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Es kann mehr als die immer beliebter werdenden sozialen Netzwerke und verbindet Studierende, Mitarbeiter und Professoren der RUB interaktiv miteinander: Rookai, das Wissensmanagement-System an der Ruhr-Universität Bochum, geht nach knapp dreijähriger Entwicklungszeit an den Start.
Auf der Plattform organisieren, verwalten und nutzen die Mitglieder nahezu alles, was das Internet verarbeiten kann – der „Rookai Campus“ wird damit zum zentralen Anlaufpunkt für alle, die einen RUB-Account haben. Er ist digitales schwarzes Brett, Marktplatz und Infopoint für Veranstaltungen. Rookai entstand in Zusammenarbeit mit der Transfergesellschaft der RUB, rubitec GmbH. Nach der Pilotphase an der RUB, die jetzt beginnt, soll das System auch anderen Hochschulen angeboten werden. Die Webadresse lautet http://www.rookai-rub.de
Rookai ist lebendig
Was es kann, darf jeder selbst bestimmen, so Erfinder Kai Piontek. Nach seinem Abi 2007 sah er sich mit dem Wunsch seiner Ex-Schulkameraden nach bleibendem, lebendigen Austausch konfrontiert, der bei MySpace, ICQ und den anderen sozialen Netzwerken schnell an seine Grenzen stieß. Er wollte ein System, das alles kann, und entwickelte es kurzerhand selbst – heraus kam Rookai. Anmelden kann sich jeder mittels RUB-Kennung und zugehörigem Passwort, und dann kann es sofort losgehen.
Container für die Zusammenarbeit
Man füttert sein Profil mit seinen Daten, lädt ein Bild hoch, wenn man will, und ist bei Rookai für andere auffindbar. Wie viel man von sich preisgibt, legt jeder selbst fest, und auch, wen man zu seinen Freunden zählen will. Private Sofortnachrichten sind ebenso möglich wie öffentliche Kommentare zu den Inhalten. Der Clou sind aber die Rookai-Container: Als würde man mit all seinen Freunden in einem Netzwerk arbeiten, haben alle Befugten Zugriff auf gemeinsame Verzeichnisse, in denen sich alles Mögliche befinden kann: Unterlagen zum gemeinsamen Referat, Mitschriften aus Vorlesungen, Fotos der letzten Party, Videos, die man bei YouTube witzig fand, und vieles mehr. „Man kann ganz einfach zusammen an etwas arbeiten”, sagt Kai Piontek, der an der RUB Angewandte Informatik studiert. „Außerdem kann man ganz einfach ein Netzwerk aufbauen und Kommilitonen kennen lernen.”
Geordnete Web 2.0-Funktionen
Noch ein großer Vorteil gegenüber MySpace & Co.: Man ist nicht auf bestimmte Dateiformate festgelegt. Und dass der Platz einmal ausgeht, ist auch nicht zu befürchten: Da man auf Inhalte verweisen kann, die anderswo liegen, häuft sich nicht übermäßig viel an. Will man einen Inhalt ins eigene Profil übernehmen, zieht man den Container einfach herüber. „Sich selbst” kann man auch einfach woanders hinziehen, und sich so in bestimmte Gruppen einladen. Das moderne Design von Rookai verbindet bekannte Funktionen aus dem Web 2.0 mit der übersichtlichen Ordnerstruktur eines Betriebssystems.
Weitere Informationen
Kai Piontek (Ltg. Rookai Entwickler Team), E-Mail: team@rookai.de
Dr. Karl Grosse, rubitec GmbH, Tel. 0234/32-11935, E-Mail: karl.grosse@rub.de
Redaktion: Meike Drießen / Jens Wylkop
Dr. Josef König | Quelle: Informationsdienst Wissenschaft
Weitere Informationen: www.rookai-rub.de
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