempfindlicher Polymere, die u.a. Verbrennungen, Lebensmittelvergiftungen und Verkehrsunfälle verhindern. Realistische Anwendungen sind laut dem Entwicklungsteam um Otto Gregory Feuertüren, die bei Hitze die Farbe ändern, Sporttrikots, die anzeigen, dass der Träger überhitzt ist, Straßenschilder, die durch Farbänderung eine vereiste Fahrbahn signalisieren, und Stempel auf Nahrungsmittel-Verpackungen, die verschwinden, wenn das Produkt zu lange bei Raumtemperatur gelagert wurde.

Gregory und seine Kollegen Brett Lucht sowie Bill Euler arbeiten seit drei Jahren an diesem Projekt. 1999 sollte der Chemie-Ingenieur für ein Unternehmen ein Material für Kochtöpfe entwickeln, das seine Farbe im heißen Kochtopfzustand ändert. Dieser Versuch scheiterte, das Material zersetzte sich bei mehrmaliger Anwendung bei hohen Ofentemperaturen. "Das derzeitige Plastik hat allerdings keine Sicherheitsmängel mehr und birgt ein großes Schutzpotenzial", erklärte Lucht. "Durch Smart Packaging", wie Lucht die Anwendung nennt, "gibt es praktisch keine abgelaufene Milch und keine Verbrennung durch heißen Kaffee mehr."


Das Polymer kann bei einer Vielzahl von Produkten wie Plastik, Farbe, Tinte und Gummi eingesetzt werden. Anwendungsmöglichkeiten sieht Gregory auch in der Autoindustrie z.B. in Reifen und Sitzen und bei Zügen in Bremsen, die durch Farbänderung anzeigen, wenn sie abgenützt sind. Aktueller Schwerpunkt der Forschung ist die Entwicklung eines Polymers, dessen Farbe sich bei Kälte ändert, und eines Kunststoffes, der mehrmals die Farbe wechseln kann – idealerweise wird dieser bei Hitze rot und bei Kälte blau.

Sandra Standhartinger | pte.online
Weitere Informationen:
http://www.uri.edu

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