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Ausgaben der Wirtschaft für Forschung und Entwicklung gestiegen

15.12.2008
Schavan: "Forschung und Innovationen bahnen Weg aus der Wirtschaftskrise"

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"Die heute vom Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft vorgelegten Zahlen zu den Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen der Wirtschaft zeigen: Die eingeschlagene Richtung stimmt, aber wir brauchen noch mehr Anstrengungen", sagte Bundesforschungsministerin Annette Schavan am Montag in Berlin.


"Die deutsche Wirtschaft investiert mehr in Forschung und Entwicklung (FuE) als zuvor. Die Unternehmen wissen, dass sie nur mit Hilfe von mehr FuE auch künftig Erfolge auf weltweiten Technologiemärkten haben können. Die Konsequenz ist klar: Die deutsche Wirtschaft muss gerade auch angesichts der aktuellen Finanz- und Wirtschaftskrise FuE-Anstrengungen fortführen und intensivieren. Mit Forschung und Entwicklung wird über die Rolle der deutschen Unternehmen im kommenden Aufschwung und das neue Wachstum entschieden."

Als besonders erfreulich bezeichnete die Ministerin den Zuwachs der FuE-Aufwendungen in kleinen und mittleren Unternehmen. Sie sind 2007 um mehr als 12 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Die Gesamtaufwendungen der Wirtschaft für FuE in Deutschland sind von 2006 um 1,5 Milliarden Euro auf 53,5 Milliarden Euro im Jahr 2007 angewachsen. Die Plandaten für das Jahr 2008 sehen eine noch deutlichere Steigerung um 3,3 Milliarden Euro vor.

Die FuE-Ausgaben in der Wirtschaft wuchsen von 2005 bis 2007 erheblich schneller als in der ersten Hälfte des Jahrzehnts: In den vier Jahren von 2001 bis 2005 nahmen sie um 6,2 Milliarden Euro, in den zwei Jahren von 2005 bis 2007 um 5,1 Milliarden Euro zu. "Das Wachstum der Industrieforschung spiegelt die verbesserten Bedingungen für Forschung und Entwicklung in Deutschland wider. Die Bundesregierung hat mit der Hightech-Strategie die Weichen richtig gestellt", sagte Schavan. "Der Bund stellt so viel Geld für Forschung und Entwicklung bereit wie nie zuvor: 2009 werden es voraussichtlich mehr als 12 Milliarden Euro sein."

Nach internen Berechnungen des BMBF wird 2007 wie im Vorjahr eine FuE-Quote am Bruttoinlandsprodukt von 2,54 Prozent erreicht. Dass sie trotz absoluter Ausgabensteigerungen gleichgeblieben ist, liegt auch an der hohen Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts (+4,4 Prozent nominal). Darüber hinaus liegt das Wachstum der Industrieforschung hinter den Anstrengungen des Bundes zurück. Würde die Finanzierung von FuE durch Wirtschaft und Länder im Jahr 2009 dem finanziellen Engagement des Bundes entsprechen, könnte die FuE-Quote im nächsten Jahr bereits bei knapp 2,9 Prozent liegen.

Quelle: BMBF Newsletter
Weitere Informationen: www.bmbf.de/press/

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