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Wie beeinflusst Amarant menschliche Zellen?

25.01.2013
Forschungsprojekt an der Hochschule Esslingen

Wissenschaftler der Hochschule Esslingen entwickeln Testsystem zur Analyse der Wirkung von Lebensmitteln auf Zellen

„Wir wollen herausfinden, ob und wie Nahrungsmittel die DNA menschlicher Zellen beeinflussen“, erläutert die Professorin für Angewandte Naturwissenschaften im Studiengang Biotechnologie der Hochschule Esslingen, Bettina Weiß. „Wir haben uns entschieden, dies zunächst mit Amarant zu testen“, erläutert Weiß, die auch das Labor für Zellkulturtechnik und Bioanalytik leitet. Das Forschungsvorhaben ist Teil eines Projektes des Netzwerks „Bioaktive Pflanzliche Lebensmittel“, in dem sich insgesamt 20 Partner aus Industrie, Forschung und Marketing zusammengeschlossen haben, um das Thema „Bioaktivität und Gesundheit“ gemeinsam voranzutreiben.

Schwerpunkt von Bettina Weiß und ihren Mitarbeitern an der Hochschule ist die Entwicklung von sogenannten zellulären Testsystemen, die langfristig dazu in der Lage sein sollen, ein zuverlässiges Testverfahren für die Wirkungen von Nahrungsmitteln auf Zellen zu finden. „Bisher ist kaum nachgewiesen, dass Lebensmittel einen Einfluss auf die Genetik haben“, sagt Bettina Weiß. Im Mittelpunkt stehen dabei Untersuchungen, ob die Nahrungsmittel eine antioxidative oder entzündungshemmende Wirkung haben.

Die Hochschule kooperiert für die Forschung auch mit der Universität Hohenheim, auf deren Versuchsfeldern dazu verschiedene Amarant-Sorten angebaut werden. Während Bettina Weiß‘ Arbeit sich auf die Entwicklung der Testsysteme konzentriert, übernimmt die weiterführenden, epigenetischen Forschungen das Ulmer Unternehmen varionostic GmbH.

Amarant galt schon zu Zeiten der Azteken als eine Art „Wunderkorn“. Wir haben uns für die Forschung mit Amarant entschieden, weil es glutenarm ist, über einen hohen Proteinanteil verfügt und neben essentiellen Aminosäuren auch mehrfach ungesättigte Fettsäuren besitzt und darüber hinaus auch einen hohen Nährwert hat“, sagt Bettina Weiß. Wenn die Arbeiten mit Amarant abgeschlossen sind, soll die Wirkung weiterer Lebensmittel getestet werden.

Das Netzwerk „Bioaktive Pflanzliche Lebensmittel“ besteht seit 2010 und wird über das „Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand – ZIM“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie gefördert. Ziel des Netzwerks ist es, über den Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit zu informieren und aufzuklären. Gemeinsam entwickeln die Mitglieder Lebensmittel beziehungsweise Nahrungsergänzungsmittel mit einem gesundheitlichen Zusatznutzen und führen sie in den Markt ein. Koordiniert wird das Netzwerk vom Steinbeis-Europa-Zentrum in Stuttgart.

Text: Antje Fürth

Cornelia Mack | idw
Weitere Informationen:
http://www.hs-esslingen.de/an

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