Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Warum Stammzellen das Herz reparieren

29.01.2008
Achtungserfolg für Rostocker: Renommiertes US-Magazin publiziert Forschungsbericht

Stammzellen helfen bei der Reparatur beschädigter Areale im Herzmuskel – der Nachweis dieser Fähigkeit von Stammzellen ist von den Rostocker Herzchirurgen schon mehrfach erbracht worden. Welche Vorgänge dabei genau ablaufen, ist hingegen immer noch Gegenstand intensiver Forschungsarbeiten.

Der Rostocker Mediziner Dr. Alexander Kaminski untersucht das Fließverhalten von Stammzellen und beobachtete, wie sie sich durch den Körper bewegen und an Stellen, an denen sie gebraucht werden, anlagern. Die immer bessere Kenntnis dieser Vorgänge brachte seiner jungen Forschungsgruppe jetzt einen

Achtungserfolg: Eine große Publikation samt Titelbild in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Laboratory Investigation“, einer Veröffentlichung des renommierten „Nature“-Gruppe.

... mehr zu:
»Poliklinik »Stammzelle
„Wir kommen mit unseren Untersuchungen immer weiter“, konstatiert Dr.
Alexander Kaminski von der Klinik und Poliklinik für Herzchirurgie am Universitätsklinikum Rostock. Dass sich die Rostocker Forschung mit ihrer Arbeit auf dem richtigen Weg befinden, belegt ein aktueller Achtungserfolg in der Fachwelt: Die Zeitschrift „Laboratory Investigation“, ein Ableger des renommierten „Nature“-Gruppe druckte einen Bericht über die Forschungsergebnisse Kaminskis und veröffentlichte ein Foto von fließenden Stammzellen als Titelbild.
Untersucht wird das Fließverhalten der Stammzellen im Körper: Wie bewegen sie sich, warum lagern sie sich an bestimmten Stellen an, an anderen nicht?

„Rolling“ und „Homing“ sind dabei entscheidende Verhaltensweisen. „Rolling“ meint die Verlangsamung der Fließgeschwindigkeit, „Homing“ das aktive Anlagern einer Stammzelle an eine bestimmte Stelle eines Gefäßes für einen späteren Übertritt in das Gewebe dahinter. „Wir versuchen zu erklären, warum die Zellen gerade an diesen Stellen bleiben“, sagt Dr. Alexander Kaminski von der Klinik und Poliklinik für Herzchirurgie am Uniklinikum Rostock, die von Professor Dr. Gustav Steinhoff geleitet wird. Professor Steinhoff gelang der Nachweis, dass Stammzellen helfen, durch Infarkt beschädigte Herzen zu regenerieren. Auf welche Weise dies aber geschieht, erkundet unter anderem Kaminskis Forschungsprojekt.

Um zu diesen neuen Erkenntnissen zu gelangen, beobachtete Kaminski das Fließverhalten der Stammzellen mittels „intravitaler Fluoreszens-Mikroskopie“, einem speziellen Verfahren, das Professor Dr. Brigitte Vollmar, Direktorin des kooperierenden Instituts für Experimentelle Chirurgie in Rostock, etablierte. „Dabei beobachteten wir das ‚Rolling’ und ‚Homing’ von Stammzellen und erkannten auch die Gründe für ihr Verhalten“, so Dr. Kaminski. Bekannt war, dass für das Anlagern von Stammzellen eine Entzündung oder ein Trauma im Gewebe und der so genannte Homing-Faktor ausschlaggebend waren. Kaminskis aktuelle Publikation erläutert die Erkenntnis, dass unter anderem ein Enzym in der Gefäßwand, das Stickoxyd produziert, zu den Voraussetzungen gehört.

Der Beitrag des Rostocker Mediziners im Internet (englisch):
Related Articles, Links
Kaminski A, Ma N, Donndorf P, Lindenblatt N, Feldmeier G, Ong LL, Furlani D, Skrabal CA, Liebold A, Vollmar B, Steinhoff G.

Oder http://www.nature.com/labinvest/index.html

BU: "Mikroskopische Darstellung von fluoreszierenden Knochenmarkstammzellen
in ihrer Interaktion mit der Blutgefässwand im lebenden Organismus"
BU: Alexander Kaminski
Kontakt
Dr. Alexander Kaminski
Prof. Dr. Gustav Steinhoff
Klinik und Poliklinik für Herzchirurgie
Universitätsklinikum Rostock
Schillingallee 35
18057 Rostock
Tel. 0381/4946100
Fax. 0381/4946102
Mail. gustav.steinhoff@med.uni-rostock.de

Ingrid Rieck | Universität Rostock
Weitere Informationen:
http://www.uni-rostock.de
http://www.nature.com/labinvest/index.html

Weitere Berichte zu: Poliklinik Stammzelle

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Zebras: Immer der Erinnerung nach
24.05.2017 | Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseen

nachricht Wichtiges Regulator-Gen für die Bildung der Herzklappen entdeckt
24.05.2017 | Universität Basel

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Im Focus: Turmoil in sluggish electrons’ existence

An international team of physicists has monitored the scattering behaviour of electrons in a non-conducting material in real-time. Their insights could be beneficial for radiotherapy.

We can refer to electrons in non-conducting materials as ‘sluggish’. Typically, they remain fixed in a location, deep inside an atomic composite. It is hence...

Im Focus: Hauchdünne magnetische Materialien für zukünftige Quantentechnologien entwickelt

Zweidimensionale magnetische Strukturen gelten als vielversprechendes Material für neuartige Datenspeicher, da sich die magnetischen Eigenschaften einzelner Molekülen untersuchen und verändern lassen. Forscher haben nun erstmals einen hauchdünnen Ferrimagneten hergestellt, bei dem sich Moleküle mit verschiedenen magnetischen Zentren auf einer Goldfläche selbst zu einem Schachbrettmuster anordnen. Dies berichten Wissenschaftler des Swiss Nanoscience Institutes der Universität Basel und des Paul Scherrer Institutes in der Wissenschaftszeitschrift «Nature Communications».

Ferrimagneten besitzen zwei magnetische Zentren, deren Magnetismus verschieden stark ist und in entgegengesetzte Richtungen zeigt. Zweidimensionale, quasi...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Hochspannung für den Teilchenbeschleuniger der Zukunft

24.05.2017 | Physik Astronomie

3D-Graphen: Experiment an BESSY II zeigt, dass optische Eigenschaften einstellbar sind

24.05.2017 | Physik Astronomie

Optisches Messverfahren für Zellanalysen in Echtzeit - Ulmer Physiker auf der Messe "Sensor+Test"

24.05.2017 | Messenachrichten