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Costa Rica: Erneut unbekannte Tierarten entdeckt

08.01.2008
Drei neue Salamander-Spezies in entlegenem Urwaldgebiet gefunden

Drei bisher unbekannte Salamander-Spezies hat ein Forscherteam um Alex Monro vom Natural History Museum in London im Amistad International Park an der Grenze zwischen Panama und Costa Rica entdeckt. Der Forscher hat im Wissenschaftsmagazin National Geographic berichtet, dass ein Großteil dieses größten Regenwalds Mittelamerikas bisher komplett unerforscht ist.

Die drei neuen Spezies heben die Artenzahl der Salamander Costa Ricas auf 45. "Die meisten davon gibt es aller Wahrscheinlichkeit nach nirgendwo sonst auf der Erde", erklärt der Wissenschaftler, der betont, dass die meisten dieser neu entdeckten Spezies in einem nur sehr kleinen Lebensraum vorkommen. Einer der drei Salamander mit einer auffälligen roten und gelben Färbung misst nur rund drei Zentimeter und lebt vorwiegend in Moosen und Blättern. Die beiden anderen ernähren sich von kleinen Insekten, die sie in der Nacht jagen. Alle drei Amphibien bewegen sich zwar sehr langsam, verfügen allerdings über eine schnelle Zunge, mit der sie die Beute fangen.

Die drei Salamander sind allerdings nur die "Spitze des Eisbergs" der Neuentdeckungen in La Amistad. Mehr als 5.300 Tier- und Pflanzenarten konnten die Forscher in dem knapp 200.000 Hektar großen Park, der bis zu einer Höhe von 3.300 Metern aufragt, beschreiben. Der Park, der zu einem UNESCO-Weltkulturerbe erhoben wurde, weist eine der höchsten Biodioversitätsdichten vor allem bei Amphibien auf. Bei Sichtung des gefundenen Materials gehen die Forscher davon aus, auch noch andere bisher nicht beschriebene Arten zu entdecken.

Unterstützt wurde das Forschungsprojekt von der Darwin Initiative, einer von der britischen Regierung zum Schutz der Artenvielfalt und Nachhaltigkeit ins Leben gerufenen Initiative. Das La Amistad Projekt soll zudem auch Licht hinter den weltweiten Rückgang der tropischen Amphibien bringen. Bisher sind Forscher davon ausgegangen, dass eine Kombination aus globaler Erwärmung, Habitatsverlust und eines Pilzes, der auf toten Tieren gefunden wurde, für das große Amphibiensterben verantwortlich ist. Wie Monro feststellen konnte, haben sich einige Froscharten aufgrund der Erwärmung in höhere Regionen mit kühleren Temperaturen zurückgezogen.

Im kommenden Jahr soll aufgrund der großen Artenvielfalt eine weitere Expedition in diese Region folgen. "Mittelamerika ist verhältnismäßig dicht besiedelt, daher scheint es verwunderlich, dass es derartig unerforschte Regionen überhaupt noch gibt", so der Forscher. Die Flora und Fauna sei aufgrund der Abgeschiedenheit über die vergangenen Jahre hinweg erhalten geblieben. Zudem sei das Gebiet aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit unwirtlich, schreibt Monro. Weitere Informationen finden sich unter http://www.laamistad.com .

Wolfgang Weitlaner | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.nhm.ac.uk
http://www.nationalgeographic.com
http://www.darwin.gov.uk

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