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Hoffnung für die seltenste Schlange der Welt

22.07.2002



Naturschutzprogramm auf Antigua soll indigene Flora und Fauna retten

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Die seltenste Schlange der Welt, der Antigua Racer (Alsophis antiguae), hat das Naturschutzprogramm, das 1995 von der britischen Umweltorganisation "Flora & Fauna International" zumindest geholfen die Population von 60 Schlangen auf 100 zu erhöhen. Dennoch bleibt das harmlose Reptil eine gefährdete Spezies und gemeinsam mit ihr viele andere Tiere der karibischen Insel.

Die Schlange ist ein Opfer von Ratten und Mungos geworden, beide von Menschen eingeführte Spezies. Auf der Insel Antigua war das Reptil bereits im 19. Jahrhundert völlig ausgerottet. Lediglich auf der acht Hektar großen Great Bird Island vor der Küste Antiguas wurden vor sieben Jahren noch einige Tiere entdeckt. Neben der Schlange fanden sich auf Great Bird Island auch noch andere seltene Tier- und Pflanzenarten, die auf der Hauptinsel bereits ausgestorben oder vom aussterben bedroht waren. Das Antiguan Racer Conservation Project, das von zahlreichen Naturschutzorganisationen wie dem Durrell Wildlife Conservation Trust, der Blacks Hills State University und der Island Resources Foundation unterstützt wird, hat die kleine Insel zunächst von Ratten befreit. Durch die Abnahme der Säuger stieg nicht nur die Zahl der Schlangen sprunghaft an, sondern auch die der inzwischen seltenen Westindischen Ente (Dendrocygna clypeatus).


Das Wildlife-Conservation-Project wurde auch noch durch massive erzieherische Maßnahmen an den Schulen Antiguas ergänzt. Daneben hat sich die Great Bird Island zu einem Eco-Touristenziel entwickelt. Rund 20.000 Besucher kommen jährlich auf die Insel. Das Antigua Racer Schutzprojekt hat auch andere vorgelagerte Inseln mit einbezogen. Auch dort werden Ratten und Mungos gezielt gejagt, um den indigenen Vogelarten wieder Nistplätze zu geben und anderen heimischen Arten das Leben zu erleichtern. Zur Überprüfung der Tierbestände arbeitet die Antiguan Forestry Unit mit High-Tech: einigen der Schlangen wurden Sender eingebaut, die die Bewegungen der Tiere beobachten. Da die Schlangen sich von Eidechsen ernähren, ist im Schutzprogramm auch eine genaue Untersuchung der Echsen-Population enthalten.



Wolfgang Weitlaner | pte.online
Weitere Informationen:
http://www.fauna-flora.org

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