Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Mit zweitem Verfahren zur Propylenherstellung erfolgreich

23.07.2002


Lurgi baut Propylur®-Demonstrationsanlage zusammen mit BP Köln GmbH

Ein weiteres neues Verfahren zur Erzeugung von Propylen wurde jetzt von Lurgi Oel · Gas · Chemie GmbH, Frankfurt am Main, einem Unternehmen des Lurgi-Konzerns, zur Marktreife gebracht. Es ist nach dem bereits im letzten Jahr ebenfalls eigenentwickelten Verfahren - dem MTP®-Prozess zur Herstel-lung von Propylen aus Methanol - ein Verfahren, das Propy-len aus olefinreichen Strömen aus Raffinerien beziehungs-weise Steamcrackern gewinnt. Propylen ist ein wichtiges Zwischenprodukt der Petrochemie, unter anderem zur Herstel-lung von Kunststoffen und zahlreichen organischen Chemika-lien.

Die Einsatzfähigkeit des Verfahrens im Industriemaßstab soll jetzt in einer Demonstrationsanlage nachgewiesen wer-den, die bei der BP Köln GmbH am Standort Worringen bei Köln errichtet wird. Es ist geplant, alle erforderlichen Versuchsergebnisse bereits bis Ende 2002 nach nur rund sechsmonatigem Betrieb dieser Anlage verfügbar zu haben. Parallel dazu wird das Verfahren bereits vermarktet. Ange-sichts des erwarteten Anstiegs der Nachfrage für Propylen sieht Lurgi gute Marktchancen für diesen Prozess.

Lurgi baut und betreibt die Propylur® (Propylen-Lurgi)-Demonstrationsanla-ge in Zusammenarbeit mit der BP Köln GmbH. BP Köln erhofft sich von dieser Kooperation eine we-sentliche Verbesserung der Flexibilität und Effizienz bei der Erzeugung niedriger Olefine. Das neue Verfahren ist eine attraktive Ergänzung zu den von BP Köln betriebenen bestehenden Steamcrackern. Als erwarteter Erfolg stellt das Verfahren für BP einen weiteren innovativen Meilenstein auf dem Weg zur technologischen Marktführerschaft dar.

Bei dem von Lurgi entwickelten Propylur®-Verfahren wird Propylen aus Ole-finen gewonnen. Diese fallen in einer Raf-finerie bei der Konversion in FCC (Fluid Catalytic Cra-cking)-Anlagen, in Steamcrackern oder den Raffinaten einer Butadienanlage an. Das Propylur®-Verfahren findet in einem Festbettreaktor statt, in dem das Einsatzmaterial mit hohem Olefingehalt unter Dampf zu Propylen umgesetzt wird. Die Umsetzung erfolgt an einem Katalysator der Süd-Chemie AG, München.

Das Verfahren arbeitet mit leicht erhöhtem Druck (1,3 bis 2,0 bar) und bei mittleren Temperaturen zwischen 420 und 490 °C. Die besonderen Katalysator-Eigenschaften ermögli-chen die Durchführung eines einfachen, diskontinuierlichen Regenerationsschrittes im Reaktor selbst. Das gewonnene Propylen hat einen hohen Reinheitsgrad und kann nach ent-sprechender Aufbereitung zu niedrigen Kosten leicht zu Po-lypropylen weiterverarbeitet werden.

Das neue Lurgi Propylur®-Verfahren zeichnet sich – wie auch bereits das MTP®-Verfahren - durch seine hohe Selektivität zugunsten von Propylen und einfache Prozessführung aus. Durch die ausgezeichnete Wirtschaftlichkeit ist das Verfah-ren damit eine interessante Alternative zur Erhöhung der Produktionsleistung für hochwertiges Propylen.

Lurgi ist eine führende, weltweit tätige Unternehmensgruppe für Verfahrenstechnik und Anlagenbau im Bereich mg enginee-ring der mg technologies ag. Die Lurgi-Gesellschaften pla-nen, liefern und bauen schlüsselfertige Anlagen für Anwen-dungen in der Gas- und Mineralöl-technik, der petrochemi-schen Industrie und für den Wachstumsmarkt Life Science.

Die in Worringen bei Köln ansässige petrochemische Firma BP Köln GmbH ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Deutschen BP AG, Hamburg. Die Gesellschaft wurde 1957 als Gemeinschaftsunternehmen von BP und Bayer gegründet. Mit einem Mitarbeiterstamm von 2.100 ist die BP Köln GmbH ein Hauptrohstofflieferant der chemischen Industrie. Der wichtigste Grundstoff ist Naphtha, ein Nebenprodukt der Ölraffinerien.

Susanne Pauer | PRESSEINFORMATION
Weitere Informationen:
http://www.lurgi.com

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten
08.12.2016 | Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau

nachricht Herz-Bindegewebe unter Strom
08.12.2016 | Universitäts-Herzzentrum Freiburg - Bad Krozingen

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Einzelne Proteine bei der Arbeit beobachten

08.12.2016 | Biowissenschaften Chemie

Intelligente Filter für innovative Leichtbaukonstruktionen

08.12.2016 | Messenachrichten

Seminar: Ströme und Spannungen bedarfsgerecht schalten!

08.12.2016 | Seminare Workshops