Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Haie als lebende Hurrikan-Warnung

26.03.2008
Versuche in Überdruckkammer bestätigen Annahmen

Haie könnten in Zukunft für die Vorhersage von Hurrikans dienen: Eine junge schottische Forscherin der Aberdeen University berichtet über sehr vielversprechende Versuche in Druckkammern. Demnach reagieren Haie sehr sensibel auf Veränderungen des Luftdrucks und ziehen sich bei herannahenden Wirbelstürmen in tiefere Gewässer zurück, berichtet BBC-Online.

Die Doktorandin Lauren Smith hatte bei Feldforschungsversuchen auf der Bimini Biological Field Station auf den Bahamas vor der Küste Floridas festgestellt, dass Zitronenhaie bei herannahenden Hurrikans in tiefere Gewässer ziehen. Bekannt war den Forschern, dass Haie sehr empfindlich auf Druckunterschiede reagieren und diese mittels Haarzellen in ihrem Gleichgewichtssystem feststellen können. Bei der Beobachtung von freilebenden Haien mit Hilfe von akustischen Plaketten und GPS-Technologie wurden Daten von Luftdruck und Temperaturen miteinander verglichen.

Anschließend hat die Forscherin Untersuchungen mit Katzenhaien im Hinblick auf die Effekte von Gezeiten und Temperaturunterschieden in Aquarien gemacht. Besonders interessant war jedoch die Untersuchung im National Hyperbaric Centre http://www.nationalhyperbariccentre.com - einer Druckkammer, in der man Wetterverhältnisse simulieren kann. Die Verhältnisse entsprechen in etwa jenen einer herannahenden Sturmfront.

... mehr zu:
»Hurrikan »Sinnesorgan

"Dass Haie extrem empfindliche Sinnesorgane haben, ist bekannt", meint der Meeresbiologe Michael Stachowitsch von der Universität Wien http://www.univie.ac.at/marine-biology gegenüber pressetext. Er selbst sei über ein solches Forschungsergebnis nicht erstaunt. "Die Haihaut ist ein einziges großes Sinnesorgan. Die Fische können zum Beispiel über die so genannten Lorenzinischen Ampullen elektrische Felder von 0,01 bis 0,05 Mikrovolt pro Zentimeter feststellen", erklärt der Meeresbiologe. Das bedeute, dass selbst eine Herzfrequenz eines im Boden verborgenen Fisches lokalisiert werden könne. Berichte, wonach ein Hai bemerkt, ob ein Taucher aufgeregt ist oder nicht, wären nicht erfunden.

Eine Untersuchung an Haien in Florida im Sommer 2001 hat gezeigt, dass vor dem Hurrikan Gabrielle, Schwarzspitzen-Riffhaie mit der Näherung des Sturmes in tiefere Gewässer gezogen sind. David Smith vom National Hyperbaric Centre bezeichnet die Untersuchungen von Smith als bahnbrechende Erkenntnisse.

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.abdn.ac.uk
http://www6.miami.edu/sharklab

Weitere Berichte zu: Hurrikan Sinnesorgan

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Neue Einblicke in die Welt der Trypanosomen
16.08.2017 | Julius-Maximilians-Universität Würzburg

nachricht Geographie verrät das Alter von Viren
16.08.2017 | Universität Bern

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Forscher entwickeln maisförmigen Arzneimittel-Transporter zum Inhalieren

Er sieht aus wie ein Maiskolben, ist winzig wie ein Bakterium und kann einen Wirkstoff direkt in die Lungenzellen liefern: Das zylinderförmige Vehikel für Arzneistoffe, das Pharmazeuten der Universität des Saarlandes entwickelt haben, kann inhaliert werden. Professor Marc Schneider und sein Team machen sich dabei die körpereigene Abwehr zunutze: Makrophagen, die Fresszellen des Immunsystems, fressen den gesundheitlich unbedenklichen „Nano-Mais“ und setzen dabei den in ihm enthaltenen Wirkstoff frei. Bei ihrer Forschung arbeiteten die Pharmazeuten mit Forschern der Medizinischen Fakultät der Saar-Uni, des Leibniz-Instituts für Neue Materialien und der Universität Marburg zusammen Ihre Forschungsergebnisse veröffentlichten die Wissenschaftler in der Fachzeitschrift Advanced Healthcare Materials. DOI: 10.1002/adhm.201700478

Ein Medikament wirkt nur, wenn es dort ankommt, wo es wirken soll. Wird ein Mittel inhaliert, muss der Wirkstoff in der Lunge zuerst die Hindernisse...

Im Focus: Exotische Quantenzustände: Physiker erzeugen erstmals optische „Töpfe" für ein Super-Photon

Physikern der Universität Bonn ist es gelungen, optische Mulden und komplexere Muster zu erzeugen, in die das Licht eines Bose-Einstein-Kondensates fließt. Die Herstellung solch sehr verlustarmer Strukturen für Licht ist eine Voraussetzung für komplexe Schaltkreise für Licht, beispielsweise für die Quanteninformationsverarbeitung einer neuen Computergeneration. Die Wissenschaftler stellen nun ihre Ergebnisse im Fachjournal „Nature Photonics“ vor.

Lichtteilchen (Photonen) kommen als winzige, unteilbare Portionen vor. Viele Tausend dieser Licht-Portionen lassen sich zu einem einzigen Super-Photon...

Im Focus: Exotic quantum states made from light: Physicists create optical “wells” for a super-photon

Physicists at the University of Bonn have managed to create optical hollows and more complex patterns into which the light of a Bose-Einstein condensate flows. The creation of such highly low-loss structures for light is a prerequisite for complex light circuits, such as for quantum information processing for a new generation of computers. The researchers are now presenting their results in the journal Nature Photonics.

Light particles (photons) occur as tiny, indivisible portions. Many thousands of these light portions can be merged to form a single super-photon if they are...

Im Focus: Wissenschaftler beleuchten den „anderen Hochtemperatur-Supraleiter“

Eine von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Struktur und Dynamik der Materie (MPSD) geleitete Studie zeigt, dass Supraleitung und Ladungsdichtewellen in Verbindungen der wenig untersuchten Familie der Bismutate koexistieren können.

Diese Beobachtung eröffnet neue Perspektiven für ein vertieftes Verständnis des Phänomens der Hochtemperatur-Supraleitung, ein Thema, welches die Forschung der...

Im Focus: Tests der Quantenmechanik mit massiven Teilchen

Quantenmechanische Teilchen können sich wie Wellen verhalten und mehrere Wege gleichzeitig nehmen, um an ihr Ziel zu gelangen. Dieses Prinzip basiert auf Borns Regel, einem Grundpfeiler der Quantenmechanik; eine mögliche Abweichung hätte weitreichende Folgen und könnte ein Indikator für neue Phänomene in der Physik sein. WissenschafterInnen der Universität Wien und Tel Aviv haben nun diese Regel explizit mit Materiewellen überprüft, indem sie massive Teilchen an einer Kombination aus Einzel-, Doppel- und Dreifachspalten interferierten. Die Analyse bestätigt den Formalismus der etablierten Quantenmechanik und wurde im Journal "Science Advances" publiziert.

Die Quantenmechanik beschreibt sehr erfolgreich das Verhalten von Partikeln auf den kleinsten Masse- und Längenskalen. Die offensichtliche Unvereinbarkeit...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Eröffnung der INC.worX-Erlebniswelt während der Technologie- und Innovationsmanagement-Tagung 2017

16.08.2017 | Veranstaltungen

Sensibilisierungskampagne zu Pilzinfektionen

15.08.2017 | Veranstaltungen

Anbausysteme im Wandel: Europäische Ackerbaubetriebe müssen sich anpassen

15.08.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Neue Einblicke in die Welt der Trypanosomen

16.08.2017 | Biowissenschaften Chemie

Maschinensteuerung an Anwender: Intelligentes System für mobile Endgeräte in der Fertigung

16.08.2017 | Informationstechnologie

Komfortable Software für die Genomanalyse

16.08.2017 | Informationstechnologie