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Umweltbewusste Biotechnologie in Mecklenburg-Vorpommern

31.07.2000


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»Biotechnologie »Pflanze »Verzahnung
Biotechnologie in all ihren Facetten und die damit verbundenen Chancen und Möglichkeiten sind für eine innovative Fakultät wie die Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät (AUF) der Universität Rostock nicht nur
Herausforderung, sondern auch Verpflichtung. Dies gilt umso mehr, wenn durch gezielte Projekte die nachhaltige Förderung des ländlichen Raumes in Mecklenburg-Vorpommern vorangetrieben werden kann. Aus diesen Gründen beteiligt sich die AUF aktiv an der Gestaltung der Biotechnologie in Mecklenburg-Vorpommern. Obwohl sich die gegenwärtige Produkt- und Verfahrensentwicklungen noch überwiegend auf die Diagnostik und Therapie von Humankrankheiten konzentriert, sollte sich in einer modernen Biotechnologie das Augenmerk auch auf Anwendungsbereiche außerhalb des Gesundheitssektors richten. Entsprechende Anwendungsfelder sind bereits deutlich erkennbar. Vor allem Ergebnisse der Pflanzengenom-forschung werden zunehmend in neue Produkte und Verfahren für Landwirtschaft und Ernährung umgesetzt. Gerade auf diesem Gebiet sieht sich der Fachbereich Agrarökologie der AUF besonders gefordert. Aufgrund seiner synergistischen Betrachtungsweise werden Pflanze, Tier und Umwelt als ökologische Einheit betrachtet, die auch bei Forschungsprojekten zusammen gesehen werden müssen. Aber auch im Umweltsektor, im Materialbereich und in der Informationstechnik gibt es Vorhaben, die ihren Ausgangspunkt in der modernen biotechnologischen Forschung haben. Der Fachbereich Landeskultur und Umweltschutz der AUF sieht besonders auf diesem Sektor Möglichkeiten der Kooperation, wobei die bestehende enge Verzahnung mit dem Fachbereich Agrarökologie intensiv genutzt werden soll. Eine landesweite Verzahnung ist auch Ziel des Vereins zur Förderung Innovativer und Nachhaltiger Agrobiotechnologie M.-V. e.V. (FINAB), der im Rahmen des bundesweit ausgeschriebenen BioProfile-Wettbewerbes des Bundesministeriums für Bildung und Forschung erste Konzepte zur Ent-stehung eines interdisziplinären Netzwerkes in der Region Rostock - Greifswald erarbeitet. Dieses Netzwerk - in das auch die Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät integriert ist - umfasst neben Partnern aus der Wirtschaft sowohl universitäre als auch außeruniversitäre wissen-schaftliche Kompetenzzentren der verschiedensten Disziplinen.
Durch die Fusion aus mariner ("Institut für Marine Biotechnologie e.V.") und grüner Biotechnologie (FINAB), die sich den Gutachtern des bundesweiten BioProfile- Wettbewerbs unter dem Titel: "BioNetz Ostseeküste - Meerwert in der Pflanze" vorgestellt hat, ist es gelungen aus der Vielzahl der Anträge gemeinsam mit 19 anderen Bewerbern aus der Bundesrepublik in die 2. Förderphase zu kommen. Auch an der sich nun anschließenden Phase der Präzisierung des Antrages werden sich die beiden Fachbereiche der Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät aktiv beteiligen. Die einzigartigen Chancen für ein integriertes Forschungs- und Verwertungskonzept, die Mecklenburg-Vorpommern durch seine Kombination von ausge-dehnten Küstenregionen und großen landwirtschaftlichen Nutzflächen bietet, sollten nicht ungenutzt gelassen werden.

Prof. Dr. Elmar Mohr,
Leiter Fachgebiet Tiergesundheit,
Agrar- und Umweltwissenschaftliche Fakultät,
Universität Rostock
T: (0381) 498 2117

Dr.-Ing. Karl-Heinz Kutz |

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