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Deutschland investiert mehr denn je in Forschung und Entwicklung

05.12.2011
Nach Stifterverband-Zahlen nimmt Deutschland einen Spitzenplatz in Europa ein / Schavan: „Staatliche Investitionen geben Anreiz für die Wirtschaft“

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Im Jahr 2010 sind die Ausgaben für Forschung und Entwicklung in Deutschland auf einen Rekordwert von knapp 70 Mrd. Euro gestiegen. Davon hat die deutsche Wirtschaft insgesamt 46,9 Mrd. Euro in interne Forschung und Entwicklung (FuE) investiert – 3,7 Prozent mehr als im Jahr 2009.


„Die steigenden Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen der deutschen Wirtschaft sind sehr erfreulich. Unsere erheblichen staatlichen Investitionen sind für Privatunternehmen ein Anreiz für eigenes Engagement in der Forschung. Sie zeigen, dass die Hightech-Strategie der Bundesregierung wirkt“, sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan heute nach Bekanntgabe der aktuellen Schätzungen des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft.

Die Bundesregierung investiert allein in den Jahren 2010-2013 rund 27 Milliarden Euro in die Hightech-Strategie mit ihren Forschungsfeldern Klima/Energie, Gesundheit/Ernährung, Mobilität, Sicherheit und Kommunikation. „Mit der Hightech-Strategie setzen wir langfristig Schwerpunkte und geben so der Wirtschaft Orientierung für Investitionsentscheidungen“, so die Bundesforschungsministerin.

Trotz einer starken nominalen Steigerung des Bruttoinlandsprodukts um ca. 4,3 Prozent im Jahr 2010 blieb der FuE-Anteil am Bruttoinlandsprodukt auf dem sehr hohen Vorjahresniveau von 2,82 Prozent. Damit setzt sich der positive Trend aus den vergangenen Jahren fort. Insbesondere seit 2008 ist ein deutliches Wachstum der FuE-Ausgaben der Wirtschaft und des Staates festzustellen.

Im europäischen Vergleich befindet sich Deutschland damit in der Spitzengruppe. Nur die skandinavischen Länder Finnland (3,87%), Schweden (3,42%) und Dänemark (3,06%) gaben 2010 in Relation zum Bruttoinlandsprodukt noch mehr für FuE aus. Im Vergleich zu Frankreich (2,26%), Großbritannien (1,77%) oder Italien (1,26%) liegt Deutschland weit vorne. Im EU-Durchschnitt werden gegenwärtig nur etwa 2 Prozent erreicht.

Nach den heute veröffentlichten Zahlen des Stifterverbandes haben Unternehmen in Deutschland 2010 insgesamt 46,9 Mrd. Euro für Forschung und Entwicklung ausgegeben. Für das Jahr 2011 ist eine weitere Steigerung von ca. 5 Prozent geplant. Auch das Personal in den FuE-Bereichen dürfte weiter steigen, die Planungen der Unternehmen gehen von 7.800 zusätzlichen Stellen aus.

Das Wachstum der FuE-Investitionen hat in den vergangenen Jahren zu großen Erfolgen deutscher Unternehmen auf den weltweiten Märkten für Technologiegüter beigetragen: Der Außenhandel mit forschungs- und entwicklungsintensiven Waren ist eine Erfolgsgeschichte, Deutschland konnte mit einem Welthandelsanteil von 12,3% (2009) für FuE-intensive Güter seine Position als führender Exporteur auf diesem Gebiet vor China und den USA behaupten und damit nach Angaben der Expertenkommission Forschung und Innovation seine hervorragende Wettbewerbsposition auf den internationalen Märkten sichern.

Deutschland gehört zu den führenden Innovationsnationen weltweit und belegt jeweils Spitzenplätze in namenhafte Vergleichsstudien wie dem „Innovation Union Scoreboard 2010“ der Europäischen Kommission, dem „Innovationsindikator 2011“ der Telekom Stiftung und dem „Global Competitiveness Report 2011-2012“ des World Economic Forum. Die Stärken des deutschen Innovationssystems bestehen insbesondere in der technischen Infrastruktur, der Vernetzung von Wissenschaft und Wirtschaft sowie in Leistungen, wie sie beispielsweise in Form von Patenten und Publikationen gemessen werden. Zu den Stärken zählt auch die außerordentliche Systemeffizienz, das heißt, den Investitionen in Forschung und Entwicklung steht in Deutschland im internationalen Vergleich ein hoher Ertrag gegenüber.

Auf Basis der jährlichen FuE-Erhebung berichtet der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft regelmäßig über die FuE-Aktivitäten der Unternehmen in Deutschland. Die Erhebung wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Quelle: BMBF Newsletter
Weitere Informationen: www.bmbf.de

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