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Gentherapie-Implantate gegen Sehnenverletzungen

14.01.2008
Erste Tests mit Mäusen erfolgreich verlaufen

Wissenschaftler der University of Rochester haben gefriergetrocknete Implantate, die mit einer Gentherapie-Lösung angereichert sind, für die Behandlung von Sehnen entwickelt. Erste Tests legen nahe, dass die Implantate die Heilung beschleunigen und einen großen Teil der Beweglichkeit wieder herstellen können.

Versuche an Mäusen mit Verletzungen, die jenen der Beugesehnen menschlicher Hände ähnlich sind, wurden laut BBC erfolgreich durchgeführt. Details der Studie wurden in dem Fachmagazin Molecular Therapy veröffentlicht.

Die Forscher gehen davon aus, dass dieser neue Behandlungsansatz für eine Reihe von Verletzungen eingesetzt werden kann. Dazu gehören auch Verletzungen des Kreuzbandes und der Rotatorenmanschette. Bei vielen Standardbehandlungen implantierten die Chirurgen ein Autograft, bestehend aus einer Sehne eines anderen Körperteils des Patienten. Das Risiko einer Entzündung oder Vernarbung besteht.

Es kann dazu kommen, dass die Sehne nicht über das Gelenk gleitet sondern sich festsetzt. Die Folge kann eine permanente Einschränkung der Bewegungsfreiheit sein. Versuche mit Sehnen von Spendern zu arbeiten, werden durch die Abstoßungsreaktionen erschwert. Ansätze mit synthetischem Material zu arbeiten, wiederum standen vor qualitativen Schwierigkeiten.

Der neue Behandlungsansatz setzt gespendete, gefriergetrocknete Implantate ein, so genannte allogene Transplantate, die mit einer Gentherapie-Lösung angereichert sind. Ziel ist es, dass der Körper die fremden Zellen akzeptiert und neues Gewebe entsteht. Bei den Tests konnte das Ankleben deutlich verringert werden. 28 Tage nach dem Eingriff hatten die Mäuse fast 65 Prozent ihrer normalen Beweglichkeit wiedererlangt.

Tiere, die ein Transplantat mit einem nicht therapeutischen Gen erhalten hatten, erlangten nur 35 Prozent der Beweglichkeit wieder. Laut Regis O'Keefe, einem der Autoren der Studie, sind Sehnen sehr belastbar. Im gefrorenen Zustand sei eine lange Lagerung ebenso problemlos wie der Transport. "Vor dem Eingriff werden die Sehnen einfach in einer Lösung aufgetaut, die Wachstumsfaktoren enthält, entsprechend geformt und implantiert."

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.urmc.rochester.edu
http://www.nature.com/mt

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