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Biologische Artenvielfalt in der Antarktis

08.01.2008
Time Magazine zählt internationale Forschung zur biologischen Artenvielfalt zu den "Top 10 der Scientific Discoveries für 2007"

Das Time Magazine zählt die internationale Forschung zur biologischen Artenvielfalt in der Antarktis zu den "Top 10" der Wissenschaftlichen Entdeckungen im Jahr 2007. Das Magazin bezieht sich dabei auf Ergebnisse, die im Mai 2007 unter Federführung von Prof. Dr. Angelika Brandt von der Universität Hamburg im Wissenschaftsjournal "Nature" publiziert wurden. Die Forscherinnen und Forscher fanden auf dem Meeresboden des Weddell-Meeres der Antarktis in einer Tiefe von 700-6000 Metern über 700 neue Organismen, darunter verschiedene Krebse, Fleisch fressende Schwämme und Riesen-Seespinnen.

Dazu Prof. Dr. Angelika Brandt: "Dies ist eine große Anerkennung unserer Biodiversitätsforschung in diesem vielfältigen und schönen Ökosystem. Das Biosystem im antarktischen Meer ist verbunden mit all den anderen Ozeanen um den Südpol. Was in der Antarktis passiert, ist von fundamentaler Bedeutung für die Gesundheit aller Meere auf unserem Planeten."

An dem in der "Nature" erschienenen Artikel zur Biodiversität und Biogeographie des südlichen Ozeans war ein Team von 21 Biologen beteiligt. Vier von ihnen, darunter Prof. Dr. Angelika Brandt, befinden sich bis Anfang Februar auf dem deutschen Forschungsschiff Polarstern, um ihre Untersuchungen fortzusetzen.

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Die Polarstern ist Teil des Deutschen Polarforschungsprogramms unter Federführung des Alfred Wegener Institutes für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler erforschen an Bord des Forschungsschiffs auf ihrer 10-wöchigen Reise die Auswirkungen des Klimawandels auf die biologischen und physikalischen Prozesse, welche die oberflächennahen Wasserschichten mit den Lebensgemeinschaften am Meeresgrund verbinden. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an Bord kommen von 22 Forschungsinstituten aus 9 Ländern, u. a. vom Alfred-Wegener-Institut, der Universität Hamburg, der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Universität Bremen, dem Senckenberg Museum, der Universität von Sevilla, dem niederländischen Institut IMARES, der Universität Bergen, der Universität Genf, der Universität Liverpool und der Universität Kapstadt.

Die Untersuchungen zum Erkunden der Artenvielfalt im Meer in dieser ausgedehnten und unerforschten Region werden während des internationalen Polarjahres 2007-2008 fortgesetzt.

Für Rückfragen:

Für einen E-Mail-Kontakt zu Prof. Dr. Angelika Brandt auf dem Forschungsschiff Polarstern wenden Sie sich bitte an:

Pressestelle der Universität Hamburg
Tel.: (040) 428 38-29 68
E-Mail: presse@uni-hamburg.de
oder
Angelika Dummermuth
Alfred-Wegener-Institut Bremerhaven
Tel.: 0471-4831-1742
E-Mail: Angelika.Dummermuth@awi.de

Viola Griehl | idw
Weitere Informationen:
http://www.uni-hamburg.de/

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