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Zusatzqualifikationen und duale Studiengänge sind "in" - Teilnehmerrekord bei "AusbildungPlus"

16.07.2009
Immer mehr Auszubildende erwerben ergänzend zu ihrer dualen Berufsausbildung eine Zusatzqualifikation oder beginnen einen dualen Studiengang.

Nach einer Auswertung der Datenbank "AusbildungPlus" nutzen aktuell rund 130.000 Auszubildende und Studierende derartige, unter http://www.ausbildungplus.de registrierte Angebote. Dies bedeutet eine Steigerung von mehr als 6 % im Vergleich zum Vorjahr.

Aktuelle Entwicklungstrends beim Erwerb von Zusatzqualifikationen und bei den dualen Studiengängen dokumentiert der Bericht "AusbildungPlus in Zahlen 2008/2009". "AusbildungPlus" ist ein Projekt des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB), das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert wird. Bei den Zusatzqualifikationen haben die Betriebe ihre Angebote von April 2008 bis April 2009 um 5,7 % ausgeweitet.

Die Zahl der Teilnehmer/-innen stieg um 4,3 %. Eine Sonderauswertung für das Handwerk bestätigt den Trend. Hauptanbieter von Zusatzqualifikationen im Handwerk sind Betriebe mit 43 %, gefolgt von den Handwerkskammern mit 21 %. Die verbleibenden 36 % werden von Berufsschulen und sonstigen Anbietern vermittelt. Von den in der Datenbank registrierten 2.253 Zusatzqualifikationen sind 139 speziell für Berufe des Handwerks.

Mit Zusatzqualifikationen können Auszubildende über ihre reguläre Ausbildung hinaus zusätzliche Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten erwerben. So wird die Ausbildung attraktiver und zugleich eine engere Verzahnung von Aus- und Weiterbildung ermöglicht. Die inhaltlichen Schwerpunkte der in der Datenbank dokumentierten Zusatzqualifikationen liegen in den Bereichen Internationales, Technik, Informationstechnologie und Betriebswirtschaft.

Ungebremst ist auch das Interesse an dualen Studiengängen. Hier wuchs die Zahl der Angebote um 3,6 % auf insgesamt 712 und die der Studierenden um rund 11 %. Erfreulich ist auch das verstärkte Engagement der Betriebe, denn die Zahl der Unternehmen, die duale Studiengänge zur Qualifizierung des Nachwuchses nutzen, stieg um 6,3 %.

Duale Studiengänge fördern die Durchlässigkeit im Bildungsbereich, weil sie eine Berufsausbildung oder berufliche Fortbildung mit einem Studium verbinden. Gelernt wird in der Hochschule, Berufs- oder einer Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie und im Betrieb. Spitzenreiter bei dualen Studiengängen sind Wirtschaftswissenschaften, Informatik und Maschinenbau.

"AusbildungPlus" ist mit mehr als 41.000 Ausbildungsangeboten eine der größten Ausbildungsdatenbanken in Deutschland. Weitere Informationen unter http://www.ausbildungplus.de

Andreas Pieper | idw
Weitere Informationen:
http://www.ausbildungplus.de

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