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Algen sind Biomasse der Zukunft

04.07.2014

Kluge Köpfe aus ganz Europa bringt das Europäische Forum Alpbach zusammen – in diesem Jahr ist Professorin Dr. Heike Frühwirth der Hochschule Biberach als Expertin zu dieser Tagung eingeladen, die sich als interdisziplinäre Plattform für Wissenschaft, Politik, Wirtschaft und Kultur versteht.

Seit 1945 widmet sich das Forum in Alpbach relevanten gesellschaftspolitischen Fragestellungen. In diesem Jahr lautet das Thema „At the Crossroads" und die teilnehmenden Experteninnen und Experten beschäftigen sich damit, wie Europa die Weichen stellen muss, um der Zukunft gewachsen zu sein. Mehr als 4000 Teilnehmer aus über 70 Staaten werden vom 13. bis 29. August im österreichischen Alpbach erwartet.


Professorin Dr. Heike Frühwirth, Studiendekanin des HBC-Studienganges Industrielle Biotechnologie

Foro: HBC/Stefan Sättele

„Biomasse der Zukunft – Die Industrielle Biotechnologie als Lieferant für biogene Rohstoffe" lautet das Thema von Prof. Frühwirth; die Verfahrenstechnikerin unterstützt die Alpbacher Tagung als Expertin im Arbeitskreis „Bioenergie – Auswege oder Irrtum".

Dr. Heike Frühwirth leitet als Studiendekanin den noch jungen Studiengang „Industrielle Biotechnologie" an der Hochschule Biberach und beschäftigt sich mit der Entwicklung von alternativen Produktionsverfahren zur Realisierung von umwelt- und ressourcenschonenden Prozessen. Diese Prozesse, so Dr. Frühwirth, finden sowohl im Bereich der chemischen Industrie als auch in der Energiewirtschaft und in Umwelttechnologien Anwendung.

Jeweils werden Mikroorganismen eingesetzt – etwa Bakterien, Hefen und Algen oder Enzyme daraus. Diese biotechnologischen Verfahren seien effizienter und weniger zielgerichteter – „und haben in bestimmten Bereichen klare Vorteile gegenüber klassischen Herstellungsprozessen", so die Verfahrenstechnikerin.

Ihr ihrer Forschungsarbeit konzentriert sich Dr. Heike Frühwirth derzeit auf den Einsatz von Mikroalgen. Denn anders als Bakterien oder Hefen sind Algen in der Lage, Biomasse aus CO2 zu bilden – also ohne den Einsatz von urbaren Flächen. Allerdings werden Mikroalgen bisher industriell nur in der Herstellung von hochpreisigen Produkten - etwa von Kosmetik – eingesetzt.

Das Problem: Noch sind die Prozesse zur Kultivierung von Algen in ausreichender Menge zu teuer. Forschergruppen weltweit arbeiten deshalb mit Hochdruck an der Weiterentwicklung von Kultivierungssystemen, die mit möglichst wenig Energie auskommen.

Professorin Dr. Heike Frühwirth wird in Alpbach ihre aktuelle Forschungsarbeit vorstellen und aufzeigen, welche Ideen es in Biberach zur Erhöhung der Biomassekonzentration gibt, damit die Algenbiotechnologie kein Irrweg, sondern ein Ausweg in der Bioenergie darstellt.

Weitere Informationen:

http://www.hochschule-biberach.de
http://www.alpbach.org

Anette Schober-Knitz | idw - Informationsdienst Wissenschaft

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