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Bluttest könnte Erleichterung für Emphysempatienten bringen

21.02.2008
Australische Wissenschaftler haben erfolgreich einen Bluttest erprobt, der Emphysempatienten hilft, schwere Hustenanfälle zu vermeiden.

In einer zweijährigen Studie untersuchten die Forscher der University of Melbourne und des Royal Melbourne Hospitals Auslöser für akute Schübe bei Lungenkrankheiten wie Emphysemen und schwerer Bronchitis.

Die Ergebnisse haben gezeigt, dass durch Einsatz eines Bluttests zum Nachweis des Proteins SAA, siebzig Prozent der überwachten Patienten Krankenhausaufenthalte, die sonst mit schweren Schüben einhergehen, vermeiden konnten.

Das Protein SAA - Serum Amyloid A - wurde bereits als Biomarker für die Verschlechterung des Gesundheitszustandes von Emphysempatienten vermutet. Im Rahmen der Studie wurde der SAA-Gehalt im Blut der Patienten vor, während und nach entsprechenden Krankheitsschüben und Hustenanfällen gemessen. Die Untersuchung der Blutproben hat gezeigt, dass der SAA-Gehalt im Blut während eines Schubes erhöht war und mit Abklingen des Schubes wieder abfiel.

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Das Protein wird Ärzten und Patienten helfen, die teilweise lebensbedrohlichen Schübe frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Ein Großteil der Schübe kann so zu Hause oder unter Aufsicht eines Allgemeinmediziners behandelt werden. Krankenhausaufenthalte sind deutlich seltener erforderlich.

Die Wissenschaftler hoffen, dass ihre Forschungsergebnisse zu einem vom Patienten durchführbaren Bluttest führen, wie dieser bereits für Diabetiker möglich ist. In weiteren Untersuchungen soll darüber hinaus geprüft werden, ob SAA nicht nur Marker sondern auch eine Ursache für Emphyseme sein könnte.

Weitere Informationen:
Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund
Pressestelle
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10117 Berlin
Email: berlin@ranke-heinemann.de
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Das Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund ist die zentrale Einrichtung aller australischen und neuseeländischen Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, zuständig für Wissens- und Forschungstransfer, Forschungsförderung sowie Studenten- und Wissenschaftleraustausch und für die Betreuung von Studierenden und Schülern, die ein Studium Down Under vorbereiten.

Sabine Ranke-Heinemann | idw
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