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Genanalyse soll künstliche Befruchtung erleichtern

14.05.2008
Verfahren ermittelt am besten geeignete Embryonen

Wissenschaftler der Monash University haben ein Verfahren der Genanalyse eingesetzt, um künftig die künstliche Befruchtung zu erleichtern. Damit soll das genetische Profil von Embryonen ermittelt werden, die bei einer künstlichen Befruchtung am ehesten zu einer erfolgreichen Schwangerschaft führen.

Das Team um Gayle Jones geht davon aus, dass mit Hilfe dieses Verfahrens in Zukunft nur noch ein Embryo in die Gebärmutter eingepflanzt werden muss. Werden nur lebensfähige Embryonen ausgewählt, kommt es auch zu keinen potenziell risikoreichen Mehrfachschwangerschaften. Details der Studie wurden in Human Reproduction veröffentlicht.

Bisher wurde die Auswahl der Blastozysten unter dem Mikroskop getroffen. Viele Kliniken verwenden in der Folge mehr als einen Embryo um die Erfolgschancen zu erhöhen. In Großbritannien zum Beispiel sind die Kliniken angehalten, maximal zwei Embryonen einzusetzen. In manchen Fällen werden laut BBC aber sogar drei ausgewählt. Dieses Verfahren hat es jedoch unmöglich gemacht, herauszufinden welche Embryonen sich wirklich weiterentwickelt haben. Damit wurde es auch schwer, entsprechenden Kriterien für eine Erfolg versprechende Auswahl zu entwickeln.

Die aktuelle Studie sollte genau dieses Problem lösen und identifizieren, welche Blastozysten sich nach der Übertragung erfolgreich weiterentwickeln würden. Zusätzlich sollten die genetischen Voraussetzungen identifiziert werden, die ihnen diese Fähigkeit verliehen. Theoretisch könnten damit Kliniken jene Embryonen ermitteln, die nicht über die entsprechende genetische Ausstattung verfügen. Die Forscher luden 48 Frauen, die sich einer künstlichen Befruchtung unterzogen, zur Mitarbeit an der Studie ein. Wurden die Embryonen zu Blastozysten, entfernte das Team zwischen acht und 20 Zellen aus einer bestimmten Zellschicht, dem Trophectoderm. Diese Zellen wurden in einem nächsten Schritt mit genetischen Vervielfältigungsverfahren analysiert.

Bei allen Teilnehmerinnen wurde mindestens ein Blastozyst eingesetzt. Als die Kinder geboren wurden, wurden Blutproben von der Nabenschnur oder Proben aus den Wangenzellen entnommen und gelagert. Mittels des DNA-Fingerabdrucks wurden diese Zellen mit der DNA aus den Zellen der Blastozysten verglichen. Damit konnte ermitteln werden, welche Embryonen sich weiterentwickelt hatten. Genetische Verfahren wurden in der Folge eingesetzt, um zu ermitteln welche Gene in den überlebensfähigen Blastozysten exprimiert wurden. Die Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen. Es konnten bisher aber entscheidende Gen-Gruppen identifiziert werden.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.monash.edu.au
http://humrep.oxfordjournals.org

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