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Das neue Max Planck Center wird die Zusammenarbeit mit Indien im Bereich Computerwissenschaften weiter ausbauen. "Ziel ist es ein Exzellenz-Zentrum zu schaffen, in dem nicht nur Top-Forschung betrieben wird, sondern auch jungen Wissenschaftlern Karrierechancen in Indien eröffnet werden", sagt Peter Gruss, Präsident der Max-Planck-Gesellschaft. Gleichzeitig sollen herausragende ausländische Gastwissenschaftler an Max-Planck-Instituten dabei unterstützt werden, sich in ihrem Heimatland wissenschaftlich zu etablieren und eine nachhaltige Verbindung mit Max-Planck-Instituten aufrechtzuerhalten.
Bundespräsident Horst Köhler wird nun am 3. Februar zusammen mit dem indischen Forschungsminister Pithviraj Chavan das Max Planck Center am Indian Institute of Technology in Delhi einweihen. Es besteht aus sechs deutsch-indischen Forschungsgruppen. Nach einem Jahr sollen vier weitere hinzukommen. In den kommenden fünf Jahren werden diese Gruppen mit rund 1,1 Millionen Euro aus Fördermitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und zwei Millionen Euro des indischen "Department of Science and Technology" (DST) unterstützt. Die Max-Planck-Gesellschaft beteiligt sich mit 0,9 Millionen Euro, sodass sich die Gesamtförderung auf fast vier Millionen Euro beläuft.
Die neuen Forschungsgruppen im Überblick:
* Algorithm Group am Indian Institute of Technology (IIT) in Delhi
Partner: Max-Planck-Institut für Informatik
* Graphics and Vision Group am Indian Institute of Technology in Delhi
Partner: Max-Planck-Institut für Informatik
* Data Management Group am Indian Institute of Technology in Mumbai
Partner: Max-Planck-Institut für Informatik
* Network Group am Indian Institute of Technology in Madras
Partner: Max-Planck-Institut für Softwaresysteme
* Algorithms and Complexity Group am Indian Institute of Technology in Kanpur
Partner: Max-Planck-Institut für Informatik
* Algorithm Group am TATA Institute for Fundamental Research in Mumbai, Partner: Max-Planck-Institut für Informatik
Das gemeinsame wissenschaftliche Programm soll den Austausch von PostDocs fördern sowie gemeinsame Workshops und Fortbildungsmaßnahmen, z. B. im Rahmen der International Max Planck Research Schools (IMPRS). Darüber hinaus ist es geplant, Wissenschaftler aus anderen Einrichtungen als assoziierte Partner hinzu zu ziehen und sich gegenseitig Zugang zu Forschungseinrichtungen und Geräten zu gewähren.
"Indien stellt für die Max-Planck-Gesellschaft einen besonderen Schwerpunkt in ihrer internationalen Zusammenarbeit dar", sagt Felix Kahle, der die Max-Planck-Gesellschaft in Delhi vertritt. So arbeitet eine steigende Zahl ausgewiesener indischer Institute in Wissenschaftsfeldern, in den auch Max-Planck-Institute weltweit Partner suchen. Im Jahr 2008 kamen 557 Nachwuchs- und Gastwissenschaftler aus Indien, ein Anstieg um mehr als 80 Prozent in den vergangenen fünf Jahren. Inzwischen stammt jeder zehnte ausländische Doktorand an Max-Planck-Instituten aus dem asiatischen Land. Viele von ihnen forschen im Rahmen der International Max Planck Research Schools. Mit 120 Teilnehmern stellen indische Studenten die größte ausländische Gruppe in diesem Programm.
Herausragende Wissenschaftler werden auch nach ihrer Rückkehr in ihr Heimatland in Partnergruppen weiter gefördert. Derzeit gibt es 14 solcher Gruppen in Indien, so viele wie in keinem anderen Land. "Der Max Planck Gesellschaft ist es ein besonderes Anliegen, die ausländischen Gastwissenschaftler an unseren Instituten dabei zu unterstützen, sich in ihren Heimatländern wissenschaftlich zu etablieren und eine nachhaltige Verbindung zwischen ihnen und Max-Planck-Instituten zu stiften. Das ist ein Gewinn für beide Seiten", erklärt Kurt Mehlhorn. Der Direktor des Max-Planck-Instituts in Saarbrücken wird zusammen mit Naveen Garg vom Indian Institute of Technology (IIT) in Delhi das Zentrum gemeinsam leiten.
Weitere Informationen erhalten Sie von:
Felix Kahle, German Embassy Neu Delhi
Repräsentanz der Max-Planck-Gesellschaft in Indien
Tel.: ++91 11 4419-9163
E-Mail: kahle@gv.mpg.de
Barbara Abrell | Quelle: Max-Planck-Gesellschaft
Weitere Informationen: www.mpg.de
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