Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

REACH-Info 3 zu Polymeren und Monomeren

21.12.2007
Als nationale Auskunftsstelle (Helpdesk) für das neue europaweit geltende Chemikalienrecht unterstützt die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) Unternehmen bei der Umsetzung der sogenannten REACH-Verordnung.

Dabei werden bestimmte Themenbereiche vermehrt an den REACH-Helpdesk herangetragen. Antworten auf häufig gestellte Fragen geben die Broschüren der Reihe REACH-Info. Jetzt hat die BAuA "REACH-Info 3: Besonderheiten bei Polymeren und Monomeren" veröffentlicht.

Die dritte Broschüre erläutert die besonderen Regelungen, die unter REACH für Polymere und Monomere gelten, bekannt sind Kunststoffe wie Nylon, PVC, oder Teflon. Zwar sind Polymere auch Stoffe im Sinne von REACH, aufgrund ihrer Zusammensetzung und Struktur werden sie in REACH besonders betrachtet. Im Gegensatz zum Chemikaliengesetz, das noch bis 31. Mai 2008 gültig ist, müssen Polymere unter REACH nicht registriert werden.

Darüber hinaus muss für sie künftig auch keine Stoffbewertung durchgeführt werden. Die Herstellung oder der Import eines Polymers verursacht jedoch Registrierungspflichten in Bezug auf die Monomere oder sonstige Reaktanten. Unter Umständen kann dies eine zusätzliche Pflicht für Unternehmen mit sich bringen, die ein Polymer nach dem bisherigen Recht als Neustoff angemeldet haben. Unter REACH muss dann das Monomer registriert werden, wenn es nicht bereits als Neustoff nach Chemikaliengesetz angemeldet war.

Insgesamt bringt REACH Änderungen in Bezug auf die Behandlung von Polymeren und Monomeren mit sich. Deshalb geht REACH-Info 3 intensiv auf die Definition von Polymeren im neuen europäischen Chemikalienrecht ein. Zudem erläutert die Broschüre die Voraussetzungen, unter denen Monomere registriert werden müssen. Darüber hinaus stellt die Broschüre die Unterschiede in der Behandlung dieser Stoffe zwischen REACH und dem bisherigen Chemikalienrecht dar. Zusammen mit Themen wie die No-longer Polymere, Polymere und der Erzeugnisbegriff oder Polymere als Bestandteil von Zubereitungen beleuchtet die Broschüre ausführlich diese Besonderheiten unter REACH. Dabei verdeutlichen Beispiele die gesetzlichen Regelungen.

Die kostenlose Broschüre "REACH-Info 3: Besonderheiten bei Polymeren und Monomeren" befindet sich als Download im PDF-Format auf der Webseite: http://www.reach-helpdesk.de oder kann voraussichtlich ab Mitte Januar 2008 bezogen werden über das Informationszentrum der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Postfach 17 02 02, 44061 Dortmund, Servicetelefon 0231.90 71 20 71, Service - Fax 0231.90 71 20 70, E-mail: info-zentrum@baua.bund.de.

Mit der REACH-Verordnung trat am 1. Juni 2007 ein neues, europaweit geltendes Chemikalienrecht in Kraft. REACH steht für Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien (Registration, Evaluation and Authorisation of Chemicals). Künftig werden rund 30.000 Stoffe, die sich auf dem europäischen Markt befinden, bei der neuen europäischen Chemikalienagentur (ECHA) in Helsinki registriert.

Jörg Feldmann | idw
Weitere Informationen:
http://www.reach-helpdesk.de
http://www.baua.de/de/Publikationen/Broschueren/REACH-Info/REACH-Info-03.html

Weitere Berichte zu: Chemikalienrecht Monomer Polymer REACH REACH-Info

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Der Evolution des Immunsystems auf der Spur
08.12.2016 | Charité – Universitätsmedizin Berlin

nachricht Bakterien aus dem Blut «ziehen»
07.12.2016 | Empa - Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Rätsel um Mott-Isolatoren gelöst

Universelles Verhalten am Mott-Metall-Isolator-Übergang aufgedeckt

Die Ursache für den 1937 von Sir Nevill Francis Mott vorhergesagten Metall-Isolator-Übergang basiert auf der gegenseitigen Abstoßung der gleichnamig geladenen...

Im Focus: Poröse kristalline Materialien: TU Graz-Forscher zeigt Methode zum gezielten Wachstum

Mikroporöse Kristalle (MOFs) bergen große Potentiale für die funktionalen Materialien der Zukunft. Paolo Falcaro von der TU Graz et al zeigen in Nature Materials, wie man MOFs gezielt im großen Maßstab wachsen lässt.

„Metal-organic frameworks“ (MOFs) genannte poröse Kristalle bestehen aus metallischen Knotenpunkten mit organischen Molekülen als Verbindungselemente. Dank...

Im Focus: Gravitationswellen als Sensor für Dunkle Materie

Die mit der Entdeckung von Gravitationswellen entstandene neue Disziplin der Gravitationswellen-Astronomie bekommt eine weitere Aufgabe: die Suche nach Dunkler Materie. Diese könnte aus einem Bose-Einstein-Kondensat sehr leichter Teilchen bestehen. Wie Rechnungen zeigen, würden Gravitationswellen gebremst, wenn sie durch derartige Dunkle Materie laufen. Dies führt zu einer Verspätung von Gravitationswellen relativ zu Licht, die bereits mit den heutigen Detektoren messbar sein sollte.

Im Universum muss es gut fünfmal mehr unsichtbare als sichtbare Materie geben. Woraus diese Dunkle Materie besteht, ist immer noch unbekannt. Die...

Im Focus: Significantly more productivity in USP lasers

In recent years, lasers with ultrashort pulses (USP) down to the femtosecond range have become established on an industrial scale. They could advance some applications with the much-lauded “cold ablation” – if that meant they would then achieve more throughput. A new generation of process engineering that will address this issue in particular will be discussed at the “4th UKP Workshop – Ultrafast Laser Technology” in April 2017.

Even back in the 1990s, scientists were comparing materials processing with nanosecond, picosecond and femtosesecond pulses. The result was surprising:...

Im Focus: Wie sich Zellen gegen Salmonellen verteidigen

Bioinformatiker der Goethe-Universität haben das erste mathematische Modell für einen zentralen Verteidigungsmechanismus der Zelle gegen das Bakterium Salmonella entwickelt. Sie können ihren experimentell arbeitenden Kollegen damit wertvolle Anregungen zur Aufklärung der beteiligten Signalwege geben.

Jedes Jahr sind Salmonellen weltweit für Millionen von Infektionen und tausende Todesfälle verantwortlich. Die Körperzellen können sich aber gegen die...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Firmen- und Forschungsnetzwerk Munitect tagt am IOW

08.12.2016 | Veranstaltungen

NRW Nano-Konferenz in Münster

07.12.2016 | Veranstaltungen

Wie aus reinen Daten ein verständliches Bild entsteht

05.12.2016 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Heimcomputer entdecken rekordverdächtiges Pulsar-Neutronenstern-System

08.12.2016 | Physik Astronomie

Siliziumsolarzelle des ISFH erzielt 25% Wirkungsgrad mit passivierenden POLO Kontakten

08.12.2016 | Energie und Elektrotechnik

Oberleitungs-LKW: Option für einen umweltverträglichen Güterverkehr?

08.12.2016 | Verkehr Logistik