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FEI-Kooperationsforum: Automatisierung in der Lebensmittelproduktion

17.04.2008
Experten zeigen in Bonn Bedarf für "intelligente" Produktionsprozesse auf.

Sein 7. Kooperationsforum veranstaltete der Forschungskreis der Ernährungsindustrie (FEI) am 15. April 2008 im Universitätsclub Bonn. Führende Wissenschaftler gaben in acht Fachvorträgen einen Überblick über den Stand des Wissens und der Technik auf dem Gebiet der Prozessautomatisierung.

Die Veranstaltung, die von Prof. Dr. Antonio Delgado von der Universität Erlangen-Nürnberg moderiert wurde, gliederte sich in drei Themenblöcke. Neben modernen Ansätzen des Prozessmonitoring inklusive der Prozessbeobachtung mittels Biosensoren wurde der grundlegende Einsatz von stoffadaptierten Aktoren anhand einer Kreiselpumpe illustriert.

Ein weiterer Themenblock ging auf die Automatisierungsansätze durch modellbasierte strukturelle Anlagenoptimierung sowie auf die Optimierung durch aktive Steuerung der materiellen Wechselwirkungen in dispersen Systemen ein. So konnte beispielsweise die Standzeit einer Erhitzungsanlage zur Produktion von H-Milch um 20 Prozent verlängert werden. Eine thematische Abrundung erfolgte durch Beiträge aus den Bereichen der automatischen Prozessführung von Fermentationsprozessen sowie Effizienzüberwachung an verketteten Verpackungslinien.

Die Veranstaltung war mit rund 90 Führungskräften aus der Lebensmittelwirtschaft und der Lebensmittelforschung gut besucht.

Ziel die Veranstaltung war es, den industriellen Forschungsbedarf für "intelligente" Prozesse in der Lebensmittelproduktion aufzuzeigen. "Wir haben gesehen, dass Automatisierungsprozesse in der Lebensmittelproduktion eine zunehmend wichtige Rolle spielen, um Qualität, Sicherheit und Effizienz zu erhöhen" fasste Prof. Dr. Antonio Delgado die Tagungsergebnisse zusammen.

Im Austausch zwischen Wirtschaft und Wissenschaft sollen weitere Forschungsprojekte zu diesem Themenbereich auf den Weg gebracht werden.
Die Abstracts der Vorträge, die Kurzviten der Referenten sowie die Präsentationen stehen ab 18. April 2008 als pdf-Dokumente unter

http://www.fei-bonn.de in der Rubrik Veranstaltungen > Dokumentationen zur Verfügung.

Zum thematischen Hintergrund:

Die Sicherstellung gleichbleibend hoher Produktqualität und -sicherheit bei zugleich hoher Prozesseffizienz, das Bestehen in einem stark umkämpften Markt und nicht zuletzt die Erfüllung regulatorischer Vorgaben erzwingen den zunehmenden Einsatz von Automatisierungswerkzeugen in der Lebensmittelproduktion.

Die Automatisierung hat sich längst zu einem Feld entwickelt, das substantielle Fortschritte nur einer interdisziplinär orientierten Arbeits¬plattform erbringen kann. Prozess- und Produktwissen müssen stark mit Methoden-, Verfahrens- und Anlagenwissen verwoben werden, um zu individuellen Lösungen optimaler Ausprägung für den einzelnen Produktionsbetrieb zu gelangen.

Zum Hintergrund der Veranstaltungsreihe:

Seit 2001 veranstaltet der Forschungskreis der Ernährungsindustrie einmal jährlich das FEI-Kooperationsforum. Ziel dieser Veranstaltung mit wechselnden Schwerpunktthemen ist es, den Stand der Technik in Querschnittsbereichen aufzuzeigen und insbesondere interdisziplinäre und branchenübergreifende Forschungsprojekte auf den Weg zu bringen. Das FEI-Netzwerk bildet den organisatorischen Rahmen für die Realisierung derartiger anwendungsorientierter Forschungsaktivitäten.

Katrin Jürgensen | idw
Weitere Informationen:
http://www.fei-bonn.de
http://www.fei-bonn.de/presse/presseinformationen.html/pm_20080416_kooperationsforum-08/

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