Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Anwendungsoptionen für Isosorbid-Derivate

20.06.2012
Aus pflanzlicher Stärke gewonnenes Produkt eignet sich als Ausgangsstoff für Personal und Home Care-Produkte

Die BASF Personal Care and Nutrition GmbH untersuchte zwischen 2008 und 2011 in einem breit angelegten Screening die Eignung diverser Isosorbidderivate für Produkte der Wasch-, Reinigungsmittel- und Kosmetikindustrie.

Im Ergebnis erweisen sich Isosorbid-Ester für Waschmittelanwendungen und Kosmetikprodukte als besonders interessant. Alkoxylate überzeugten beim Reinigen von Plastikoberfächen und Sulfate zeigten eine gute Schaumleistung.

Der Abschlussbericht steht auf www.fnr.de im Menü Projekte & Förderung unter dem Förderkennzeichen 22026107 zum Download bereit.

Das Projekt wurde mit Mitteln des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) über dessen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), gefördert.

Der aus Stärke gewonnene Zuckeralkohol Isosorbid galt aufgrund seiner chemischen Eigenschaften mit 2 freien OH-Gruppen lange als grundsätzlich interessanter Synthesebaustein, der jedoch aufgrund mangelnder großtechnischer Verfügbarkeit nur in Nischen zur Anwendung kam. Seit die französische Firma Roquette ein industrielles Herstellungsverfahren für Isosorbid entwickelt hat, steigt nun das Interesse an neuen Anwendungen und wirtschaftlichen Synthesewegen zur Herstellung von Isosorbid-Derivaten.

Hierfür die Basis zu legen, war Ziel des Vorhabens der BASF Personal Care and Nutrition GmbH. Dazu stellten die Forscher im Labormaßstab Isosorbid-Derivate verschiedener Substanzklassen her und unterzogen sie grundlegenden Tests. Geprüft wurde die Leistungsfähigkeit in Waschmittelanwendungen und Reinigungsmitteln oder bei der Formulierung von Körperpflegeprodukten. Im Ergebnis lag die Performance der Isosorbid-Derivate auf gleichem oder sogar höherem Niveau gegenüber bereits etablierten Produkten. Auch die gute Verträglichkeit mit anderen gängigen Formulierungsbestandteilen wurde als Pluspunkt gewertet.

Besonderes Augenmerk richteten die Forscher auf die künftige Überführbarkeit in eine großtechnische Herstellung. Für einige der Verfahren gelang bereits ein Up-Scaling vom Labor- in einen größeren Maßstab. Die BASF Personal Care and Nutrition GmbH will die begonnenen Arbeiten deshalb fortführen. Nicht zuletzt sieht sie ein Potenzial in der pflanzlichen Basis der Rohstoffe. Das Unternehmen beobachtet, dass das Marktinteresse für nachhaltige Produkte aus nachwachsenden Rohstoffen im Bereich Personal und Home Care laufend zunimmt.

Dr. Torsten Gabriel | idw
Weitere Informationen:
http://www.nachwachsenderohstoffe.de/projekte-foerderung/projekte/

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Designerviren stacheln Immunabwehr gegen Krebszellen an
26.05.2017 | Universität Basel

nachricht Wachstumsmechanismus der Pilze entschlüsselt
26.05.2017 | Karlsruher Institut für Technologie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

Staphylococcus aureus ist aufgrund häufiger Resistenzen gegenüber vielen Antibiotika ein gefürchteter Erreger (MRSA) insbesondere bei Krankenhaus-Infektionen. Forscher des Paul-Ehrlich-Instituts haben immunologische Prozesse identifiziert, die eine erfolgreiche körpereigene, gegen den Erreger gerichtete Abwehr verhindern. Die Forscher konnten zeigen, dass sich durch Übertragung von Protein oder Boten-RNA (mRNA, messenger RNA) des Erregers auf Immunzellen die Immunantwort in Richtung einer aktiven Erregerabwehr verschieben lässt. Dies könnte für die Entwicklung eines wirksamen Impfstoffs bedeutsam sein. Darüber berichtet PLOS Pathogens in seiner Online-Ausgabe vom 25.05.2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) ist ein Bakterium, das bei weit über der Hälfte der Erwachsenen Haut und Schleimhäute besiedelt und dabei normalerweise keine...

Im Focus: Can the immune system be boosted against Staphylococcus aureus by delivery of messenger RNA?

Staphylococcus aureus is a feared pathogen (MRSA, multi-resistant S. aureus) due to frequent resistances against many antibiotics, especially in hospital infections. Researchers at the Paul-Ehrlich-Institut have identified immunological processes that prevent a successful immune response directed against the pathogenic agent. The delivery of bacterial proteins with RNA adjuvant or messenger RNA (mRNA) into immune cells allows the re-direction of the immune response towards an active defense against S. aureus. This could be of significant importance for the development of an effective vaccine. PLOS Pathogens has published these research results online on 25 May 2017.

Staphylococcus aureus (S. aureus) is a bacterium that colonizes by far more than half of the skin and the mucosa of adults, usually without causing infections....

Im Focus: Orientierungslauf im Mikrokosmos

Physiker der Universität Würzburg können auf Knopfdruck einzelne Lichtteilchen erzeugen, die einander ähneln wie ein Ei dem anderen. Zwei neue Studien zeigen nun, welches Potenzial diese Methode hat.

Der Quantencomputer beflügelt seit Jahrzehnten die Phantasie der Wissenschaftler: Er beruht auf grundlegend anderen Phänomenen als ein herkömmlicher Rechner....

Im Focus: A quantum walk of photons

Physicists from the University of Würzburg are capable of generating identical looking single light particles at the push of a button. Two new studies now demonstrate the potential this method holds.

The quantum computer has fuelled the imagination of scientists for decades: It is based on fundamentally different phenomena than a conventional computer....

Im Focus: Tumult im trägen Elektronen-Dasein

Ein internationales Team von Physikern hat erstmals das Streuverhalten von Elektronen in einem nichtleitenden Material direkt beobachtet. Ihre Erkenntnisse könnten der Strahlungsmedizin zu Gute kommen.

Elektronen in nichtleitenden Materialien könnte man Trägheit nachsagen. In der Regel bleiben sie an ihren Plätzen, tief im Inneren eines solchen Atomverbunds....

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Meeresschutz im Fokus: Das IASS auf der UN-Ozean-Konferenz in New York vom 5.-9. Juni

24.05.2017 | Veranstaltungen

Diabetes Kongress in Hamburg beginnt heute: Rund 6000 Teilnehmer werden erwartet

24.05.2017 | Veranstaltungen

Wissensbuffet: „All you can eat – and learn”

24.05.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

DFG fördert 15 neue Sonderforschungsbereiche (SFB)

26.05.2017 | Förderungen Preise

Lässt sich mit Boten-RNA das Immunsystem gegen Staphylococcus aureus scharf schalten?

26.05.2017 | Biowissenschaften Chemie

Unglaublich formbar: Lesen lernen krempelt Gehirn selbst bei Erwachsenen tiefgreifend um

26.05.2017 | Gesellschaftswissenschaften