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Europa und Südkorea werden in Zukunft enger auf dem Gebiet der Forschung zusammenarbeiten. Die europäische Forschungsinitiative EUREKA, die derzeit unter deutscher Präsidentschaft steht, hat im vergangenen Jahr Südkorea als ersten asiatischen Staat den Status eines assoziierten Landes bei EUREKA gegeben.
Georg Schütte, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und Leiter der EUREKA-Delegation, wies am Mittwoch bei seinem Besuch in Soul auf die Bedeutung von Südkorea als wichtigem Kooperationspartner in Asien hin: "Die Assoziierung Südkoreas mit EUREKA eröffnet neue Perspektiven in der internationalen Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen auf gleicher Augenhöhe. Ich bin überzeugt, dass die Partnerschaft neue Produkte und Prozesse hervorbringen wird - und damit als Impulsgeber und Motor für Innovationen wirkt."
Der Staatssekretär verwies auch auf die deutsche Hightech-Strategie sowie die Internationalisierungsstrategie für Forschung und Entwicklung, die dieses Ziel explizit verfolgen. "Wir werden den EUREKA-Tag nutzen, um koreanische Regierungs- und Wirtschaftsvertreter über die forschungs- und innovationspolitischen Initiativen in Europa zu informieren. Darüber hinaus nutzen beide Seiten die Gelegenheit, sich über die bisherigen Erfahrungen und gegenseitigen Erwartungen im Hinblick auf die Zusammenarbeit zwischen Südkorea und EUREKA auszutauschen", betonte Schütte.
Die Forschungs- und Technologieinitiative EUREKA zeichnet sich durch flexible multilaterale Kooperationen und den Bottom-up-Ansatz von Forschungsprojekten aus. Deutschland hat sich mit der dritten EUREKA-Präsidentschaft nach 1985 und 1999/2000 das Ziel gesetzt, den strategischen Handlungsrahmen auf dieser Grundlage weiterzuentwickeln. Durch die Assoziierung Südkoreas biete EUREKA den Unternehmen, insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen, einen Rahmen für internationale Zusammenarbeit über die Grenzen Europas hinaus und ermögliche dadurch eine Stärkung ihrer Wettbewerbsfähigkeit. Weitere Handlungsfelder der neuen Partnerschaft sind nach den Worten Schüttes gemeinsame, klare und einfache Regeln sowie Rahmenbedingungen für den Umgang mit geistigem Eigentum.
EUREKA wurde auf Initiative von Frankreich und Deutschland im Jahr 1985 gegründet. Heute sind 37 europäische Staaten, Israel und die Europäische Kommission an diesem europäischen Forschungsnetzwerk beteiligt. Im jährlichen Wechsel übernimmt ein Mitgliedsland den Vorsitz und koordiniert die politische und strategische Fortentwicklung der Initiative. Deutschland hat diesen Vorsitz noch bis Juni 2010 inne.
Quelle: BMBF Newsletter
Weitere Informationen: www.bmbf.de/press/
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