Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Aerodynamik im Fluss - Schlagflügelmodell "Igor" mit Wissenschaftsschiff auf Reisen

30.07.2009
Der natürliche Lebensraum der Ringelgänse ist das Wasser, der natürliche Lebensraum von "Igor" ist der Windkanal. Nun ist das Schlagflügelmodell "Igor" mit der "MS Wissenschaft" auf deutschen Flüssen unterwegs, dem Ausstellungsschiff von "Wissenschaft im Dialog".

Ein paar Schläge mit den Flügeln und sich dann wieder gleiten lassen, so wechseln Ringelgänse mit einer "Reisegeschwindigkeit" von etwa 43 Stundenkilometern jeden Frühling von Deutschland in die Arktis, ihrem Sommerquartier. Der Schlagflug ist eines der Geheimnisse, warum viele Tiere fliegen können, obwohl sie nicht aerodynamischen Vorstellungen entsprechen.

Beim Schlagflug erzielt ein Vogel nicht nur aus der Form seiner Flügel, sondern auch aus der Bewegung einen Auftrieb, der es ihm ermöglicht, in der Luft zu bleiben. Dieses Prinzip gilt es besser zu verstehen, sowie allgemeine Erkenntnisse der Aerodynamik an Schlagflügeln mess- und überprüfbar zu machen. Dazu entwickelten Forscher der Fachgebiets Strömungslehre und Aerodynamik der TU Darmstadt das Modell "Igor", das sich in Größe und Form an einer Ringelgans orientiert.

Igor ist nicht fürs Fliegen, sondern für aerodynamische Versuche im Windkanal konzipiert. Im Windkanal wird Igor auf einer Stange montiert, die mit einer elektronischen Waage verbunden ist. So kann der Auftrieb festgestellt werden, den das mit den Flügeln schlagende Modell erzeugt, wenn von vorne Luft mit einer Geschwindigkeit von 12 Metern pro Sekunde anströmt, der Reisegeschwindigkeit von Ringelgänsen. Zusätzlich überprüfen Lasermessungen die Luftbewegungen am Modell. Weltweit bekannt wurde Igor, als das Land Hessen 2005 einen Nachbau anfertigen ließ und auf der Expo in Japan ausstellte, wo er zum Publikumsmagneten im deutschen Pavillon avancierte.

Nun ist Igor als Exponat auf der "MS Wissenschaft" zu sehen. Der Binnenfrachter, zum Ausstellungsschiff umgebaut, ist vom 4. Juni bis 1. Oktober 2009 auf den deutschen Wasserstraßen unterwegs. Dabei macht er an über 30 Standorten halt, wo Wissenschaft hautnah erlebbar ist. Neben Igor präsentieren sich weitere Forschungsprojekte rund um Zukunftstechnologien, die mit Mitteln der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) gefördert wurden.

Kontakt:
Prof. Dr. Cameron Tropea, Fachgebiet Strömungslehre und Aerodynamik am Fachbereich Maschinenbau der TU Darmstadt, Tel. 0651/16-2845, ctropea_at_sla.tu-darmstadt.de

Jörg Feuck | idw
Weitere Informationen:
http://www.ms-wissenschaft.de

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht „Spionieren“ der versteckten Geometrie komplexer Netzwerke mit Hilfe von Maschinenintelligenz
08.12.2017 | Technische Universität Dresden

nachricht Die Zukunft der grünen Gentechnik
08.12.2017 | Max-Planck-Institut für Biochemie

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Stabile Quantenbits

Physiker aus Konstanz, Princeton und Maryland schaffen ein stabiles Quantengatter als Grundelement für den Quantencomputer

Meilenstein auf dem Weg zum Quantencomputer: Wissenschaftler der Universität Konstanz, der Princeton University sowie der University of Maryland entwickeln ein...

Im Focus: Realer Versuch statt virtuellem Experiment: Erfolgreiche Prüfung von Nanodrähten

Mit neuartigen Experimenten enträtseln Forscher des Helmholtz-Zentrums Geesthacht und der Technischen Universität Hamburg, warum winzige Metallstrukturen extrem fest sind

Ultraleichte und zugleich extrem feste Werkstoffe – poröse Nanomaterialien aus Metall versprechen hochinteressante Anwendungen unter anderem für künftige...

Im Focus: Geburtshelfer und Wegweiser für Photonen

Gezielt Photonen erzeugen und ihren Weg kontrollieren: Das sollte mit einem neuen Design gelingen, das Würzburger Physiker für optische Antennen erarbeitet haben.

Atome und Moleküle können dazu gebracht werden, Lichtteilchen (Photonen) auszusenden. Dieser Vorgang verläuft aber ohne äußeren Eingriff ineffizient und...

Im Focus: Towards data storage at the single molecule level

The miniaturization of the current technology of storage media is hindered by fundamental limits of quantum mechanics. A new approach consists in using so-called spin-crossover molecules as the smallest possible storage unit. Similar to normal hard drives, these special molecules can save information via their magnetic state. A research team from Kiel University has now managed to successfully place a new class of spin-crossover molecules onto a surface and to improve the molecule’s storage capacity. The storage density of conventional hard drives could therefore theoretically be increased by more than one hundred fold. The study has been published in the scientific journal Nano Letters.

Over the past few years, the building blocks of storage media have gotten ever smaller. But further miniaturization of the current technology is hindered by...

Im Focus: Successful Mechanical Testing of Nanowires

With innovative experiments, researchers at the Helmholtz-Zentrums Geesthacht and the Technical University Hamburg unravel why tiny metallic structures are extremely strong

Light-weight and simultaneously strong – porous metallic nanomaterials promise interesting applications as, for instance, for future aeroplanes with enhanced...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics
Veranstaltungen

Innovative Strategien zur Bekämpfung von parasitären Würmern

08.12.2017 | Veranstaltungen

Hohe Heilungschancen bei Lymphomen im Kindesalter

07.12.2017 | Veranstaltungen

Der Roboter im Pflegeheim – bald Wirklichkeit?

05.12.2017 | Veranstaltungen

 
VideoLinks
B2B-VideoLinks
Weitere VideoLinks >>>
Aktuelle Beiträge

Papstar entscheidet sich für tisoware

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

Natürliches Radongas – zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs

08.12.2017 | Unternehmensmeldung

„Spionieren“ der versteckten Geometrie komplexer Netzwerke mit Hilfe von Maschinenintelligenz

08.12.2017 | Biowissenschaften Chemie