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Eine gute Partie für komplexe Systeme

02.05.2008
Das Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen und die Cornell University in Ithaca, New York wollen enger zusammenarbeiten. Einen entsprechenden Vertrag haben Vertreter beider Seiten jetzt unterschrieben. Auf dem Forschungsgebiet der komplexen Systeme werden sich beide Einrichtungen in Zukunft gegenseitig unterstützen.

Als komplex bezeichnen Wissenschaftler beispielsweise chaotische Systeme, in denen winzige Veränderungen große Auswirkungen haben. Gemeint ist nicht nur der sprichwörtliche Flügelschlag eines Schmetterlings, der einen Orkan auslösen kann. Auch das neuronale Netz im Gehirn, einzelne Zellen, die Erdatmosphäre, die Vorgänge beim Herzflimmern und turbulent strömende Flüssigkeiten fallen in diese Kategorie.

Forscher des Max-Planck-Instituts für Dynamik und Selbstorganisation und der Fakultäten für Biomedizin, Ingenieurswissenschaften und Physik der Cornell University untersuchen seit Jahren die gemeinsamen Gesetzmäßigkeiten, die den komplexen Systemen aus Biologie, Medizin und Physik zugrunde liegen. Das neue Bündnis ist somit für beide Einrichtungen eine "gute Partie", von der sich die Wissenschaftler neue Impulse versprechen.

Schwerpunkt der Vereinbarung ist ein Austauschprogramm für junge Wissenschaftler und Studenten. Durch Aufenthalte in der jeweils anderen Forschungseinrichtung können die Nachwuchsforscher neue Fragestellungen, Methoden und Experimente kennenlernen. Zudem wollen beide Institute gemeinsame Seminare und Symposien anbieten und nach Bedarf wissenschaftliche Geräte an einander ausleihen. Die Vereinbarung gilt für zunächst fünf Jahre.

Dr. Birgit Krummheuer | Max-Planck-Institut
Weitere Informationen:
http://www.mpg.de

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