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Forscher entdecken Schalter für innere Uhr des Menschen

13.12.2007
Hoffnung auf wirksamere Medikamente gegen Schlafstörungen

Der Mensch wird im 24-Stunden-Rhythmus von einer inneren Uhr gelenkt. Wissenschaftler der University of California haben jetzt den chemischen Schalter identifiziert, der den genetischen Mechanismus kontrolliert, durch den die innere Uhr der Menschen reguliert wird. Obwohl an diesem Vorgang komplexe Gene beteiligt sind, wird der ganze Mechanismus von einer einzelnen Aminosäure kontrolliert. Die Forscher hoffen, dass diese Entdeckung zu wirksameren Medikamenten führen wird, um Schlafstörungen und ähnliche Erkrankungen zu behandeln. Die Details der Studie wurden in Nature veröffentlicht.

Da der auslösende Mechanismus so spezifisch sei, scheine er ein perfektes Ziel für regulierende Eingriffe zu sein, erklärt der leitende Wissenschaftler Paolo Sassone-Corsi. "Es ist absolut faszinierend, wie genau die molekulare Kontrolle in der Biologie ist." Die innere Uhr des Menschen ist ein höchst empfindlicher Mechanismus, der Veränderungen in der Umwelt voraussehen kann und eine ganze Reihe von Körperfunktionen reguliert. Die Bandbreite reicht dabei von den Schlafmustern über den Stoffwechsel bis hin zum Verhalten. Laut BBC wird davon ausgegangen, dass sie bis zu 15 Prozent aller menschlichen Gene kontrolliert.

Eine Störung dieses inneren Rhythmus kann die menschliche Gesundheit entscheidend beeinflussen. Zusammenhänge zu Schlaflosigkeit, Depressionen, Herzerkrankungen, Krebs und neurodegenerativen Erkrankungen wurden von der Medizin bereits hergestellt. Das Gen CLOCK und sein Partner BMAL1 kontrollieren die innere Uhr des Menschen. Die aktuelle Studie hat nachgewiesen, dass eine einzelne Aminosäure eines von BMAL1 produzierten Proteins eine Veränderung durchmacht, die eine Kette von genetischen Ereignissen auslöst, die mit dem Stellen der inneren Uhr zusammenhängen.

Ist diese Veränderung in irgendeiner Weise beeinträchtigt, kann der Schaltermechanismus aus dem Gleichgewicht geraten und damit das ganze System gefährden. Derzeit werden Antikörper getestet, die auf die Aktivität dieser Aminosäure abzielen. Laut dem Schlafexperten Neil Stanley vom Norwich University Hospital http://www.nnuh.nhs.uk wurden bisher 89 verschiedene Schlafstörungen klassifiziert. Alle derzeit zur Verfügung stehenden Medikamente zielen derzeit auf den Neurotransmitter GABA ab.

Michaela Monschein | pressetext.austria
Weitere Informationen:
http://www.uci.edu
http://www.nature.com

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