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Insulin inhalieren statt spritzen - australische Wissenschaftler entwickeln neues Verfahren

07.02.2008
Ein verbessertes Verfahren für die Herstellung von inhalativem Insulin könnte tägliches Spritzen für Diabetiker bald überflüssig machen. Die Idee, Insulin über die Lunge zu verabreichen, ist nicht neu. Schwierig erwies sich bislang allerdings die Umsetzung. Insbesondere mangelte es an optimalen technischen Voraussetzungen zur Pulverisierung des Insulins.

Wissenschaftler der University of New South Wales (UNSW) konnten durch eine innovative, einzigartige Technologie ein Insulinpulver herstellen, das das einzige bisher auf dem Markt erhältliche Insulinpulver in seiner Wirkung übertrifft. Das nach seiner Herstellungsmethode ARISE (Atomised Rapid Injection for Solvent Extraction) benannte Präparat weist eine sehr geringe Dichte auf und bietet durch die daraus resultierende größere Angriffsfläche einen höheren Widerstand innerhalb eines Luftzugs. Es kann somit tief in die Lunge gelangen und eine schnelle Wirkung erzielen.

Das von Professor Neil Foster und seinem Doktoranden Roderick Sih entwickelte ARISE Insulin verspricht neben einer leichteren Anwendung auch mehr Flexibilität in der Lebensführung. Diabetiker müssten nur noch zehn Minuten vor jeder Mahlzeit inhalieren und nicht wie bisher dreißig Minuten vorher das Insulin spritzen. Die schnelle Wirkung des pulverförmigen Insulins ermöglicht außerdem eine präzisere Kontrolle des Blutzuckerspiegels. Kurz nach der Inhalation kann der Glucosegehalt im Blut überprüft werden und, falls erforderlich, eine zusätzliche Verabreichung erfolgen. Somit können Patienten eine Insulinüberdosierung leichter verhindern.

Vielversprechend scheint die neue Technologie auch für die Behandlung von Asthma und anderen chronischen Bronchialerkrankungen zu sein.

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Das Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund ist die zentrale Einrichtung aller australischen und neuseeländischen Universitäten in Deutschland, Österreich und der Schweiz, zuständig für Wissens- und Forschungstransfer, Forschungsförderung sowie Studenten- und Wissenschaftleraustausch und für die Betreuung von Studierenden und Schülern, die ein Studium Down Under vorbereiten.

Sabine Ranke-Heinemann | idw
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