Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

The ubiquitin system in health and disease

03.04.2008
Spitzenforscher aus den USA, der Schweiz und Deutschland werden sich in Berlin über neueste Erkenntnisse zur Bedeutung eines der wichtigsten biologischen Systeme - dem Ubiquitin-regulierten Proteinstoffwechsel - austauschen.

Das aus 76 Aminosäuren bestehende Protein "Ubiquitin" ist Bestandteil aller eukaryotischen Zellen. Sein aus dem Lateinischen abgeleiteter Name bedeutet "überall" und charakterisiert sein allgegenwärtiges Vorkommen in Organismen und Geweben von den Ursprüngen der Evolutionsgeschichte an.


Welche grundlegende Bedeutung Ubiquitin für die Zellbiologie hat, entdeckten die israelischen Wissenschaftler Avram Hershko, Aaron Ciechanover zusammen mit dem US-Forscher Irwin Rose in den achtziger Jahren des vorigen Jahrhunderts und legten damit den Grundstein für ein neues Forschungsgebiet. Sie erkannten, dass der gezielte Abbau von Proteinen in einer Zelle beginnt, wenn sich Ubiquitine in einem mehrstufigen Prozess an ein Protein binden. Ein mit einer Ubiquitinkette markiertes Protein wird so von dem Proteinkomplex "Proteasom" erkannt und in kleinere Einheiten, so genannte Peptide, zerlegt. Das Ubiquitin wird dabei wieder freigesetzt und kann erneut in den zellulären "Protein-Abfallentsorgungsprozess" eintreten.

2004 erhielt das Forschertrio Hershko, Ciechanover, Rose für seine Arbeiten zur Entdeckung des Ubiquitin-gesteuerten Proteinabbaus den Nobelpreis für Chemie. Seit dieser Zeit rückten besonders Störungen im Proteinabbau aber auch in anderen Ubiquitin-gesteuerten Prozessen in den Fokus der Forscher.

Auf dem Symposium der Schering Stiftung werden Molekularbiologen, Genetiker und Onkologen aus der angewandten Forschung sowie der Arzneimittelentwicklung zweieinhalb Tage lang darüber diskutieren, auf welche Weise das Ubiquitin-Proteasom-System die Entstehung und Entwicklung von z.B. Tumorerkrankungen beeinflusst und warum Ubiquitin-Ligasen und Ubiquitin-Proteasen so interessante Targets für Therapieansätze bei der Krebsbehandlung sein können.

... mehr zu:
»Protein »Ubiquitin

Mit der Symposienreihe will die Schering Stiftung aktuelle und wichtige Forschungsgebiete voranbringen und den Dialog zwischen Wissenschaftlern unterschiedlicher Disziplinen und Forschungseinrichtungen wie Universitäten und der Industrie stärken. Sie will so Think Tanks für neue Ideen schaffen und Horizonte erweitern. Die Ergebnisse der Symposien werden beim Springer Verlag publiziert und im Buchhandel erhältlich sein.

Aktuelle Informationen finden Sie im Anschluss an den Workshop unter http://www.scheringstiftung.de.


Die Schering Stiftung fördert Wissenschaft und Kunst. Dabei liegt der Fokus im Bereich der Wissenschaften auf den Lebenswissenschaften, im künstlerischen Bereich auf der bildenden und darstellenden Kunst.

Eine Teilnahme an diesem Symposium ist nur auf Einladung möglich.

Organizing Committee:
Prof. Dr. Stefan Jentsch, Max-Planck-Institut für Biochemie, Martinsried Deutschland

Dr. Bernard Haendler, Bayer Schering Pharma AG, Berlin, Deutschland

Weitere Informationen:
Martina Schrammek
E-Mail: martina.schrammek@scheringstiftung.de

Dr. Carsten Klein | idw
Weitere Informationen:
http://www.scheringstiftung.de

Weitere Berichte zu: Protein Ubiquitin

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Der Buche in die Gene schauen - Vollständiges Genom der Rotbuche entschlüsselt
11.12.2017 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

nachricht Mit den Augen der Biene: Zoologe der Uni Graz entwickelt Verfahren zur Verbesserung dunkler Bilder
11.12.2017 | Karl-Franzens-Universität Graz

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Neue Einblicke in die Materie: Hochdruckforschung in Kombination mit NMR-Spektroskopie

Forschern der Universität Bayreuth und des Karlsruhe Institute of Technology (KIT) ist es erstmals gelungen, die magnetische Kernresonanzspektroskopie (NMR) in Experimenten anzuwenden, bei denen Materialproben unter sehr hohen Drücken – ähnlich denen im unteren Erdmantel – analysiert werden. Das in der Zeitschrift Science Advances vorgestellte Verfahren verspricht neue Erkenntnisse über Elementarteilchen, die sich unter hohen Drücken oft anders verhalten als unter Normalbedingungen. Es wird voraussichtlich technologische Innovationen fördern, aber auch neue Einblicke in das Erdinnere und die Erdgeschichte, insbesondere die Bedingungen für die Entstehung von Leben, ermöglichen.

Diamanten setzen Materie unter Hochdruck

Im Focus: Scientists channel graphene to understand filtration and ion transport into cells

Tiny pores at a cell's entryway act as miniature bouncers, letting in some electrically charged atoms--ions--but blocking others. Operating as exquisitely sensitive filters, these "ion channels" play a critical role in biological functions such as muscle contraction and the firing of brain cells.

To rapidly transport the right ions through the cell membrane, the tiny channels rely on a complex interplay between the ions and surrounding molecules,...

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Goldmedaille für die praktischen Ergebnisse der Forschungsarbeit bei Nutricard

11.12.2017 | Unternehmensmeldung

Nachwuchs knackt Nüsse - Azubis der Friedhelm Loh Group für Projekte prämiert

11.12.2017 | Unternehmensmeldung

Mit 3D-Zellkulturen gegen Krebsresistenzen

11.12.2017 | Medizin Gesundheit