Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Namenswechsel: Lackchemie statt Anstrichstoffe und Pigmente

17.12.2007
Eine der traditionsreichsten Fachgruppen in der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh), die 1947 gegründete Fachgruppe Anstrichstoffe und Pigmente, wird zum 1. Januar 2008 umbenannt in Fachgruppe Lackchemie. Der GDCh-Vorstand beschloss in seiner Dezember-Sitzung, dem Antrag des Fachgruppenvorstands zuzustimmen.

Lackchemie ist der moderne, umfassende Begriff, der mit der aktuellen Fachsprache im Einklang steht. Mit dem neuen Namen erhält die Fachgruppe auch erstmals ein Logo (www.gdch.de/lack).

"Beschichtungsstoffe wäre zwar besonders korrekt", merkt der Vorsitzende der Fachgruppe, Professor Dr. Thomas Brock von der Hochschule Niederrhein, an "steht aber im Gegensatz zum Sprachgebrauch und würde nicht akzeptiert." "Lack" wird weitgehend synonym für Beschichtungsstoffe verwendet; es gibt Lacklaboranten, Lackingenieure oder die Lackindustrie. "Lackchemie" umfasst also auch Künstlerfarben, Druckfarben, Naturfarben oder Wandfarben für den Heimwerker. Sie beinhaltet Pigmente und Lösemittel, Polymere, Bindemittel, Additive, Formulierungen, die Chemie und Physik bei Applikation und Trocknung oder Härtung sowie ökologische Aspekte. Die Inhalte der alten "APi" haben sich also nicht geändert.

Wer sich einen Überblick über die moderne Lackchemie verschaffen möchte, kann das über die Aktuelle Wochenschau der GDCh tun. 2007 hat die Fachgruppe jede Woche einen Beitrag ins Internet gestellt (www.aktuelle-wochenschau.de). Es geht beispielsweise um Autolacke und -lackierungen, um Bionik in der Lackiertechnik, um Nanotechnologie in der Lackindustrie, um Antifouling-Schiffsbeschichtungen, um Holzbeschichtungen, um Pulverlacke, Elektroisolierlacke, Nagellacke, Lacksprays oder auch um Fragen des Korrosionsschutzes oder der Rheologie.

... mehr zu:
»Anstrichstoffe »GDCh »Lackchemie »Pigment

In "HighChem hautnah - Aktuelles aus der Chemie der Farben und Lacke" sollen die Beiträge der Aktuellen Wochenschau, gekürzt und didaktisch aufbereitet, ab Mitte 2008 als Broschüre verfügbar sein - der dritte Band der HighChem-Reihe der GDCh.

Die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) ist mit über 27.000 Mitgliedern eine der größten chemiewissenschaftlichen Gesellschaften weltweit. Sie hat 25 Fachgruppen und Sektionen, darunter die Fachgruppe Anstrichstoffe und Pigmente, die ab Januar 2008 Lackchemie heißt. Diese Fachgruppe hat zurzeit 430 Mitglieder. Die GDCh bietet das von Professor Dr. Katharina Kohse-Höinghaus konzipierte Internet-Projekt Aktuelle Wochenschau seit 2005 an. Jahr für Jahr bestreitet eine andere Fachgruppe, Sektion oder Arbeitsgemeinschaft der GDCh die Aktuelle Wochenschau und gibt im Folgejahr die darauf basierende HighChem-Broschüre heraus. Die Aktuelle Wochenschau zeigt 2008 in 52 Beiträgen, was unter nachhaltiger Chemie zu verstehen ist.

Dr. Renate Hoer | idw
Weitere Informationen:
http://www.gdch.de

Weitere Berichte zu: Anstrichstoffe GDCh Lackchemie Pigment

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Der Evolutionsvorteil der Strandschnecke
28.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

nachricht Mobile Goldfinger
28.03.2017 | Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V.

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Entwicklung miniaturisierter Lichtmikroskope - „ChipScope“ will ins Innere lebender Zellen blicken

Das Institut für Halbleitertechnik und das Institut für Physikalische und Theoretische Chemie, beide Mitglieder des Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), der Technischen Universität Braunschweig, sind Partner des kürzlich gestarteten EU-Forschungsprojektes ChipScope. Ziel ist es, ein neues, extrem kleines Lichtmikroskop zu entwickeln. Damit soll das Innere lebender Zellen in Echtzeit beobachtet werden können. Sieben Institute in fünf europäischen Ländern beteiligen sich über die nächsten vier Jahre an diesem technologisch anspruchsvollen Projekt.

Die zukünftigen Einsatzmöglichkeiten des neu zu entwickelnden und nur wenige Millimeter großen Mikroskops sind äußerst vielfältig. Die Projektpartner haben...

Im Focus: A Challenging European Research Project to Develop New Tiny Microscopes

The Institute of Semiconductor Technology and the Institute of Physical and Theoretical Chemistry, both members of the Laboratory for Emerging Nanometrology (LENA), at Technische Universität Braunschweig are partners in a new European research project entitled ChipScope, which aims to develop a completely new and extremely small optical microscope capable of observing the interior of living cells in real time. A consortium of 7 partners from 5 countries will tackle this issue with very ambitious objectives during a four-year research program.

To demonstrate the usefulness of this new scientific tool, at the end of the project the developed chip-sized microscope will be used to observe in real-time...

Im Focus: Das anwachsende Ende der Ordnung

Physiker aus Konstanz weisen sogenannte Mermin-Wagner-Fluktuationen experimentell nach

Ein Kristall besteht aus perfekt angeordneten Teilchen, aus einer lückenlos symmetrischen Atomstruktur – dies besagt die klassische Definition aus der Physik....

Im Focus: Wegweisende Erkenntnisse für die Biomedizin: NAD⁺ hilft bei Reparatur geschädigter Erbinformationen

Eine internationale Forschergruppe mit dem Bayreuther Biochemiker Prof. Dr. Clemens Steegborn präsentiert in 'Science' neue, für die Biomedizin wegweisende Forschungsergebnisse zur Rolle des Moleküls NAD⁺ bei der Korrektur von Schäden am Erbgut.

Die Zellen von Menschen und Tieren können Schäden an der DNA, dem Träger der Erbinformation, bis zu einem gewissen Umfang selbst reparieren. Diese Fähigkeit...

Im Focus: Designer-Proteine falten DNA

Florian Praetorius und Prof. Hendrik Dietz von der Technischen Universität München (TUM) haben eine neue Methode entwickelt, mit deren Hilfe sie definierte Hybrid-Strukturen aus DNA und Proteinen aufbauen können. Die Methode eröffnet Möglichkeiten für die zellbiologische Grundlagenforschung und für die Anwendung in Medizin und Biotechnologie.

Desoxyribonukleinsäure – besser bekannt unter der englischen Abkürzung DNA – ist die Trägerin unserer Erbinformation. Für Prof. Hendrik Dietz und Florian...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Industriearbeitskreis »Prozesskontrolle in der Lasermaterialbearbeitung ICPC« lädt nach Aachen ein

28.03.2017 | Veranstaltungen

Neue Methoden für zuverlässige Mikroelektronik: Internationale Experten treffen sich in Halle

28.03.2017 | Veranstaltungen

Wie Menschen wachsen

27.03.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Von Agenten, Algorithmen und unbeliebten Wochentagen

28.03.2017 | Unternehmensmeldung

Hannover Messe: Elektrische Maschinen in neuen Dimensionen

28.03.2017 | HANNOVER MESSE

Dimethylfumarat – eine neue Behandlungsoption für Lymphome

28.03.2017 | Medizin Gesundheit