Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Wichtiger Meilenstein bei Erzeugung von therapeutischem Antikörper gegen Alzheimer

25.06.2008
Intellect Neurosciences, Inc. und Medical Research Council Technology
(GB) erreichen wichtigen Meilenstein bei Erzeugung von therapeutischem Antikörper gegen Alzheimer

Intellect Neurosciences, Inc. (OTC Bulletin Board: ILNS) und MRC Technology (MRCT) gaben heute bekannt, dass sie im Rahmen ihrer Zusammenarbeit an der Humanisierung des wichtigsten Antikörpers von Intellect, IN-N01, der für die Erzeugung eines therapeutischen Antikörpers zur Behandlung von Alzheimer notwendig ist, einen wichtigen Meilenstein erreicht haben.

Der Antikörper soll die Befreiung des Gehirns von Beta- Amyloid fördern, dem Toxin, das zur Alzheimer-Erkrankung führt. IN-N01 ist der erste Medikamentenanwärter von Intellect, der auf der von Dr. Daniel Chain, Vorstand und CEO des Unternehmens, entwickelten Technologie basiert.

Dr. Chain erklärte: "IN-N01 ist so konzipiert, dass es speziell die Neurotoxizität von Beta-Amyloid blockiert, die sich im Gehirn von Alzheimer- Patienten anhäuft, während es die Wahrscheinlichkeit nachteiliger Effekte minimiert." Dr. Chain fügte hinzu: "IN-N01 wurde ähnlich wie Bapineuzumab unabhängig von Wyeth und Elan Pharma International Ltd. (Elan) entwickelt, da es die gleiche Menge des Toxins bindet. Wir konzipieren IN-N01 jedoch mit dem Ziel, das Potenzial für die Entstehung einer Entzündung im Gehirn zu reduzieren, und damit die Dosis, unter der eine sichere Verabreichung gewährleistet ist, zu erhöhen. Die Effektivität unserer Strategie wird schliesslich in klinischen Patientenstudien getestet werden.

Die kürzliche Bekanntgabe durch Wyeth und Elan von positiven
Top-Line-Phase-2 Daten bei einem Teil der Patienten ist für diesen Medikamenten-Prototyp sehr förderlich. Es erweitert ausserdem die Reihe der Möglichkeiten für Intellect, Moleküle der nächsten Generation zu entwickeln. Wir hoffen, dass IN-N01 als bestes Produkt aus der ANTISENILIN(R)-Antikörper-Reihe hervorgehen wird, und dass es für die Behandlung eines möglicherweise grösseren Alzheimer- Patientenkreises eingesetzt werden kann."

Intellect gab kürzlich bekannt, dass das Unternehmen Wyeth und Elan Pharma International Ltd. (Elan) einen Lizenzanteil gewährt hat im Hinblick auf Patente und Patentanmeldungen, die im Zusammenhang mit Antikörpern und Methoden für die Behandlung von Alzheimer stehen, einschliesslich einer co- exklusiven Lizenz für Bapineuzumab gemäss der ANTISENILIN(R)-Patente.

"Maus-Antikörper wie der Vorreiter von IN-N01 werden als von Natur aus immunogen angesehen und müssen daher einen Humanisierungsprozess durchlaufen, um einen therapeutischen Antikörper zu erzeugen", erklärte Dr. Tarran Jones, Therapeutic Antibody Group Director bei MRCT. "Wir haben unser Fachwissen dafür eingesetzt, ein detailliertes molekulares Modell von IN-N01 zu erstellen, um ein besseres Verständnis dafür zu erlangen, welche Framework- Aminosäuren wichtig für die optimale Aktivität und Sicherheit des Moleküls sind. Diese Arbeit ist entscheidend für die Entwicklung von IN-N01 als therapeutischen Antikörper", kommentierte Dr. Jones.

Informationen zu den Immuntherapieplattformen von Intellect für Morbus Alzheimer

Eine Immuntherapie für Alzheimer erfordert die Verfügbarkeit eines Antikörpermoleküls, das sich an das endogene Beta-Amyloid-Toxin bindet, und so seine Entfernung aus dem Gehirn anregt. Dieses therapeutische Ergebnis kann entweder mittels Anregung des Immunsystems des Patienten zur Bildung derartiger Antikörper (aktive Immunisierung) oder mittels Verabreichung eines extern hergestellten Antikörpers (passive Immunisierung) erzielt werden. Beide Ansätze bieten das Potenzial, die Krankheitsprogression zu verlangsamen oder zu stoppen, vorausgesetzt, dass grundlegende Sicherheitsfaktoren berücksichtigt werden. Intellect hat proprietäre Sicherheitselemente in seine Technologieplattformen ANTISENILIN(R) und RECALL-VAX(TM) für jeweils aktive und passive Immunisierung integriert. Diese Elemente und die unterstützende Patentposition bieten dem Unternehmen einen starken Wettbewerbsvorteil in diesem Bereich.

Informationen zur Alzheimer-Krankheit

Alzheimer, die am weitesten verbreitete Form von Demenz, zeichnet sich durch progressiven Gedächtnis- und Kognitionssverlust aus, der letztendlich zu vollständiger Debilität und zum Tod führt. Ein Erkennungsmerkmal der Alzheimer-Pathologie ist das Vorhandensein unlöslicher, als Beta-Amyloid bekannter Proteinablagerungen auf der Oberfläche der Nervenzellen, die sich infolge der Ansammlung von löslichem Beta-Amyloid im Gehirn bilden. Die Auswirkungen der Erkrankung sind für Patienten und Pflegende verheerend und mit beträchtlichen Gesundheitskosten verbunden. Man schätzt, dass in Industrieländern weltweit über 12 Millionen Menschen an Alzheimer leiden, wobei diese Zahl auch in Entwicklungsländern ansteigen wird und die Weltbevölkerung zunehmend älter wird. Derzeit erhältliche Arzneimittel verringern zwar vorübergehend einige Symptome der Krankheit, doch gibt es bisher keinen Wirkstoff auf dem Markt, der das Fortschreiten von Alzheimer verlangsamen bzw. aufhalten kann.

Symptomatische Arzneimittel werden bis zum Jahr 2008 voraussichtlich einen Umsatz von ca. 4 Mrd. USD erzielen, womit die Grösse des Marktes und der Bedarf an wirksamen Behandlungsmethoden, die über rein symptomatische Verbesserungen hinausgehen, deutlich werden.

Informationen zu Intellect Neurosciences, Inc.

Intellect Neurosciences, Inc. ist ein biopharmazeutisches Unternehmen mit Schwerpunkt auf Erforschung und Entwicklung von krankheitsmodifizierenden Therapeutika zur Behandlung und Prävention von Alzheimer und anderen Erkrankungen. Das Unternehmen verfügt über eine breite proprietäre Immuntherapieplattform für sowohl aktive als auch passive Immunisierung gegen Alzheimer. Überdies schloss Intellect kürzlich klinische Phase-I-Studien zu OXIGON(TM) ab, einem einzigartigen Antioxidationsmittel und Anti-Amyloid- Präparat mit dem Potenzial, Alzheimer und andere Erkrankungen zu behandeln.

Für weitergehende Informationen besuchen Sie bitte die Website http://www.intellectns.com, oder kontaktieren Sie:

Elliot Maza, JD, CPA
President & Chief Financial Officer von Intellect Neurosciences Inc.
7 West 18th Street, 9th Floor New York, NY 10011,
USA Tel: +1-212-448-9300
Informationen zu Medical Research Council Technology
MRCT ist das exklusive Kommerzialisierungsorgan des UK Medical Research Council (MRC). Das Unternehmen arbeitet daran, modernste wissenschaftliche Entdeckungen in kommerzielle Produkte umzuwandeln. MRCT schlägt eine Brücke von innovativer Basiswissenschaft zur Herstellung von Medizin. Durch Bereitstellung von sowohl chemischen Tools als auch therapeutischen Antikörperkandidaten bietet MRCT Pharma- und Biotechnologieunternehmen neue Ansatzpunkte für die Entdeckung und Entwicklung von Arzneimitteln auf Basis der wissenschaftlichen Fortschritte des MRC.

Wissenschaftler der Therapeutic Antibody Group (TAG) von MRCT blicken auf eine erfolgreiche, 18-jährige Geschichte in der Humanisierung von Antikörpern zurück, die 8 klinische Kandidaten und zwei von den Regulierungsbehörden genehmigte humanisierte Antikörper hervorgebracht hat. Weitere Informationen erhalten Sie unter http://www.mrctechnology.org.

Safe-Harbor-Erklärung für zukunftsbezogene Aussagen

Die Aussagen in dieser Pressemitteilung und mündliche Aussagen von Vertretern von Intellect zu Themen, die keine historische Tatsachen darstellen (u.a. Aussagen zu zukünftigen Leistungs- oder Finanzergebnissen, zur zeitlichen Koordinierung oder zu den möglichen Ergebnissen von in Zusammenarbeit durchgeführter Forschung oder klinischen Studien, zu einem beliebigen Markt, der sich für einen der Medikamentenkandidaten von Intellect entwickeln könnte, und zu unzureichenden Barmitteln oder anderen finanziellen Ressourcen von Intellect), sind zukunftsbezogene Aussagen, die mit Risiken und Unwägbarkeiten einhergehen, zu denen u.a. die folgenden gehören: die Wahrscheinlichkeit, dass die tatsächliche Leistung bzw. die tatsächlichen Ergebnisse wesentliche Abweichungen zeigen; dass die zukünftige Forschung erfolgreich verläuft; die Wahrscheinlichkeit, dass ein Medikament aus der Forschungs-Pipeline in den USA oder Ländern ausserhalb der USA zugelassen wird, oder die Fähigkeit von Intellect zur Finanzierung dieser Bemühung mit oder ohne Partner. Intellect verpflichtet sich in keiner Weise zur Aktualisierung dieser Aussagen. Der Leser sollte zukunftsbezogenen Aussagen, die nur für den Zeitpunkt ihrer Veröffentlichung gelten, kein übermässiges Vertrauen schenken. Folglich sollten alle zukunftsbezogenen Aussagen zusammen mit den zusätzlichen Risiken und Unwägbarkeiten gelesen werden, die in den Einreichungen von Intellect bei der Securities and Exchange Commission im Einzelnen dargelegt werden, und auch die Faktoren einschliessen, die unter der Überschrift "Risikofaktoren" im Jahresbericht von Intellect auf Formblatt 10-KSBA (Aktennr. 1-10615), eingereicht am 19. Oktober 2007, und dem Quartalsbericht des Unternehmens auf Formblatt 10-QSB für das Quartal zum 30. September 2007, eingereicht am 10. Dezember 2007 (Aktennr. 1-10615), das Quartal zum 31. Dezember 2007, eingereicht am 19. Februar 2007 und das Quartal zum 31. März 2008, eingereicht am 20. Mai 2008 (Aktennr. 333-128226), erörtert werden.

Elliot Maza | presseportal
Weitere Informationen:
http://www.intellectns.com
http://www.mrctechnology.org

Weitere Berichte zu: Alzheimer Antikörper Immunisierung MRCT

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Sollbruchstellen im Rückgrat - Bioabbaubare Polymere durch chemische Gasphasenabscheidung
02.12.2016 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

nachricht "Fingerabdruck" diffuser Protonen entschlüsselt
02.12.2016 | Universität Leipzig

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Greifswalder Forscher dringen mit superauflösendem Mikroskop in zellulären Mikrokosmos ein

Das Institut für Anatomie und Zellbiologie weiht am Montag, 05.12.2016, mit einem wissenschaftlichen Symposium das erste Superresolution-Mikroskop in Greifswald ein. Das Forschungsmikroskop wurde von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Land Mecklenburg-Vorpommern finanziert. Nun können die Greifswalder Wissenschaftler Strukturen bis zu einer Größe von einigen Millionstel Millimetern mittels Laserlicht sichtbar machen.

Weit über hundert Jahre lang galt die von Ernst Abbe 1873 publizierte Theorie zur Auflösungsgrenze von Lichtmikroskopen als ein in Stein gemeißeltes Gesetz....

Im Focus: Durchbruch in der Diabetesforschung: Pankreaszellen produzieren Insulin durch Malariamedikament

Artemisinine, eine zugelassene Wirkstoffgruppe gegen Malaria, wandelt Glukagon-produzierende Alpha-Zellen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) in insulinproduzierende Zellen um – genau die Zellen, die bei Typ-1-Diabetes geschädigt sind. Das haben Forscher des CeMM Forschungszentrum für Molekulare Medizin der Österreichischen Akademie der Wissenschaften im Rahmen einer internationalen Zusammenarbeit mit modernsten Einzelzell-Analysen herausgefunden. Ihre bahnbrechenden Ergebnisse werden in Cell publiziert und liefern eine vielversprechende Grundlage für neue Therapien gegen Typ-1 Diabetes.

Seit einigen Jahren hatten sich Forscher an diesem Kunstgriff versucht, der eine simple und elegante Heilung des Typ-1 Diabetes versprach: Die vom eigenen...

Im Focus: Makromoleküle: Mit Licht zu Präzisionspolymeren

Chemikern am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist es gelungen, den Aufbau von Präzisionspolymeren durch lichtgetriebene chemische Reaktionen gezielt zu steuern. Das Verfahren ermöglicht die genaue, geplante Platzierung der Kettengliedern, den Monomeren, entlang von Polymerketten einheitlicher Länge. Die präzise aufgebauten Makromoleküle bilden festgelegte Eigenschaften aus und eignen sich möglicherweise als Informationsspeicher oder synthetische Biomoleküle. Über die neuartige Synthesereaktion berichten die Wissenschaftler nun in der Open Access Publikation Nature Communications. (DOI: 10.1038/NCOMMS13672)

Chemische Reaktionen lassen sich durch Einwirken von Licht bei Zimmertemperatur auslösen. Die Forscher am KIT nutzen diesen Effekt, um unter Licht die...

Im Focus: Neuer Sensor: Was im Inneren von Schneelawinen vor sich geht

Ein neuer Radarsensor erlaubt Einblicke in die inneren Vorgänge von Schneelawinen. Entwickelt haben ihn Ingenieure der Ruhr-Universität Bochum (RUB) um Dr. Christoph Baer und Timo Jaeschke gemeinsam mit Kollegen aus Innsbruck und Davos. Das Messsystem ist bereits an einem Testhang im Wallis installiert, wo das Schweizer Institut für Schnee- und Lawinenforschung im Winter 2016/17 Messungen damit durchführen möchte.

Die erhobenen Daten sollen in Simulationen einfließen, die das komplexe Geschehen im Inneren von Lawinen detailliert nachbilden. „Was genau passiert, wenn sich...

Im Focus: Neuer Rekord an BESSY II: 10 Millionen Ionen erstmals bis auf 7,4 Kelvin gekühlt

Magnetische Grundzustände von Nickel2-Ionen spektroskopisch ermittelt

Ein internationales Team aus Deutschland, Schweden und Japan hat einen neuen Temperaturrekord für sogenannte Quadrupol-Ionenfallen erreicht, in denen...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Von „Coopetition“ bis „Digitale Union“ – Die Fertigungsindustrien im digitalen Wandel

02.12.2016 | Veranstaltungen

Experten diskutieren Perspektiven schrumpfender Regionen

01.12.2016 | Veranstaltungen

Die Perspektiven der Genom-Editierung in der Landwirtschaft

01.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Parkinson-Krankheit und Dystonien: DFG-Forschergruppe eingerichtet

02.12.2016 | Förderungen Preise

Smart Data Transformation – Surfing the Big Wave

02.12.2016 | Studien Analysen

Nach der Befruchtung übernimmt die Eizelle die Führungsrolle

02.12.2016 | Biowissenschaften Chemie