Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Australischen Wissenschaftlern gelingt Durchbruch in der Stammzellenforschung

23.02.2012
Forscher der University of Queensland in Australien haben die weltweit erste Methode zur Herstellung adulter Stammzellen entwickelt, von der besonders schwer erkrankte Patienten profitieren könnten.

Nicholas Fisk, Professor am klinischen Forschungszentrum der University of Queensland, leitete die Studie, an der auch die Fakultät für Bio- und Nanotechnologie der Universität mitwirkte. Die Wissenschaftler entwickelten eine Methode, um mesenchymale Stammzellen (MSC) herzustellen, die zur Reparatur von Knochen und möglicherweise anderer Organe verwendet werden können.

„Wir verwendeten ein kleines Molekül, um embryonale Stammzellen zehn Tage lang zu induzieren. Über einen solch kurzen Zeitraum wurde dieser Prozess bislang nicht durchgeführt“, teilte Professor Fisk mit.

„Die angewandte Technik funktionierte auch bei den weniger umstrittenen Gegenstücken zu den embyronalen Stammzellen, den induzierten pluripotenten Stammzellen. Um diese medizinisch verwenden zu können, müssen sie Informationen darüber erhalten, in welche Zellen sie sich verwandeln sollen – man sagt sie müssen vordifferenziert werden. Dies muss vor der Verabreichung geschehen, da sie ansonsten Tumore im verletzten Organ bilden könnten“, gab Professor Fisk an.

„Da Knochenmark nur eine kleine Menge an MSC enthält und es sich bei einer Knochenmarkentnahme um einen operativen Eingriff am gesunden Spender handelt, sehen wir die mögliche Herstellung unserer eigenen Stammzellen im Labor als einen entscheidenden Schritt für die künftige klinische Verwendung von MSC. Wir konnten nachweisen, dass diese neu entwickelten Stammzellen alle Eigenschaften von Knochenmarkstammzellen aufwiesen. Derzeit prüfen wir ihre Fähigkeit, Knochen zu reparieren“, sagte Professor Fisk.

Ernst Wolvetang, Professor an der Fakultät für Bio- und Nanotechnologie der University of Queensland, gab zu verstehen, dass die neuen Untersuchungsergebnisse dazu beigetragen haben, ein entscheidendes Problem im Bereich der auf Stammzellen basierten Therapie zu lösen. „Wir sind begeistert von dieser Studie, an der Stammzellenforscher aus den zwei größten Forschungsplattformen der University of Queensland mitgewirkt haben“, meinte Professor Wolvetang.

Die Studie wird in der Februarausgabe des Wissenschaftsmagazins STEM Cells Translational Medicine veröffentlicht.

Weitere Informationen:

Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund
Pressestelle
Friedrichstr. 95
10117 Berlin
Email: berlin@ranke-heinemann.de
Tel.: 030-20 96 29 593
oder
Kirsten Rogan
Communications and Media
University of Queensland Faculty of Health Sciences
Tel. +61 7 3346 5308
Email: k.rogan@uq.edu.au
Das Institut Ranke-Heinemann / Australisch-Neuseeländischer Hochschulverbund ist das gemeinnützige Studierendensekretariat aller australischen und neuseeländischen Universitäten in Europa, zuständig für Wissens- und Forschungstransfer, Forschungsförderung sowie Studenten- und Wissenschaftleraustausch und für die Betreuung von Studierenden und Schülern, die ein Studium Down Under vorbereiten.

Sabine Ranke-Heinemann | idw
Weitere Informationen:
http://www.ranke-heinemann.de/
http://www.ranke-heinemann.at/
http://www.ranke-heinemann.tv/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht In Hochleistungs-Mais sind mehr Gene aktiv
19.01.2018 | Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

nachricht Warum es für Pflanzen gut sein kann auf Sex zu verzichten
19.01.2018 | Universität Wien

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Maschinelles Lernen im Quantenlabor

Auf dem Weg zum intelligenten Labor präsentieren Physiker der Universitäten Innsbruck und Wien ein lernfähiges Programm, das eigenständig Quantenexperimente entwirft. In ersten Versuchen hat das System selbständig experimentelle Techniken (wieder)entdeckt, die heute in modernen quantenoptischen Labors Standard sind. Dies zeigt, dass Maschinen in Zukunft auch eine kreativ unterstützende Rolle in der Forschung einnehmen könnten.

In unseren Taschen stecken Smartphones, auf den Straßen fahren intelligente Autos, Experimente im Forschungslabor aber werden immer noch ausschließlich von...

Im Focus: Artificial agent designs quantum experiments

On the way to an intelligent laboratory, physicists from Innsbruck and Vienna present an artificial agent that autonomously designs quantum experiments. In initial experiments, the system has independently (re)discovered experimental techniques that are nowadays standard in modern quantum optical laboratories. This shows how machines could play a more creative role in research in the future.

We carry smartphones in our pockets, the streets are dotted with semi-autonomous cars, but in the research laboratory experiments are still being designed by...

Im Focus: Fliegen wird smarter – Kommunikationssystem LYRA im Lufthansa FlyingLab

• Prototypen-Test im Lufthansa FlyingLab
• LYRA Connect ist eine von drei ausgewählten Innovationen
• Bessere Kommunikation zwischen Kabinencrew und Passagieren

Die Zukunft des Fliegens beginnt jetzt: Mehrere Monate haben die Finalisten des Mode- und Technologiewettbewerbs „Telekom Fashion Fusion & Lufthansa FlyingLab“...

Im Focus: Ein Atom dünn: Physiker messen erstmals mechanische Eigenschaften zweidimensionaler Materialien

Die dünnsten heute herstellbaren Materialien haben eine Dicke von einem Atom. Sie zeigen völlig neue Eigenschaften und sind zweidimensional – bisher bekannte Materialien sind dreidimensional aufgebaut. Um sie herstellen und handhaben zu können, liegen sie bislang als Film auf dreidimensionalen Materialien auf. Erstmals ist es Physikern der Universität des Saarlandes um Uwe Hartmann jetzt mit Forschern vom Leibniz-Institut für Neue Materialien gelungen, die mechanischen Eigenschaften von freitragenden Membranen atomar dünner Materialien zu charakterisieren. Die Messungen erfolgten mit dem Rastertunnelmikroskop an Graphen. Ihre Ergebnisse veröffentlichen die Forscher im Fachmagazin Nanoscale.

Zweidimensionale Materialien sind erst seit wenigen Jahren bekannt. Die Wissenschaftler André Geim und Konstantin Novoselov erhielten im Jahr 2010 den...

Im Focus: Forscher entschlüsseln zentrales Reaktionsprinzip von Metalloenzymen

Sogenannte vorverspannte Zustände beschleunigen auch photochemische Reaktionen

Was ermöglicht den schnellen Transfer von Elektronen, beispielsweise in der Photosynthese? Ein interdisziplinäres Forscherteam hat die Funktionsweise wichtiger...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Kongress Meditation und Wissenschaft

19.01.2018 | Veranstaltungen

LED Produktentwicklung – Leuchten mit aktuellem Wissen

18.01.2018 | Veranstaltungen

6. Technologie- und Anwendungsdialog am 18. Januar 2018 an der TH Wildau: „Intelligente Logistik“

18.01.2018 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Rittal vereinbart mit dem Betriebsrat von RWG Sozialplan - Zukunftsorientierter Dialog führt zur Einigkeit

19.01.2018 | Unternehmensmeldung

Open Science auf offener See

19.01.2018 | Geowissenschaften

Original bleibt Original - Neues Produktschutzverfahren für KFZ-Kennzeichenschilder

19.01.2018 | Informationstechnologie