Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Die Bienenretter

13.05.2008
Forscher der Freien Universität Berlin und des Länderinstituts für Bienenkunde haben den Infektions-Mechanismus einer tödlichen Bienenkrankheit entdeckt

Kaum ein Tier ist so wichtig wie die Biene. Gäbe es sie nicht, wäre die gesamte Landwirtschaft bedroht, weil durch die fehlende Bestäubung keine Nutzpflanzen mehr wüchsen.

Im Kampf um das Wohl der Bienen haben Wissenschaftler der Freien Universität Berlin und des Länderinstituts für Bienenkunde nun einen großen Fortschritt erzielt: Die Veterinärmediziner haben den Infektions-Mechanismus der "Amerikanischen Faulbrut" nachgewiesen - einer Tierseuche, die deshalb so gefährlich ist, weil sie als einzige ganze Bienenvölker töten kann.

Das interdisziplinäre Forscherteam um Dr. Elke Genersch, Länderinstitut für Bienenkunde und Dozentin am Fachbereich Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin, Professor Lothar H. Wieler und Dr. Marcel Nordhoff, Institut für Mikrobiologie und Tierseuchen des Fachbereichs Veterinärmedizin der Freien Universität, hat gezeigt, dass das Bakterium Paenibacillus larvae, das die Amerikanische Faulbrut verursacht, den Mitteldarm der Larve bevölkert und vom Futter lebt, das die Larve aufnimmt.

... mehr zu:
»Tierseuche

Erst wenn der Larvendarm bis zum Platzen mit den Bakterien gefüllt ist, durchbrechen diese die Darmwand und gelangen in das umliegende Gewebe. Bisher hatte man angenommen, dass der Bacillus so schnell wie möglich die Darmschleimhaut überwinden müsse, da er sich nur im Gewebe der Larve vermehren könne. Nun ist nachgewiesen, dass sich das Bakterium schon im Darm der Larve vermehrt.

Jedes Jahr erleiden Imker weltweit infolge der anzeigepflichtigen Tierseuche beträchtliche Verluste. Die einzige Möglichkeit, die Krankheit zurzeit zu bekämpfen, ist die Zerstörung der infizierten Brut oder die Vernichtung der erkrankten Völker. Die Ergebnisse der Forscher bedeuten einen Durchbruch in der Bienenpathologie und bereiten den Weg für eine effiziente Therapie.

Weitere Informationen erteilen Ihnen gern:
o Prof. Dr. Lothar H. Wieler, Telefon: 030 / 2093 6300, E-Mail: wieler.lothar@vetmed.fu-berlin.de

o PD Dr. Elke Genersch, Telefon: 03303 / 293833, E-Mail: genersch.elke@vetmed.fu-berlin.de

Christine Boldt | idw
Weitere Informationen:
http://www.fu-berlin.de

Weitere Berichte zu: Tierseuche

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Kupferhydroxid-Nanopartikel schützen vor toxischen Sauerstoffradikalen im Zigarettenrauch
30.03.2017 | Johannes Gutenberg-Universität Mainz

nachricht Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung
30.03.2017 | Universität Basel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Atome rennen sehen - Phasenübergang live beobachtet

Ein Wimpernschlag ist unendlich lang dagegen – innerhalb von 350 Billiardsteln einer Sekunde arrangieren sich die Atome neu. Das renommierte Fachmagazin Nature berichtet in seiner aktuellen Ausgabe*: Wissenschaftler vom Center for Nanointegration (CENIDE) der Universität Duisburg-Essen (UDE) haben die Bewegungen eines eindimensionalen Materials erstmals live verfolgen können. Dazu arbeiteten sie mit Kollegen der Universität Paderborn zusammen. Die Forscher fanden heraus, dass die Beschleunigung der Atome jeden Porsche stehenlässt.

Egal wie klein sie sind, die uns im Alltag umgebenden Dinge sind dreidimensional: Salzkristalle, Pollen, Staub. Selbst Alufolie hat eine gewisse Dicke. Das...

Im Focus: Kleinstmagnete für zukünftige Datenspeicher

Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Chemikern der ETH Zürich hat eine neue Methode entwickelt, um eine Oberfläche mit einzelnen magnetisierbaren Atomen zu bestücken. Interessant ist dies insbesondere für die Entwicklung neuartiger winziger Datenträger.

Die Idee ist faszinierend: Auf kleinstem Platz könnten riesige Datenmengen gespeichert werden, wenn man für eine Informationseinheit (in der binären...

Im Focus: Quantenkommunikation: Wie man das Rauschen überlistet

Wie kann man Quanteninformation zuverlässig übertragen, wenn man in der Verbindungsleitung mit störendem Rauschen zu kämpfen hat? Uni Innsbruck und TU Wien präsentieren neue Lösungen.

Wir kommunizieren heute mit Hilfe von Funksignalen, wir schicken elektrische Impulse durch lange Leitungen – doch das könnte sich bald ändern. Derzeit wird...

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Nierentransplantationen: Weisse Blutzellen kontrollieren Virusvermehrung

30.03.2017 | Biowissenschaften Chemie

Zuckerrübenschnitzel: der neue Rohstoff für Werkstoffe?

30.03.2017 | Materialwissenschaften

Integrating Light – Your Partner LZH: Das LZH auf der Hannover Messe 2017

30.03.2017 | HANNOVER MESSE