Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Anatomischer Aufbau von Haarzellen im Ohr

05.10.2010
Humboldt-Stipendiatin forscht an der Universität Göttingen

Humboldt-Stipendiatin am Courant Forschungszentrum „Nanospektroskopie und Röntgenbildgebung“

Die italienische Molekularbiologin Dr. Valeria Piazza von der amerikanischen Harvard Medical School ist mit einem Humboldt-Forschungsstipendium für zwei Jahre zu Gast an der Universität Göttingen. Seit Oktober 2010 forscht sie über den anatomischen Aufbau des Zytoskeletts von Haarzellen im Ohr am Courant Forschungszentrum „Nanospektroskopie und Röntgenbildgebung“, das mit Mitteln aus der Exzellenzinitiative gefördert wird.

Dort wird sie in der Nachwuchsgruppe „Nanoscale Imaging of Cellular Dynamics“ von Juniorprofessorin Dr. Sarah Köster arbeiten. Zudem kooperiert sie mit dem Experten für Haarzellen Prof. Dr. Tobias Moser an der Universitätsmedizin Göttingen und wird am Laser-Laboratorium Göttingen ein STED-Mikroskop nutzen.

Die Alexander von Humboldt-Stiftung vergibt ihre Stipendien an herausragende Postdoktoranden, die damit ein Forschungsvorhaben eigener Wahl in Deutschland durchführen können. Mit ihren Untersuchungen an der Universität Göttingen knüpft Dr. Piazza an ihre Forschung an der Harvard Medical School an. Dort untersuchte sie seit 2006 den Proteinumsatz in den Haarzellen des Innenohrs mit modernen Verfahren der Bildgebung und der Massespektroskopie.

„Die grundlegenden Vorgänge im Ohr sind bislang noch nicht vollständig verstanden. Deshalb ist eine detaillierte Beschreibung der zellulären Komponenten bis zur molekularen Ebene notwendig“, so die Stipendiatin.

Valeria Piazza, Jahrgang 1975, schloss im Jahr 2000 ihr Masterstudium der Molekularbiologie an der italienischen Universität Padua erfolgreich ab. In ihrer Doktorarbeit beschrieb sie erstmals Kalzium-Wellen im nicht-sensitiven Zellgewebe des Innenohrs. Im Jahr 2006 wurde sie in den Fächern Biochemie und Biophysik an der Universität Padua promoviert. Für ihre weitere Forschung ging sie anschließend in die USA.

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Sarah Köster
Georg-August-Universität Göttingen
Courant Forschungszentrum „Nanospektroskopie und Röntgenbildgebung“
Nachwuchsgruppe „Nanoscale Imaging of Cellular Dynamics“
Friedrich-Hund-Platz 1, 37077 Göttingen
Telefon (0551) 39-9429, Fax (0551) 39-9430
E-Mail: sarah.koester@phys.uni-goettingen.de

Dr. Bernd Ebeling | idw
Weitere Informationen:
http://ww.uni-goettingen.de/de/3240.html?cid=3665
http://www.uni-goettingen.de/de/91107.html

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht „Spionieren“ der versteckten Geometrie komplexer Netzwerke mit Hilfe von Maschinenintelligenz
08.12.2017 | Technische Universität Dresden

nachricht Die Zukunft der grünen Gentechnik
08.12.2017 | Max-Planck-Institut für Biochemie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Im Focus: Towards data storage at the single molecule level

The miniaturization of the current technology of storage media is hindered by fundamental limits of quantum mechanics. A new approach consists in using so-called spin-crossover molecules as the smallest possible storage unit. Similar to normal hard drives, these special molecules can save information via their magnetic state. A research team from Kiel University has now managed to successfully place a new class of spin-crossover molecules onto a surface and to improve the molecule’s storage capacity. The storage density of conventional hard drives could therefore theoretically be increased by more than one hundred fold. The study has been published in the scientific journal Nano Letters.

Over the past few years, the building blocks of storage media have gotten ever smaller. But further miniaturization of the current technology is hindered by...

Im Focus: Successful Mechanical Testing of Nanowires

With innovative experiments, researchers at the Helmholtz-Zentrums Geesthacht and the Technical University Hamburg unravel why tiny metallic structures are extremely strong

Light-weight and simultaneously strong – porous metallic nanomaterials promise interesting applications as, for instance, for future aeroplanes with enhanced...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Papstar entscheidet sich für tisoware

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

Natürliches Radongas – zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

„Spionieren“ der versteckten Geometrie komplexer Netzwerke mit Hilfe von Maschinenintelligenz

08.12.2017 | Biowissenschaften Chemie