Forum für Wissenschaft, Industrie und Wirtschaft

Hauptsponsoren:     3M 
Datenbankrecherche:

 

Abgefahren! Marder im Motor

27.07.2011
Die Deutsche Wildtier Stiftung erklärt die Beißwut der kleinen Raubtiere und was man dagegen machen kann

Läuft der Motor unrund oder funktioniert die Scheibenwischanlage im Auto nicht? Vielleicht hat der Steinmarder das Zündkabel angebissen und die Waschwasser-Schläuche mit seinen scharfen Zähnen perforiert.

„Gerade jetzt im Hochsommer kommt es häufig zu Marderschäden im Auto“, sagt Eva Goris, Pressesprecherin der Deutschen Wildtier Stiftung. Doch was lockt den Marder in den Motor? „Es ist nicht die Wärme des Motors oder der Geschmack von Kunststoff und Gummi – es ist der Duft eines Rivalen“, sagt Goris.

Jetzt in der Ranzzeit sind die Steinmarder auf Brautschau und markieren mit Sekreten aus Duftdrüsen ihr Revier. „Und wehe wenn ein Rivale ins eigene Revier eingedrungen ist, dort markiert hat und ein nichtsahnender Autofahrer hat genau dort vorher seinen Wagen geparkt“, sagt die Expertin der Deutschen Wildtier Stiftung und beschreibt die Beißwut der nur zwei Kilogramm schweren Felltiere: „Kunststoffschläuche, Isolierungen und Kabel sind vor den Beißattacken des wütenden Mardermännchens nicht mehr sicher.“ Fährt der unwissende Autofahrer gar zwischen zwei Marder-Revieren hin und her, hat er gleich zwei markierende Marder als Gegner.

Wenn Marder Hochzeit feiern, können sie sehr unangenehm werden. „Der häufig gehörte Tipp, mit anderen Duftstoffen wie Mottenkugeln oder WC-Steinen dagegen anzustinken, um das Tier zu vertreiben, kann die Situation nur verschlimmern“, sagt Eva Goris und rät tunlichst davon ab! „Eine Motorwäsche ist eine wesentlich effektivere Abwehrmaßnahme“, sagt sie. Einige Autohersteller bieten die Abschottung des Motorraums als Hilfsmaßnahme an. Auch die Ummantelung der Kabel mit Hartkunststoffen kann helfen. „In den Autowerkstätten weiß man meist Rat“, sagt die Expertin.

Während es den Steinmarder in die Nähe menschlicher Siedlungen und in den Motorraum der Autos lockt, bleibt der Baummarder dort, wo er dank seines Namens auch vermutet wird: Im Wald! Für Laien sehen die beiden sich zum Verwechseln ähnlich, aber sie unterscheiden sich deutlich durch den Kehlfleck. Er ist beim Baummarder ockergelb und nicht weiß und bis zu den Vorderpfoten gegabelt wie beim Steinmarder. Generell geht man sich aus dem Weg und würde sich auch nie auf eine geschlechtliche Beziehung einlassen. Baum- und Steinmarder paaren sich nicht.

Pressekontakt
Eva Goris, Pressesprecherin, Billbrookdeich 216, 22113 Hamburg, Telefon 040 73339-1874, Fax 040 7330278, E.Goris@DeutscheWildtierStiftung.de

Eva Goris | Deutsche Wildtier Stiftung
Weitere Informationen:
http://www.DeutscheWildtierStiftung.de

Weitere Berichte zu: Baummarder Beißwut Heimische Wildtiere Kabel Marder Motorraum Rivale Steinmarder

Weitere Nachrichten aus der Kategorie Biowissenschaften Chemie:

nachricht Mit grüner Chemie gegen Malaria
21.02.2018 | Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

nachricht Vom künstlichen Hüftgelenk bis zum Fahrradsattel
21.02.2018 | Frankfurt University of Applied Sciences

Alle Nachrichten aus der Kategorie: Biowissenschaften Chemie >>>

Die aktuellsten Pressemeldungen zum Suchbegriff Innovation >>>

Die letzten 5 Focus-News des innovations-reports im Überblick:

Im Focus: Innovation im Leichtbaubereich: Belastbares Sandwich aus Aramid und Carbon

Die Entwicklung von Leichtbaustrukturen ist eines der zentralen Zukunftsthemen unserer Gesellschaft. Besonders in der Luftfahrtindustrie und in anderen Transportbereichen sind Leichtbaustrukturen gefragt. Sie ermöglichen Energieeinsparungen und reduzieren den Ressourcenverbrauch bei Treibstoffen und Material. Zum Einsatz kommen dabei Verbundmaterialien in der so genannten Sandwich-Bauweise. Diese bestehen aus zwei dünnen, steifen und hochfesten Deckschichten mit einer dazwischen liegenden dicken, vergleichsweise leichten und weichen Mittelschicht, dem Sandwich-Kern.

Aramidpapier ist ein etabliertes Material für solche Sandwichkerne. Sein mechanisches Strukturversagen ist jedoch noch unzureichend erforscht: Bislang fehlten...

Im Focus: Die Brücke, die sich dehnen kann

Brücken verformen sich, daher baut man normalerweise Dehnfugen ein. An der TU Wien wurde eine Technik entwickelt, die ohne Fugen auskommt und dadurch viel Geld und Aufwand spart.

Wer im Auto mit flottem Tempo über eine Brücke fährt, spürt es sofort: Meist rumpelt man am Anfang und am Ende der Brücke über eine Dehnfuge, die dort...

Im Focus: Eine Frage der Dynamik

Die meisten Ionenkanäle lassen nur eine ganz bestimmte Sorte von Ionen passieren, zum Beispiel Natrium- oder Kaliumionen. Daneben gibt es jedoch eine Reihe von Kanälen, die für beide Ionensorten durchlässig sind. Wie den Eiweißmolekülen das gelingt, hat jetzt ein Team um die Wissenschaftlerin Han Sun (FMP) und die Arbeitsgruppe von Adam Lange (FMP) herausgefunden. Solche nicht-selektiven Kanäle besäßen anders als die selektiven eine dynamische Struktur ihres Selektivitätsfilters, berichten die FMP-Forscher im Fachblatt Nature Communications. Dieser Filter könne zwei unterschiedliche Formen ausbilden, die jeweils nur eine der beiden Ionensorten passieren lassen.

Ionenkanäle sind für den Organismus von herausragender Bedeutung. Wenn zum Beispiel Sinnesreize wahrgenommen, ans Gehirn weitergeleitet und dort verarbeitet...

Im Focus: In best circles: First integrated circuit from self-assembled polymer

For the first time, a team of researchers at the Max-Planck Institute (MPI) for Polymer Research in Mainz, Germany, has succeeded in making an integrated circuit (IC) from just a monolayer of a semiconducting polymer via a bottom-up, self-assembly approach.

In the self-assembly process, the semiconducting polymer arranges itself into an ordered monolayer in a transistor. The transistors are binary switches used...

Im Focus: Erste integrierte Schaltkreise (IC) aus Plastik

Erstmals ist es einem Forscherteam am Max-Planck-Institut (MPI) für Polymerforschung in Mainz gelungen, einen integrierten Schaltkreis (IC) aus einer monomolekularen Schicht eines Halbleiterpolymers herzustellen. Dies erfolgte in einem sogenannten Bottom-Up-Ansatz durch einen selbstanordnenden Aufbau.

In diesem selbstanordnenden Aufbauprozess ordnen sich die Halbleiterpolymere als geordnete monomolekulare Schicht in einem Transistor an. Transistoren sind...

Alle Focus-News des Innovations-reports >>>

Anzeige

Anzeige

VideoLinks
Industrie & Wirtschaft
Veranstaltungen

DFG unterstützt Kongresse und Tagungen - April 2018

21.02.2018 | Veranstaltungen

Tag der Seltenen Erkrankungen – Deutsche Leberstiftung informiert über seltene Lebererkrankungen

21.02.2018 | Veranstaltungen

Digitalisierung auf dem Prüfstand: Hochkarätige Konferenz zu Empowerment in der agilen Arbeitswelt

20.02.2018 | Veranstaltungen

VideoLinks
Wissenschaft & Forschung
Weitere VideoLinks im Überblick >>>
 
Aktuelle Beiträge

Kameratechnologie in Fahrzeugen: Bilddaten latenzarm komprimiert

21.02.2018 | Messenachrichten

Mit grüner Chemie gegen Malaria

21.02.2018 | Biowissenschaften Chemie

Periimplantitis: BMBF fördert zahnärztliches Verbund-Projekt mit 1,1 Millionen Euro

21.02.2018 | Förderungen Preise

Weitere B2B-VideoLinks
IHR
JOB & KARRIERE
SERVICE
im innovations-report
in Kooperation mit academics